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Reichtum, Erfolg, Liebe

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , on Juni 27, 2010 by grafvonroit

1 Korinther 13, 1-13: Das Hohelied der Liebe

Das Wort zum Sonntag 27.06.2010

Liebe Schwestern und Brüder,

was hättet ihr gewählt, wenn euch drei Wünsche erfüllt werden würden? Menschen neigen dazu, viele Wünsche zu haben, die sie am liebsten sofort erfüllt haben möchten.

Meist handelt es sich um ganz triviale Dinge, die man sich wünscht, und wenn diese erfüllt worden sind, geht es auch schon zum nächsten Wunsch … und so geht es immer weiter und weiter und man wird unersättlicher und gieriger.

Es mag auch Menschen geben, die viele Wünsche auf einmal realisiert haben möchten. Doch ein altes Sprichwort sagt: „Wer vielen Hasen nachjagt, fängt keinen“.

Leider vergessen wir Menschen oft im Streben nach Reichtum und Erfolg die Liebe. Was aber nützt uns aller Reichtum dieser Welt, wenn wir das wertvollste in uns selbst vergessen, die Liebe.

Aus diesem Grunde möchte ich euch wieder eine Geschichte erzählen, die in der heutigen Zeit mehr denn je für uns Menschen wichtig erscheint und zugleich ein treffendes Wort zum Sonntag sei.

Es ist die Geschichte

VON DER LIEBE, DEM ERFOLG UND DEM REICHTUM

Eine Frau sah im Vorgarten ihres Hauses 3 alte Männer mit langen weißen Bärten. Sie kannte sie nicht, aber fragte sie, ob sie hungrig seien und ob sie nicht ins Haus kommen und etwas essen möchten.

„Ist der Hausherr zuhause?“ fragten sie.
„Nein“, antwortete sie.
„Dann können wir nicht reinkommen“, sagten sie.

Als der Mann am Abend nachhause kam, erzählte die Frau ihm von den drei Männern. „Sag ihnen, sie sollen hereinkommen“, sagte der Mann.

Die Frau ging raus und lud die Männer ein.
„Wir gehen nie zusammen in ein Haus“, antworteten sie.
„Warum denn nicht?“, fragte die Frau.

Einer der Männer erklärte: „Sein Name ist Reichtum“ und deutete dabei auf einen von ihnen. Er deutete auf den anderen und sagte „Sein Name ist Erfolg und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt.

Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte, was der Mann gesagt hatte. Ihr Mann war hocherfreut und sagte: „Toll, lass uns den Reichtum einladen“.

Seine Frau sagte: „Nein mein Schatz. Lass uns den Erfolg einladen.“
Ihre Tochter aber sagte: „Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen“?

„Sie hat Recht“, sagte der Mann.
„Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein“.

Die Frau ging raus und fragte die drei alten Männer: „Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser Gast“.

Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.
Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg: „Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum wollt ihr auch mitkommen?“

Die alten Männer antworteten im Chor: „Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen hätten, wären die beiden anderen draußen geblieben. Da Sie aber Liebe eingeladen haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe geht.

Euch allen, liebe Schwestern und Brüdern,

einen schönen und erholsamen Sonntag

NNDNN

+ F Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Hamburg


Wahre Christen?

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , on Juni 19, 2010 by grafvonroit

Das Wort zum Sonntag

20.Juni 2010

«Gott hat uns im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben.» Römer 8,29

* * *

Wo sind die wahren Christen?

Heute möchte ich einmal das Wort zum Sonntag an die Christen richten, da mich einige Artikel in den Tageszeitungen sehr bewegten und teilweise auch erschütterten.

Mir drängte sich dabei die Frage auf: „Sind wir noch wahre Christen, im Denken und Handeln?“

* Da ist eine Kassiererin, die über dreißig Jahre treu ihrem Arbeitgeber diente und wegen 2 Leergutbons, die sie einlöste, fristlos entlassen wurde. Wert der Bons 1,30 Euro.

* ist ein Bäcker, der sich sein gekauftes Brötchen mit einer firmeneigenen Paste bestrich. Laut Landesarbeitsgericht betrug der Wert gerade mal unter 10 Cent.

* Oder die Altenpflegerin, die sich nach der Essensausgabe 4 Maultaschen nahm, die übriggeblieben waren und danach „entsorgt“ in den Abfall gelandet wären. Auch sie wurde fristlos entlassen. Lieber wirft man etwas weg, ohne teilen zu müssen.

* Und zu guter Letzt die Sekretärin, die sich zwei halbe Brötchen und eine Frikadelle nahm, „obwohl es nicht für sie“ gerichtet war, so die Aussage ihres Arbeitgebers. Auch sie wurde nach langjähriger Tätigkeit fristlos entlassen.

Wo sind denn nun die „wahren Christen?“

Dies sind nur vier von etlichen Fällen, die jedoch schon für sich aufzeigen, wie unser Denken und Handeln ausgerichtet ist. Sicherlich jedoch nicht im „christlichen“ Sinne.

Wenn ich dann noch auf der gleichen Seite lesen muss, dass Konzerne und Manager Summen in Millionenhöhe veruntreuen und auch sichere Arbeitsplätze zum Broterwerb gefährden, jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen werden, dann stellt sich mir doch ernsthaft die Frage: „Wo sind die wahren Christen?“

Einige wahre Christen durfte ich in meiner Jugend kennenlernen. Man kannte sich nicht und doch teilten sie mit einem das Mittagessen und andere Dinge, obwohl wir uns alle fremd waren. Dort habe ich ohne viele Worte die christliche Nächstenliebe kennenlernen dürfen und diese Begebenheit beeindruckt mich auch heute noch sehr stark. Diese Nächstenliebe war im ganzen Haus fast greifbar zu spüren.

Gehen wir einmal zurück in die Zeit von Jesus Christus.

Eine Frau berührte den Saum des Kleides Jesus, als dieser predigte. Er aber sagte. Etwas hat mich berührt. Er spürte, dass ein wenig von

seiner göttlichen Kraft genommen wurde. Hat er diese Frau daraufhin entlassen oder vertrieben. Nein ….. er sagte nur: “Etwas hat mich berührt“. Und diese Kraft, liebe Schwestern und Brüder, ist wesentlich mehr wert als nur vier Maultaschen oder eine Frikadelle. Oder die Millionengewinne der Konzerne oder Manager.

Jesus heilte die Menschen ohne zu feilschen oder zu schachern. Er gab stets aus vollen Händen und mit ganzem Herzen der Nächstenliebe, ohne etwas dafür zu verlangen (in materiellem Sinne). Das einzige, was er von den Menschen erbat, war „Gehe hin und sündige nicht mehr“

In diesem einen Satz liegt die größte Heilswahrheit für uns alle. Und dieser eine bemerkenswerte Satz, kann uns – sofern er beherzigt und verinnerlicht wird – wieder zu wahren Christen machen, die aus vollem Herzen bereit sind mit ihren Schwestern und Brüdern auf der ganzen Welt zu teilen.

„GEBEN IST SELIGER DENN NEHMEN“

Christ zu sein bedeutet nicht, nur nach dem Mund oder dem Papier Christ-zu-sein, sondern im Herzen, in der Seele und dem Geist.

In diesem -christlichen- Sinne wünsche ich allen Schwestern und Brüdern auf der ganzen Welt einen gesegneten Sonntag

sowie einen christlichen Start in die neue Woche.

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Hamburg