Archiv für Jerusalem

Oh Jerusalem, Jerusalem ..

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Zitat des Tages with tags on März 29, 2012 by armeritterschaftaachen

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Oh Jerusalem, Jerusalem …

Schwer wird unser Herz, wenn wir – ab dem kommenden Palm-Sonntag – der Ereignisse gedenken, die sich in der heiligen Stadt Jerusalem zutragen haben.

Wie ein König, wie der König der Juden, wie der König der Könige, zieht Jesus von Nazareth am Sonntag – gepriesen, gefeiert und bejubelt – in die Stadt ein, einzig und alleine, um vom Volk verspottet, verhöhnt und verraten zu werden, um für das Volk gefoltert zu werden, zu leiden und am Holze des Kreuzes einen blutigen, schmach- und qualvollen Tod zu erleiden …

Oh Jerusalem, Jerusalem …

Du heilige Stadt, die Du den glorreichen Einzug Gottes in Deine Mauern feiern, die Du den den Opfertod Christi beweinen, die Du den heiligsten Leichnam des Menschensohnes begraben durftest – gedenke Deiner Dich liebenden Kinder.

Du heilige Stadt, die Du Zeugin der Auferstehung des Gottessohnes sein durftest, gedenke Deines Dich liebenden und tröstenden Gottes.

Du heilige Stadt, in der sich der Heilige Geist nieder ließ, um die Jungfrau und die ängstlich zurück gezogenen und sich versteckenden Apostel für die Wahrheit zu be-„geist“-ern, gedenke Deiner heiligen Sendung als Stadt des Friedens und der Versöhnung.

Oh Jerusalem, Jerusalem …

Während Dein Name „Frieden“ bedeutet, so bedeutet sie für unseren Orden nur Sehnsucht. Denn Du, Jerusalem, die heiligste Stadt, Du von Gott meist geliebte, Du von den Menschen meist umkämpfte Stadt bist unsere Heimat, unsere Vaterstadt, unsere Wiege. An Deiner Mutterbrust haben wir uns genährt, sind wir groß, mutig und stark geworden … und nun sind wir müde, erschöpfte und traurige Verbannte …

Oh Jerusalem, Jerusalem …

Unser Ritter-Herz bleibt aber auf ewig dort, wo noch die allerletzten Grundmauern des Tempels Salomons stehen. Unser Herz wird ewig Dein sein, und Du wirst immer in unserem Herzen sein. Denn Du bist unsere Mutter, die unseren Vorfahren Heimat und Auftrag gab.

Und wenn Du uns rufst, oh heiliges Jerusalem, um Dir Schutz und Schild zu sein, so werden wir zu Dir pilgern, mit starkem Arm, mit frohem Mut und mit dem glänzenden Schwert in der Hand. Denn Du, Jerusalem, bist die letzte und einzige Zeugin des Leidens und Sterbens und der glorreichen Auferstehung unseres Herrn und Gottes Jesus Christus.

Oh Jerusalem, Jerusalem …

Vergiss uns nicht, so wie auch WIR unserer Mutter, unserer Heimat, unseres Himmels nie werden vergessen können.

DEIN Name, oh Jerusalem, ist der Stein gewordene Lobpreis Gottes, Dem alle Ehre dargebracht werde bis zum Untergang der Welt.

– nnDnn –

 

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„Ritter-Sporn“ – die neue Online-Zeitung des OPMC

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, NEWS, Ordensaktivitäten, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , on März 18, 2012 by Bruder Berthold

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+ Ritter – Sporn +

die neue Online-Zeitung des Ordens der

Armen Ritter Christi

vom Tempel Salomons zu Jerusalem

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herausgegeben von Fr. ‡ Berthold Möller

Großmeister des OPMC

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Zum 13. Oktober

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, NEWS, Pressemitteilung, Templerorden, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Oktober 13, 2011 by Bruder Berthold

Worte des Großmeisters des OPMC

zum 13. Oktober (2011)

Meine lieben Schwestern und Brüder in Christo,

liebe Freunde und Interessenten

des Ordens der Armen Ritter Christi und der Gabriel-Gesellschaft,

wir begehen heute wieder einmal einen denkwürdigen Tag, an dem ich die große Freude habe, einige Worte direkt an jeden von Euch persönlich zu richten.

Nicht Trauer soll uns diesen Tag begleiten, sondern Stolz und Ermutigung!

Heute ist der 13. Oktober, der für unseren Orden wichtigste Tag, gedenken wir all unserer armen, treuen und standhaften Vorfahren, die mit diesem historisch wichtigen Datum des Jahres 1307 Opfer von Intrige, Missgunst, Habsucht und Hass wurden. Unser Orden feiert aber heute auch den 2. Jahrestag seines Bestehens – heute ist also unser 2. Geburtstag, und ich möchte Euch, ich möchte uns allen, liebe Brüder und Schwestern, meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermitteln.

Der 13. Oktober 1307, der der Geschichte der Menschheit den Aberglauben vom „Schwarzen Freitag“ und von der „13“ als Unglückszahl beschert hat. Mit dem „13. Oktober“ und vor allem mit dem Tod des Großmeisters Jacques de Molay knapp sieben Jahre später begann überhaupt die Zeit, in der der hochehrwürdige Tempelritter-Orden nur noch im Lichte des Aberglaubens und des Okkulten betrachtet wurde. Alles Mögliche wurde und wird heute noch den „Templern“ angedichtet, und es wird unbeschreiblich  schwer, die Welt von unseren hehren Absichten zu überzeugen.

WEN interessiert es denn, dass der Tempelritter-Orden und alle Angehörigen dieses hochehrwürdigen Ordens noch von seinen Anklägern (Papst Clemens V.) von allen seinen Anschuldigungen im Chinon-Dokument freigesprochen wurden? WEN interessiert es denn überhaupt, dass alle Bücher und Filme, die sich um die „sagenhaften Templer“ drehen, nichts als Fiktion sind? WEN interessiert es denn tatsächlich, dass diverse Vereinigungen, die sich als Symbol ein Templer-Kreuz zulegen und die sich mit Mythen, Märchen und Sagen des Mittelalters beschäftigen, mit dem Tempelritterorden absolut nichts gemein haben?

Niemanden interessiert es, und von daher haben wir einen furchtbar schweren Stand in der Gesellschaft, weil immer wieder gefragt wird, wie es denn sein kann, dass wir Nachfahren von Rittern sein können, die es seit 700 Jahren gar nicht mehr gibt und die nie rehabilitiert wurden.

Liebe Schwestern und Brüder, dadurch, dass wir eine solch schwere Ausgangsposition haben, dadurch, dass wir uns in einem Orden zusammen gefunden haben, der nicht über 9 Jahrhunderte von Kirche und Gesellschaft bevorzugt wurde, erkennen wir mit unserem Orden eine unvergleichliche Chance, unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen gemeinsam mit unserem Primas, dem hochwürdigsten Herrn Erzbischof Muhammad Schmidt zu erkennen und zu leben. Die Güte und die Vorsehung des Allweisen Herrschers des Himmels und der Erde hat Seine Eminenz zu uns geführt, und ich erlaube mir, auch zu unserem heutigen Festtag, ihn als unser geistliches Oberhaupt in unserer Mitte willkommen zu heißen – ihn um Sein Gebet für unseren Orden und für jedes einzelne unserer Brüder und Schwestern zu bitten, so wie auch wir Seine Eminenz, den hochwürdigsten Herrn Primas Msgr. Schmidt immer in unser Gebet einschließen.

Mit dem Begriff „Gebet“ leite ich meine Gedanken an einen unserer Grundpfeiler unserer Ordensgemeinschaft, gehört das Beten gemeinsam MIT dem Arbeiten zu den Grundfesten der benediktinischen Regel. Mit dem Begriff „Gebet“ möchte ich Eure Aufmerksamkeit, liebe Schwestern und Brüder, auf all unsere Schwestern und Brüder lenken, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Was wären wir für Christen, was wären wir für Ritter, was wir für ORDENS-Ritter, die sich mit Stolz und vielleicht sogar überheblich mit dem Symbol des Todes, des Lebens und der Auferstehung Jesu Christi schmücken, und uns lassen all die Nachrichten von Tod und Vernichtung unserer Glaubensbrüder im Irak, in Vietnam, in Indien, in Ägypten kalt. Beten wir, zeigen wir Solidarität, geben wir ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht, die eben nur in unserem Herrn und Erlöser gefunden werden kann. „Selig, die um meines Namens Willen verfolgt werden, denn IHRER ist das Himmelreich!“

Wir müssen uns aber auch Folgendes vor Augen führen: Wir sind in Europa an einem Punkt angekommen, wo unsere Gesellschaft selbst an der Schwelle steht, Christen zu verfolgen, weil sie den Anspruch erheben, IN Christus Jesus die Wahrheit zu haben. Und weil Christen, weil WIR Wahrheit ER-kennen und BE-kennen, können und dürfen wir Christen nicht schweigen, wenn wir das offensichtliche Unrecht erkennen. IN Christus versuchen wir die Wahrheit von der Unwahrheit, das Recht von Unrecht, (soziale) Gerechtigkeit von Ungerechtigkeit zu unterscheiden, schenkt uns der Heilige Geist die Gabe der Unterscheidung. Doch schauen wir uns umher, in unserer Nachbarschaft, in unserer Stadt, in unserer ganzen Gesellschaft. Wo herrscht noch Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit, wenn sie nicht mehr aus Christus kommt, weil man ihn von seinem Thron gestürzt hat? Es liegt an UNS vom Orden der Armen Ritter Christi und der Gabriel-Gesellschaft – jeder mit dem ihm von Gott gegebenen Talenten, Ihm, unserem Herrn und Gott, wieder seinem rechtmäßigen Platz zuzuführen, denn – das werdet Ihr verstehen und nachvollziehen können: Wenn Christus aus dem Blickfeld und aus dem Gedächtnis der Menschen ausgelöscht worden sein wird, haben auch WIR vom Ritterorden der Armen Ritter Christi unsere Daseinsberechtigung verloren, weil wir nämlich IN und MIT seinem Heiligsten Namen wirken, zum Wohle des Nächsten.

Die „13“, meine lieben Schwestern und Brüder (um noch einmal auf unseren Festtag hinzuweisen), ist keine Unglückszahl – und mit Aberglauben und Unglauben, mit Esoterik und Okkultem haben wir ohnehin nicht das Geringste zu tun. Die „13“ ist für unsere Vorfahren der Anfang vom Ende gewesen, aber nicht Trauer oder Verzagtheit soll unseren heutigen Festtag begleiten, sondern Stolz und Ermutigung für uns – im 21. Jahrhundert – die im 13. Oktober einen neuen Anfang ergreifen in Bescheidenheit und Demut, ein Anfang in der Nachfolge Jesu und in der Tradition unserer ehrenhaften, treuen und tapferen Vorfahren, denen es nie in den Sinn gekommen wäre, den Namen des Herrn zu verunehren, die Frohbotschaft zu leugnen oder zu relativieren, Jesus Christus als ihren Herrn und König abzulehnen.

Wir wissen nicht, wie weit die Entwicklungen der kommenden Monate und Jahre gehen werden, aber ich rufe Euch HEUTE schon zu: Seid standhaft, meine Schwestern und Brüder, seid treu zum Kreuz, das Eure Brust schmückt oder eines Tages, wenn Ihr zum Ritter geschlagen werdet, schmücken wird. Euer ritterliches Leben sei ein einziges Bekenntnis zu Christus, der uns die Freiheit gebracht hat, der uns die Wahrheit und den Weg gezeigt hat. Und selbst WENN unser Herr und König es zulassen sollte, dass auch im einstmals christlichen Europa Menschen um ihres Glaubens Willen verfolgt und getötet werden, dann dürfen wir keinen Augenblick zögern, unsere wahre Berufung als Ordensritter und –Dame zu erkennen und unsere wahre Verantwortung für unsere Mitmenschen zu übernehmen, zur Ehre dessen, dem wir all unser Handeln und Denken aufopfern, auf dass nicht uns, sondern alleine IHM alle Ehre zuteil werde, gemäß unserem Motto, welches an unserem heutigen Festtag ununterbrochen auf unseren Lippen sein soll – im Gedenken an unsere treuen, tapferen und mutigen Vorfahren, Großmeister Jacques deMolay eingeschlossen.

Non nobis, Domine, non nobis, sed nomine tuo da gloriam!

Euer

Fr. Berthold Möller

Großmeister OPMC
Großmeister-General Gabriel-Gesellschaft
Vorsitzender der Gabriel-Stiftung

Veni Creator Spiritus

Posted in Arme Ritter Christi with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Mai 22, 2010 by Bruder Berthold

Komm, Heiliger Geist …

Sehr geehrte Damen und Herren,

verehrte Interessenten und Freunde,

liebe Brüder und Schwestern,

versetzen wir uns mithilfe des Neuen Testaments fast 2000 Jahre zurück:

Maria, die Mutter Jesu, sitzt mit den 11 Aposteln in Jerusalem in einem Versteck. Die heilige Stadt ist nach der Kreuzigung, nach der Auferstehung und nach der Himmelfahrt Jesu immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Die Apostel wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen … ihr Herr, ihr Meister, Ihr Lehrer … ihr Gott hat sie verlassen.

Ich bin bei Euch bis ans Ende der Zeiten“ hatte Jesus ihnen gesagt, bevor er in den Himmel aufgefahren ist. Und nun sitzen sie hier in Jerusalem, einsam, verlassen, ängstlich, nicht wissend, was die Zukunft ihnen bringen wird. Doch von der einen zur anderen Minute kam der Heilige Geist über die Zwölf, sie wurden vom Geist umweht, vom Geist ergriffen. Sie wurden be-Geist-ert, denn mit EINEM Mal verstanden sie ALLES. Jesus von Nazareth WAR tatsächlich mitten unter Ihnen. Die Herabkunft des Heiligen Geistes kann man die Geburtsstunde der Kirche bezeichnen, denn die Apostel gingen hinaus in die Stadt, in die Welt und bekannten sich zu Christus und verkündeten Seine Botschaft. Der Geist Jesu wehte um den ganzen Erdball – bis hinein in unsere Zeit.

Feuer, das ist das Symbol des Heiligen Geistes, Feuer und Flamme. Wenn unsere Einstellung zu Gott jedoch allzu sehr verwässert ist, kann auch das Feuer des Heiligen Geistes nicht viel ausrichten. Und dass der Glaube in Europa ziemlich verwässert ist, darüber gibt es keine Zweifel. Das Feuer des Heiligen Geistes fehlt, es fehlt die Wärme des Feuers, die Wärme des menschlichen Miteinanders. Alles erkaltet, und der Mensch ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, sein eigenes Wohlergehen, während er desinteressiert zu schaut, dass Kinder in seiner Nachbarschaft hungern, Obdachlosigkeit immer größer wird. Hunger und Not ist nicht nur ein Problem in den entfernteren Zonen unserer Erde ist, sondern auch direkt vor unserer Haustür.

Deutschland hat so viele Schulden wie noch nie, aber die Managergehälter sind im 7-stelligen Bereich. Und selbst wenn sie von der Bildfläche abtreten oder abgetreten werden, bekommen sie noch Millionen als Dank hinterher geschoben. Doch die Durchschnittsfamilie versucht krampfhaft, mit ihrem schwer verdienten Geld bis zum Monatsende zu kommen. Um es einigermaßen zu schaffen, müssen beide Elternteile arbeiten gehen. Das wiederum bringt in gewisser Weise eine Vernachlässigung der Kinder mit sich. Ganz davon abgesehen wissen viele Eltern nicht, was ihre Kinder tun, ob sie in der Schule und nach der Schule überhaupt sicher sind.

Wir haben ja schon mehrfach darauf hingewiesen, dass in unserem Land die (wenigen) Reichen immer reicher werden, während die vielen Armen immer zahlreicher und ärmer werden – ein Teufelskreis – im wahrsten Sinne des Wortes. Uns von der Armen Ritterschaft ist ja nicht nur daran gelegen, all unsere Kräfte aufzubieten, um zu helfen wo wir nur können. Es sei uns aber auch gestattet, den Finger auf die Ursachen des ganzen Schlamassels zu legen, sozusagen den moralischen Zeigefinger. Wir sind keine Wirtschaftsexperten um zu ergründen, woher die Wirtschaftskrise kommt und wie sie überwunden werden kann. Man braucht aber kein Harvard-Professor zu sein um zu erkennen, dass die weltweite wirtschaftliche Katastrophe, die noch viel schlimmer zu werden verspricht als uns vorgegaukelt wird, hausgemacht ist. Aber keine Sorge, liebe Freunde, liebe Schwestern und Brüder, die Manager-Gehälter werden im 7-Stelligen Bereich bleiben. Es wäre doch ZU schade, wenn wir sie im Kreise derer wiederfinden würden, die sich in irgendeiner der vielen Städte, in denen eine „Tafel“ angeboten wird, in einer langen Schlange anstehen sehen würden.

Solche „Tafeln“ gibt es mittlerweile sehr viele, und es ist mein persönlicher Wunsch nicht nur an alle Mitglieder, sondern auch an alle Interessenten und Freunde, sich in ihrer Stadt zu erkundigen, ob es dort eine „Tafel“ gibt, bei denen sie helfen können. Menschen, die am Existenzminimum leben, Obdachlose, mehr und mehr Familien mit Kindern nehmen das Angebot an und lassen sich von den örtlichen „Tafeln“ etwas zu essen geben. Helfen wir mit, wo wir können. Klappern wir Geschäfte und Warenhäuser ab, ob sie etwas für die örtliche „Tafel“ zur Verfügung stellen können – das tun sie in der Regel. Und GEBEN wir den vielen hungrigen Menschen was zu essen – die meisten von ihnen KÖNNEN nichts dafür, dass es ihnen in unserem ach so reichen Land nicht so gut geht.

Es interessiert uns nicht, welche Politiker an der Macht sind und was sie zu tun versprechen – besonders vor den Wahlen – um die Not der Einzelnen zu mildern. Es ist nicht an uns zu politisieren und zu philosophieren, vor allen ist es nicht an uns zu polemisieren. Es ist an uns zu helfen. Und wir helfen mit Freuden auch anderen beim Helfen, wie zum Beispiel einem Verein, den wir mit großer Freude als unseren neuen Partner gewinnen konnten: Die Ritter von der fürstlichen Tischrunde e.V.

Ihr Einsatz ist enorm, ihre Reverenzen sind ausgezeichnet, und in ihrem Schirmherren, Seiner Hoheit Graf Floris Freiherr von Pallandt, haben sie einen Mann von Weltruf als Aushängeschild.

Wir sind stolz, nach dem Kinderhospiz Löwenherz, nach der „Guten Stube“ und all den hervorragenden und vor allem unterstützenswürdigen Vereinen Ihnen/Euch  wiederum einen Verein ans Herz legen zu dürfen, dem mit all uns zur Verfügung stehenden Mitteln geholfen werden muss, denn es handelt sich um mittellose und hungrige Familien in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Helfen Sie UNS zu helfen!

Wenn die Gesellschaft immer kälter und herzloser wird – müssen wir es nicht auch noch werden. Wir KÖNNEN es gar nicht werden, wissen wir unseren Herrn und Erlöser Jesus von Nazareth in unserer Mitte. Wissen wir doch, dass ER uns seinen Geist sendet, auf dass wir von dem Feuer und der Flamme Gottes ergriffen werden, damit wir uns nicht irgendwo ängstlich in irgendeiner Höhle zu verstecken brauchen – sondern um hinaus zu gehen und … CHRIST zu sein: Mit Christus, in Christus und FÜR Christus.

Es ist Christus Jesus, der uns be-GEIST-ern kann für unseren Orden und unsere Arbeit. Lassen wir uns von seinem Geist packen, auf dass WIR begeisternd werden für andere. Das leuchtend rote Kreuz auf unseren Mänteln ist kein Mode-Accessoire, es ist Pflicht und Auftrag, auf DEN hinzuweisen, der uns zusammen geführt hat – im Heiligen Geist.

Ich wünsche Ihnen/Euch allen mitsamt Ihren/Euren Familien ein GEIST-reiches, ein gesegnetes Pfingst-Wochenende, voller Feuer und Flamme von und für Jesus Christus, der immer bei uns ist, bis ans Ende aller Zeiten.

NNDNN

++ F Berthold Möller PCCTSH

Großmeister

zum Pfingstfest des Jahres 2010

Mönchsritter

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Historie, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on März 12, 2010 by armeritterschaftaachen

Es gibt einen Begriff, mit dem wir uns einmal näher befassen müssen, während wir uns in dieser vorösterlichen Zeit auf das Leiden, Sterben, auf die glorreiche Auferstehung des Jesus von Nazareth konzentrieren:

Der Ritter-Orden.

Eigentlich – so werden viele denken – ist das doch ein vollkommener Gegensatz, ein edler Ritter und ein ärmlicher, der Welt entrückter Ordensmann. Aber zum näheren Verständnis müssen wir uns gedanklich in der Zeit um ca. 900 Jahre zurück versetzen. Der Islam hatte Besitz vom Heiligen Land ergriffen, und die heiligen Stätten, die vom Leben, Wirken, Sterben und Auferstehung Christi zeugten, standen in Gefahr, der christlichen Welt für immer verloren zu gehen. Mit einem „Gott will es (Deus vult)“ überzeugte der in Rom residierende Papst die Christen, und hier vor allem die Ritter, sich zum Heiligen Land zu begeben, um im Kampf und unter dem Einsatz ihres Lebens sowohl die Heiligen Stätten, die Pilger und das Heilige Land als solches der Christenheit zu erhalten.

Diese Geschichte kennen wir ja im Großen und Ganzen, was uns Menschen im 21. Jahrhundert jedoch nicht SO Präsent ist, ist, dass man absolut keine Vorstellung davon haben kann, wie die Welt vor 900 Jahren ungefähr war. Einige Erdteile waren noch gar nicht entdeckt,  Lesen und Schreiben war nur Wenigen, meistens nur Mönchen, bekannt, viele Annehmlichkeiten, die uns heute selbstverständlich sind, waren noch gar nicht bekannt, die ganze (bekannte) Welt war so gut wie vollkommen ländlich strukturiert, denn „Städte“ gab es nur wenige, der Jahres- und Tagesablauf richtete sich einzig nach dem kirchlichen Kalender, so dass sich das Denken und Handeln des Menschen vollkommen auf das „Jenseits“ konzentrierte, so dass der Mensch des beginnenden 2. Jahrtausends sehr stark nach dem Glauben richtete, um sich einen möglichst priviligiereten Platz im himmlichen Jerusalem zu sichern. Man nennt das Mittelalter häufig auch „das dunkle Zeitalter“, aber es ist vermessen und ignorant, aus dem Blickwinkel des 21. Jahrhunderts sich so abfällig über das 11./12. Jahrhundert zu äußern. In vielerlei Hinsicht kann man diese Menschen sogar zutiefst beneiden, weil sie Werte und Ideale hatten, sie hatten einen Weg und sie hatten ein hehres Ziel – nämlich das Ewige Leben in einem Reich, das nicht von dieser Welt ist …

Was jedoch von Historikern zu Recht nicht ganz so hoch stilisiert wird, ist der Ritter als solches. Er wuchs meist in kinderreichen Familien auf, in der das Erbe des Titels und der Burg – falls überhaupt vorhanden – nur dem Erstgeborenen vorbehalten blieb, sofern er nicht vorher enterbt wurde. Die restlichen männlichen Erben mussten zusehen, wie sie zu ehren und Titeln kamen, so dass im Endeffekt viele abenteuerliche Raufbolde hervortraten, die dem Rittertum des Mittelalters eigentlich keinen guten Ruf bescherten. Das Mittelalter erlebte ja erst im 19. Jahrhundert eine Art „Renaissance“, in der auch das Leben des Ritters hoch stilisiert und idealisiert wurde – warum auch nicht …? Die ritterlichen Tugenden, die für viele von uns heute zu hohen Idealen wurden, stammen mehr aus dem 19. Jahrhundert denn aus dem Mittelalter; das soll jedoch nicht bedeuten, dass es im Mittelalter keine „richtigen“ Ritter gegeben habe.

Dem Ruf des „Deus vult“ kamen sehr viele Ritter – vor allem aus Frankreich – nach, weil sie im Kreuzzug endlich die Möglichkeit sahen, zu Ruhm und Ehren zu kommen, das sie zu Hause nicht erlangen konnten, weil sie von der Geburtenrangfolge benachteiligt waren. Der historischen Wahrheit ihren Tribut zollend, müssen wir uns schon mit der Feststellung begnügen, dass viele dieser ins Heilige Land pilgernden Ritter eher peinlich waren, weil sie sich lieber aufs Plündern und Brandschatzen konzentrierten, als sich der Verteidigung der christlichen Stätten hinzugeben. Aber um die wollen wir uns heute nicht kümmern …

Uns interessieren die Ritter, die den Auftrag der Kirche und des Königs sehr ernst nahmen. Immerhin galt es, das Land, in dem Jesus von Nazareth geboren, in dem er gelehrt, geheilt und gelitten hat, und in dem er gestorben und glorreich auferstanden ist, von den Ungläubigen zu beschützen. Es galt, den Pilgerströmen, die ihr seelisches Heil nur darin sahen, größte Opfer auf sich zu nehmen, um das Heilige Land aufzusuchen, größtmöglichen Schutz anzubieten vor den Überfällen der Sarazenen. Diese Ritter sahen sich im Dienst der Kirche und sie verstanden sich unter dem Schutz der Kirche, denn – wie wir uns erinnern – der tägliche Ablauf des Mittelalter-Menschen kreiste vollkommen um den kirchliche Kalender …

Das nicht weniger dieser Ritter, die dem Ruf des „Deus vult“ folgten, im blutigen Kampf für eine heilige Sache und im Gebet und Unterwerfung vor den Geboten Gottes keinen Widerspruch sahen, liegt in der Natur der Sache, denn es GAB keinen Unterschied. Sie folgten dem Ruf Gottes, sie handelten im Auftrag Gottes und sie sahen sich unter dem besonderen Schutz Gottes. „Was ER Euch sagt, das tut!“ waren neben dem „FIAT“ („so geschehe es“) die verehrungswürdigsten Worte der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, und was ER den Rittern sagte, wissen wir aus der Heiligen Schrift, die die meisten damals zwar nicht lesen konnten, die sie aber so gut wie auswendig konnten.

Es war kein großer Schritt dahin, sich in Gruppen zusammen zu finden, um der Kirche und dem König seine Kraft, seine Kampfeslust, aber auch sein Herz, seine Seele und sein Glauben anzubieten, um in der Gemeinschaft und unter dem gemeinsamen Zeichen (des Kreuzes) höhere Ziele zu erreichen. Bisher war man „nur“ dem König und der Heeresleitung hörig, nun galt es jedoch, diesen Dienst auf eine noch höhere Ebene zu heben, denn Jesus von Nazareth, der König der Könige, bestimmte eh ihren Tagesablauf. Das soll aber nicht bedeuten, dass sie zweierlei Königen dienten, dem König Jerusalems und dem König des Himmels, sondern im Dienst für den König von Jerusalem dienten sie ja Christus, weil ja jeder weltliche Herrscher ohnehin der (weltliche) Stellvertreter Christi war.

Durch Bernhard von Clairvaux, ein Ordensmann, der die Geschichte und die Geschicke Europas zu handhaben wusste wie kaum ein anderer siener Zeit, dessen Meinung und Rat Päpste, Kaiser und Könige einzuholen suchten, bekamen diese Rittergruppierungen ihre Struktur und ihren Ordenscharakter, vor allem auch dadurch, dass dieser heilge Mönch ihnen ihre Regel gab, die auch heute nichts von ihrer Wichtigkeit verloren hat.

Die Ritter waren nicht Mönche im eigentlichen Sinn, sie waren Laien in einem Orden und unterwarfen sich bedingungslos dem kirchlich-mönchischen Regeln, der Kontemplation in Form des Stundengebetes und der liturgischen Feiern, eingeschlossen. Mit dem Schwert in der Hand legten sie vor Gott und dem König ihre heiligen Gelübde ab, wissend, dass sie nun einem Kreis von Brüdern angehören, die alle ihre weltlichen Zeichen wie Wappen und Namen hintanstellen, um unter dem EINEN Zeichen des Baussant mit dem Gebet auf den Lippen den Kampf gegen den Unglauben aufzunehmen. Interessanterweise verzichtete jeder einzelne dieser Rittermönche – oder sollen wir sie Mönchsritter nennen? – auf alle weltlichen Ruhm, auf Ehre und Lob, denn sie verrichteten ihren Diest einzig zur Ehre des himmlichen Königs, ihr Motto ins Herz eingebrannt und noch im Sterben auf dem Schlachtfeld flüsternd: „… sed nomine TUO da gloriam!“

900 Jahre später tun wir Menschen uns schwer mit dieser Gedankenwelt des Mittelalters. Man muss bedenken, dass nicht nur das Heilige Land nach den Kreuzzügen verloren gegangen ist, der Tempelritter-Orden nach dem größten Justizskandal der Geschichte zerschlagen wurde, dass mit der Renaissance nicht mehr Gott, sondern der Mensch in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns gerückt wurde. Mit der französichen Revolution rollte eine Welle des Säkularismus über Europa hinweg und unendlich viele Ordenshäuser und Klöster wurden aufgehoben. Die Geschichte zeigte mit dem Ende des 18. Jahrhunderts ihre hässlichste Fratze, denn Ordnung hat aufgehört zu sein. Aufstand gegen Gott, gegen die Kirche und gegen König waren von nun an bestimmend, denn der Mensch sah sich nun vollends als der Herrscher und derjenige, der sein Schicksal in die Hand zu nehmen vorbestimmt sei. Dass diese Ansicht einhergeht mit Chauvinismus, Intoleranz und Religionsfeindlichkeit, haben wir spätestens im 20. Jahrhundert erleben können.

„Sind Ritterorden ein Anachronismus?“ wurde auf der Internetplattform dieses Ritterordens bei Facebook gefragt. Nun gut, es kam bisher noch keine Antwort. Das muss uns aber nicht stören, da die Frage im Grunde genommen eine rhetorische war. Ritter, wie wir sie aus den netten Abenteuerromanen und von den Mittelaltermärkten und Burgfestspielen kennen, gibt es keine mehr. Eigentlich haben die auch im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen. Aber es gibt in den verschiedenen Mönchsorden noch, die durch ihr Gebet und durch ihrer weltlichen Entrückung den Dialog stellvertretend für die in der Irre wandelnden Menschen aufrechterhalten.

… Und es gibt die Ritterorden, die mit möchischen Idealen und mönchischen Gelübden fest in der Gesellschaft stehen, um mit und unter dem Zeichen des Kreuzes den Kampf gegen Intoleranz, gegen Ungerechtigkeit und gegen die Gottlosigkeit in dieser Welt den Kampf aufzunehmen. Ritterlichkeit und Mönchstum sind kein Widerspruch – ganz im Gegenteil, sie ergänzen sich gegenseitig. Wem schadet es, sich intensiv mit den ritterlichen Tugenden und den damit versehenen hohen, vielleicht sogar höchsten (Menschheits-)Idealen auseinander zu setzen, um dem Ruf des himmlischen Königs zu folgen, der uns  nicht nur das göttliche Gebot der Gottes- und Nächstenliebe auferlegt, der uns auch beruft, SEIN Kreuz auf uns zu nehmen, um IHM im Nächsten zu dienen.