Archiv für Christus

Schreiben des Großmeisters zum 1. Jahrestag der PCCTSH

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Historie, Kontempltives, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Oktober 13, 2010 by Bruder Berthold

 

Schreiben des Großmeisters der PCCTSH

Bruder Berthold Möller

zum ersten Jahrestag ihrer Gründung

(13. Oktober 2009)

 

Meine lieben Freunde und Interessenten,

liebe Schwestern und Brüder,

 

eigentlich erhaltet Ihr – außer den Tagesgebeten – nur zu ganz bestimmten Anlässen oder zu Feiertagen ein Schreiben von mir. Der Anlass dieses Schreibens ist ein äußerst erfreulicher: Die Arme Ritterschaft Christi /Pauperes commilitones Christi feiert heute – am 13. Oktober – ihren ersten Jahrestag – und dazu möchte ich Euch und uns allen von Herzen beglückwünschen.

Schon etliche Monate vor dem Oktober 2009 begannen die Aktivitäten unseres Ordens, und wie bei den meisten von Euch war das Mittelalter und die Ritterschaft im Allgemeinen der größte Stein, der den Orden zum Rollen brachte.

Was aber IST es, das solch eine Faszination auf die Menschen ausübt? Was IST es, das das Interesse der Menschen so unvergleichlich anzieht? Die Menschen des Mittelalters waren zu denen im heutigen 21. Jahrhundert alles andere als beneidenswert. Sie konnten nicht lesen, nicht schreiben, kannten nicht die hygienischen und medizinischen Vorteile, hatten keinen ausgewogenen Speiseplan, … Und doch waren sie uns um einiges voraus: Sie hatten Werte. Und sie hatten einen Glauben.

Sie hatten ein felsenfestes Gottvertrauen, der ihren kompletten Alltag bestimmte. Sie wussten sehr wohl zu unterscheiden, was des Kaisers und was Gottes ist. Ihr kompletter Jahresablauf, ihr Arbeiten, ihre familiären Begebenheiten, drehte sich ausschließlich um den Kirchen- und Heiligenkalender.

Und heute?

Wir haben uns all‘ des vermeintlichen Ballastes entledigt, wir sind „aufgeklärt“, wir sind „mündige Bürger“ – und auch noch stolz drauf. Hoch erhobenen Hauptes wandeln wir umher wissend, dass alle paar Minuten unerwünschte Kinder im Mutterleib getötet werden – Hauptsache wir konnten unserer sexuellen Lust nach gehen.

Hoch erhobenen Hauptes sehen wir hungernde Kinder am Straßenrand sitzen, deren Eltern ihren Beruf verloren haben, weil sie dem wirtschaftlichen Streben nach Gewinnzuwachs zum Opfer gefallen sind – Hauptsache, wir dürfen uns zu den reichsten Nationen der Welt zählen.

Hoch erhobenen Hauptes ignorieren wir sie Alten und Gebrechlichen unserer Gesellschaft, die aufs Abstellgleis gestellt wurden, weil sie uns in unserer Ellbogengesellschaft nur im Wege sind. Hauptsache, wir haben noch viele Jahre Zeit, bis dass uns UNSERE Kinder ausstoßen … und vergessen.

Nein! Wir sind nicht Ritter des altehrwürdigen Tempelritterordens geworden, um hoch erhobenen Hauptes daher zu schreiten. Wir sind Ritter, auf dass die ALTEN ihr Haupt erheben können, weil man ihnen wieder ihre Würde zurück gegeben hat. Und auch wer hungert, sieht keinen Anlass, sein Haupt zu erheben. Und alle Kinder sollen stolz ihr Haupt erheben dürfen, weil sie von ihrem Vater, ihrer Mutter, ihren Geschwistern und allen Verwandten geliebt werden – als Geschenk des himmlischen Vaters.

Wir sind aber auch Ritter eines Ordens, um – der Jahrtausende alten Tradition folgend – DEM die Ihm gebührende Ehre zu erweisen, Der Himmel und Erde erschaffen, Der uns den Geist gesandt, und Der durch die Jungfrau Maria geboren wurde, um uns (in Menschengestalt) zu wahrhaft freien, mündigen Bürgern zu machen, indem Er sich am Holz des Kreuzes dem Vater hingegeben hat: Gott, der Dreifaltig Eine. Was nützt uns all unser Handeln, was nützt uns all unser Tun für den Nächsten, wenn wir uns nicht dessen bewusst sind, Der uns Ge-rufen, der uns BE-rufen, der uns beauftragt hat, das Kreuz auf uns zu nehmen und – ohne Bedingungen – IHM zu folgen … ohne Fragen zu stellen, ohne Hintergedanken zu haben, ohne auch nur das Geringste als Gegenleistung zu Fordern. Denn wir sind uns bewusst, dass wir SEINE Kinder sind, also haben wir alles, was wir brauchen, nämlich die Liebe Gottes, die unbeschreiblich, die unendlich und die bedingungslos ist.

Dessen eingedenk, dürfen wir unser Haupt erheben, wissen wir um des Beistandes des himmlischen Hofes in unserem täglichen Kampf gegen Unmenschlichkeit, gegen Ungerechtigkeit und gegen Hass, Zwietracht und Neid. Wir dürfen unser Haupt erheben, dessen eingedenk, der am heutigen 13. Oktober vor 703 Jahren mit all seinen Brüdern verfolgt , verhaftet und später dem größten Justizverbrechen der Geschichte zum Opfer fiel: Jacques de Molay.

Halten wir am heutigen Festtag unseres Ordens einen Moment inne, um ihm und all unseren verehrten Brüdern, die uns in Mut, Tapferkeit und Standfestigkeit vorausgegangen sind, beten wir für SIE, beten wir für uns … und beten wir für all jene, die sich von Gott entfernt haben und die damit dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft eine weitaus bedauernswertere ist als die Gesellschaft, mit der wir uns in Mittelalter-Büchern und in der Geschichte der (Kreuz-)Ritter mit Leidenschaft beschäftigen. Halten wir aber auch einen Moment inne, um uns selbst zu erforschen, die wir Ritter der Armen Ritterschaft SIND, und die sich anschicken, ehrenwerte Ritter und ehrenwerte Damen der Armen Ritterschaft Christi zu werden. Sind wir der Nachfolge Jacques de Molays und all seiner Ritter würdig? Wissen wir um die Bedeutung und die Auswirkung des blutroten Kreuzes, welches wir auf unserem weißen Mantel tragen. Wissen wir um der Verantwortung, die wir mit dem Ritterschlag, mit der Investitur auf uns nehmen?

Kniend empfangen wir den Ritterschlag – nicht erhobenen Hauptes.

In tiefer Demut begegnen wir unserer Schwester und unserem Bruder – nicht hoch erhobenen Hauptes.

In Demut und Bescheidenheit begegnen wir den Alten, den Kindern, den Hungernden, den Obdachlosen, den Trauernden, den Arbeitssuchenden, … – nicht hoch erhobenen Hauptes.

Wir erheben unser Haupt nur, wenn es darum geht, die Ehre DESSEN mit allen möglichen Mitteln zu verteidigen, auf dessen Namen wir getauft sind: Jesus Christus.

ER, meine lieben Freunde, liebe Schwestern, liebe Brüder, segne Euch ganz besonders am heutigen ersten Jahrestag unseres Ordens ER begleite und beschütze uns und unseren Orden, ER sei es, dem alle Ehre zukommen möge, so wie es am Anfang aller Zeiten war, so wie es auch am Ende aller Zeiten sein wird.

In Demut grüßt Euch in aller Brüderlichkeit

NNDNN

+++ Berthold

Wahre Christen?

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , on Juni 19, 2010 by grafvonroit

Das Wort zum Sonntag

20.Juni 2010

«Gott hat uns im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben.» Römer 8,29

* * *

Wo sind die wahren Christen?

Heute möchte ich einmal das Wort zum Sonntag an die Christen richten, da mich einige Artikel in den Tageszeitungen sehr bewegten und teilweise auch erschütterten.

Mir drängte sich dabei die Frage auf: „Sind wir noch wahre Christen, im Denken und Handeln?“

* Da ist eine Kassiererin, die über dreißig Jahre treu ihrem Arbeitgeber diente und wegen 2 Leergutbons, die sie einlöste, fristlos entlassen wurde. Wert der Bons 1,30 Euro.

* ist ein Bäcker, der sich sein gekauftes Brötchen mit einer firmeneigenen Paste bestrich. Laut Landesarbeitsgericht betrug der Wert gerade mal unter 10 Cent.

* Oder die Altenpflegerin, die sich nach der Essensausgabe 4 Maultaschen nahm, die übriggeblieben waren und danach „entsorgt“ in den Abfall gelandet wären. Auch sie wurde fristlos entlassen. Lieber wirft man etwas weg, ohne teilen zu müssen.

* Und zu guter Letzt die Sekretärin, die sich zwei halbe Brötchen und eine Frikadelle nahm, „obwohl es nicht für sie“ gerichtet war, so die Aussage ihres Arbeitgebers. Auch sie wurde nach langjähriger Tätigkeit fristlos entlassen.

Wo sind denn nun die „wahren Christen?“

Dies sind nur vier von etlichen Fällen, die jedoch schon für sich aufzeigen, wie unser Denken und Handeln ausgerichtet ist. Sicherlich jedoch nicht im „christlichen“ Sinne.

Wenn ich dann noch auf der gleichen Seite lesen muss, dass Konzerne und Manager Summen in Millionenhöhe veruntreuen und auch sichere Arbeitsplätze zum Broterwerb gefährden, jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen werden, dann stellt sich mir doch ernsthaft die Frage: „Wo sind die wahren Christen?“

Einige wahre Christen durfte ich in meiner Jugend kennenlernen. Man kannte sich nicht und doch teilten sie mit einem das Mittagessen und andere Dinge, obwohl wir uns alle fremd waren. Dort habe ich ohne viele Worte die christliche Nächstenliebe kennenlernen dürfen und diese Begebenheit beeindruckt mich auch heute noch sehr stark. Diese Nächstenliebe war im ganzen Haus fast greifbar zu spüren.

Gehen wir einmal zurück in die Zeit von Jesus Christus.

Eine Frau berührte den Saum des Kleides Jesus, als dieser predigte. Er aber sagte. Etwas hat mich berührt. Er spürte, dass ein wenig von

seiner göttlichen Kraft genommen wurde. Hat er diese Frau daraufhin entlassen oder vertrieben. Nein ….. er sagte nur: “Etwas hat mich berührt“. Und diese Kraft, liebe Schwestern und Brüder, ist wesentlich mehr wert als nur vier Maultaschen oder eine Frikadelle. Oder die Millionengewinne der Konzerne oder Manager.

Jesus heilte die Menschen ohne zu feilschen oder zu schachern. Er gab stets aus vollen Händen und mit ganzem Herzen der Nächstenliebe, ohne etwas dafür zu verlangen (in materiellem Sinne). Das einzige, was er von den Menschen erbat, war „Gehe hin und sündige nicht mehr“

In diesem einen Satz liegt die größte Heilswahrheit für uns alle. Und dieser eine bemerkenswerte Satz, kann uns – sofern er beherzigt und verinnerlicht wird – wieder zu wahren Christen machen, die aus vollem Herzen bereit sind mit ihren Schwestern und Brüdern auf der ganzen Welt zu teilen.

„GEBEN IST SELIGER DENN NEHMEN“

Christ zu sein bedeutet nicht, nur nach dem Mund oder dem Papier Christ-zu-sein, sondern im Herzen, in der Seele und dem Geist.

In diesem -christlichen- Sinne wünsche ich allen Schwestern und Brüdern auf der ganzen Welt einen gesegneten Sonntag

sowie einen christlichen Start in die neue Woche.

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Hamburg

1. Generalkonvent in Marsberg

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , on Januar 10, 2010 by armeritterschaftaachen

Weiß …

… genau: weiß ist die Überschrift, die mir einfällt, wenn ich einen Bericht über den ersten Generalkonvent verfassen soll … weiß!

Nicht nur ganz Marsberg war unter einer dicken Decke Schnee eingehüllt, ganz Deutschland stöhnte unter dem Tief „Daisy“, die aber im Endeffekt doch nicht GANZ so fürchterlich daherkam wie gemeldet … und alle Teilnehmer des Konventes sind wohlbehalten im verträumten und verschneiten Marsberg angekommen, wo sie der Großprior Berthold Möller mit seiner Frau Iris am Hotel“ Stadt Marsberg“ warm und herzlich willkommen hieß.

Wie herrlich weiß sah Marsberg aus dem Hotelfenster aus, während man sich drinnen gemütlich am ersten Abend zu hervorragendem Essen und einem leckeren Glas Wein zusammen setzte. Der ganze Frühstücksraum des Hotels gehörte in diesen drei Tagen dem Orden, was die tugendhaften Knappen und Ritter dadurch honorierten, dass sie alle Stunde mal einen anderen Tisch in Beschlag nahmen.

Nach dem Frühstück am Samstag Morgen tagte – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – der Generalkonvent, dessen Leitung selbstverständlich der Großprior souverän meisterte. Die Regel und die Satzung – auf herrlich weißem Papier – wurden vom Konvent einstimming genehmigt. Eine Änderung wird es an der Organisation der Komtureien geben, aber davon wird im nächsten Artikel berichtet werden.

Weiß – nichts als weiß … Was anderes sah man nicht, als man zum Nachmittag des Samstag nach Marsberg zog, um Kloster Bredelar zu besichtigen, wo ein sehr sympathischer, kompetenter und vor allem sehr engagierter Führer die erlauchte Gruppe begrüßte. Das 1170 als Prämontratenserinnen-Kloster gegründete Bredelar, welches im Jahre 1196 in ein Zisterzienserkloser umgewandelt wurde, zeigt uns heute – verursacht durch etliche Brände – von ihrer barockisierten Seite. Durch die Säkularisierung im Jahre 1803 mußten Anfang des darauf folgenden Jahres die Mönche das Kloster verlassen; ein Schicksal, das sie sich mit vielen Ordensbrüdern in Mitteleuropa teilen mussten …

Bevor das Kloster nach über 20 Jahren ganz dem Verfall anheim gefallen war, kaufte es ein Industrieller (Theodor Ulrich) und machte aus dem großen Kloster eine Eisenhütte, und im Jahre 1953 wüteten 9 Terrazzo-Mahlanlagen und hinterließen ganz deutliche und recht unschöne Spuren in den ehemals heiligen Hallen. Mit der Jahrtausendwende nahm sich dann endlich ein Förderverein des alten Gemäuers an, das liebevoll sowohl außen als auch von innen wieder hergerichtet wurde, um zukünftig als Tagungs- und Begegnungsstätte der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stehen.

Nach dem kulturellen Hochgenuß zog die Schar der Armen Ritterschaft Christi zum Italiener um die Ecke, um den Abend bei Pizza und Salat „Quaddro Stagioni“, bei Chianti, Lambrusco und Pinot Grigio würdevoll zu beginnen, der seinen krönenden Abschluss im Marsberger „Pinkepank“ finden sollte. Weiß – hier haben wir wieder den roten Faden – weiß waren die Fellbezüge über den Sesseln und Stühlen in dieser mittelalterlichen Kneipe, das weit und breit seinesgleichen sucht. Vom Met über „Odin“ bis hin zur mittelalterlichen Musik und Dekoration, vom wärmenden Holzofen bis hin zum Urgestein von Wirt. Wer im Hochsauerland ist, soll nach dem „Pinkepank“ fragen …

Weiß … das ist das Stichwort, das einem einfällt, wenn man an „Taufe“ denkt. Wasser und weiße Kleidung bedeutet Reinheit, Unschuld und Unversehrtheit. „Taufe des Herrn“ feierte die Kirche am dritten und wichtigsten Tage des Generalkonventes. Die Predigt des Probstes Schröer in der Propsteikirche St. Magnus in Marsberg sollte interessanter werden als sich die zur feierlichen Investitur vorgesehenen  Ordensbrüder hätten vorstellen können, denn sie wurden an ihre eigene Taufe erinnert, durch die sie nicht nur gnadenreiche Aufnahme in den Kreis der Christen gefunden haben, sondern jeder einzeln ausgewählt wurde von Christus selbst. Wir haben nicht nur seinen Namen bekommen – ein Name, vor dem jedes Haupt sich ihn Ehrfurcht verneigt – wir sind seine Söhne und seine Töchter geworden. Das die Taufe von daher keine Privatangelegenheit sei, sondern eine Sache, die die ganze Gemeinde betrifft, hob der hochwürdige Probst deutlich hervor. Genau so deutlich waren aber auch seine Worte, als er konstatierte, dass jeder Einzelne von uns durch die Taufe und durch die Firmung Verantwortung übernommen hätten und somit auch für das Christ-Sein einstehen müssen. Die Firmung ist die Vollendung der Taufe, denn sie verleiht uns die Kraft und die Unterstützung des Heiligen Geistes, ein Streiter, ein Kämpfer, ein Ritter für Christus und für die Mit-Chrsiten zu werden.

Mit der Taufe Jesu Christi durch Johannes des Täufers hat Gott Vater für alle sicht- und hörbar kundgetan: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich wohlgefallen habe“. Durch unsere Taufe ist uns allen das gleiche widerfahren: Wir sind SEINE Söhne und wir sin SEINE Töchter – der Herr hat an uns Sein Wohlgefallen, also ist es nur folgerichtig, dass wir uns kleiden mit dem weißen Umhang, um öffentlich Zeugnis FÜR IHN abzulegen – als Ritter der Armen Ritterschaft Christi …

Beeindruckt von diesen Worten schritten zwei Kandidaten nach vorne, um sich vor den Ordensmeister Berthold Möller hinzuknien und sichtlich gerührt ihr Gelübde vor Gott und den anwesenden Zeugen abzulegen. Hans Georg Pesch und Heinrich Hoffmann gelobten mit klaren und deutlichen Stimmen, dem Orden in christlicher Weise zu dienen, nach Gottes Geboten zu leben und für Brüderlichkeit und Nächstenliebe einzutreten. Sie gelobten, stets die Wahrheit zu sagen, das Recht zu wahren, die Schwachen zu beschützen, allen gegenüber höflich, freimütig und großherzig zu sein. Das Gelübde beinhaltete aber auch, nie im Kampf vor einem Feind zu fliehen und stets das Böse zu bekämpfen. Dem Orden gegenüber gelobten sie Treue und Gehorsam.

Der Höhepunkt in diesen beeindruckenden Augenblicken war, dass jeder der drei Kandidaten einzeln zum Ordensmeister hinschritten, um sich kniend den lange ersehnten und erwünschten Ritterschlag geben zu lassen, der im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes geschah. Gibt es ein schöneres Bild, als wenn sich ein gestandener Ritter vor Gott und seinem Lehnsherrn hin kniet? Er erniedrigt sich selbst, um erhöht zu werden, denn „wer sich selbst erhöht – wird erniedrigt werden!“ … Das Kreuz und der weiße Mantel, welches in diesem Augenblick vielleicht an das Taufkleid erinnern sollte, bildete mit der Unterzeichnung der Profess-Urkunde seinen Abschluss.

Vielleicht war den Kandidaten der Sinn, die Bedeutung und die Erhabenheit dieses Momentes noch nicht so ganz bewußt, als sie sich wieder draußen in der schneeweißen Marsberger Landschaft trafen, das muss sich erst noch setzen. Sie sind nunmehr richtige Ritter, gerufen, um IHM im Nächsten zu dienen. Christus sei ihr erster Gedanke, Christus sei ihr letzter Gedanke. Christus sei tief in ihrem Innern, so wie Christus auch auf ihren weißen Mänteln durch das blutrote Kreuz für alle Welt sichtbar symbolisiert wird.

Möge sich Hans Georg Pesch und Heinrich Hoffmann SEINER für würdig erweisen, die sie SEINEN Namen seit der Stunde ihrer Taufe tragen dürfen: Jesus Christus.

„… das habt Ihr MIR getan.“

Posted in Arme Ritter Christi, Kontempltives with tags , , , , , , on November 21, 2009 by armeritterschaftaachen

Vom Weltgericht

(Mt 25,31-46)


Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.

Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? oder nackt und haben dich gekleidet? Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht.

Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.

Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.