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Zum 13. Oktober

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, NEWS, Pressemitteilung, Templerorden, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Oktober 13, 2011 by Bruder Berthold

Worte des Großmeisters des OPMC

zum 13. Oktober (2011)

Meine lieben Schwestern und Brüder in Christo,

liebe Freunde und Interessenten

des Ordens der Armen Ritter Christi und der Gabriel-Gesellschaft,

wir begehen heute wieder einmal einen denkwürdigen Tag, an dem ich die große Freude habe, einige Worte direkt an jeden von Euch persönlich zu richten.

Nicht Trauer soll uns diesen Tag begleiten, sondern Stolz und Ermutigung!

Heute ist der 13. Oktober, der für unseren Orden wichtigste Tag, gedenken wir all unserer armen, treuen und standhaften Vorfahren, die mit diesem historisch wichtigen Datum des Jahres 1307 Opfer von Intrige, Missgunst, Habsucht und Hass wurden. Unser Orden feiert aber heute auch den 2. Jahrestag seines Bestehens – heute ist also unser 2. Geburtstag, und ich möchte Euch, ich möchte uns allen, liebe Brüder und Schwestern, meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermitteln.

Der 13. Oktober 1307, der der Geschichte der Menschheit den Aberglauben vom „Schwarzen Freitag“ und von der „13“ als Unglückszahl beschert hat. Mit dem „13. Oktober“ und vor allem mit dem Tod des Großmeisters Jacques de Molay knapp sieben Jahre später begann überhaupt die Zeit, in der der hochehrwürdige Tempelritter-Orden nur noch im Lichte des Aberglaubens und des Okkulten betrachtet wurde. Alles Mögliche wurde und wird heute noch den „Templern“ angedichtet, und es wird unbeschreiblich  schwer, die Welt von unseren hehren Absichten zu überzeugen.

WEN interessiert es denn, dass der Tempelritter-Orden und alle Angehörigen dieses hochehrwürdigen Ordens noch von seinen Anklägern (Papst Clemens V.) von allen seinen Anschuldigungen im Chinon-Dokument freigesprochen wurden? WEN interessiert es denn überhaupt, dass alle Bücher und Filme, die sich um die „sagenhaften Templer“ drehen, nichts als Fiktion sind? WEN interessiert es denn tatsächlich, dass diverse Vereinigungen, die sich als Symbol ein Templer-Kreuz zulegen und die sich mit Mythen, Märchen und Sagen des Mittelalters beschäftigen, mit dem Tempelritterorden absolut nichts gemein haben?

Niemanden interessiert es, und von daher haben wir einen furchtbar schweren Stand in der Gesellschaft, weil immer wieder gefragt wird, wie es denn sein kann, dass wir Nachfahren von Rittern sein können, die es seit 700 Jahren gar nicht mehr gibt und die nie rehabilitiert wurden.

Liebe Schwestern und Brüder, dadurch, dass wir eine solch schwere Ausgangsposition haben, dadurch, dass wir uns in einem Orden zusammen gefunden haben, der nicht über 9 Jahrhunderte von Kirche und Gesellschaft bevorzugt wurde, erkennen wir mit unserem Orden eine unvergleichliche Chance, unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen gemeinsam mit unserem Primas, dem hochwürdigsten Herrn Erzbischof Muhammad Schmidt zu erkennen und zu leben. Die Güte und die Vorsehung des Allweisen Herrschers des Himmels und der Erde hat Seine Eminenz zu uns geführt, und ich erlaube mir, auch zu unserem heutigen Festtag, ihn als unser geistliches Oberhaupt in unserer Mitte willkommen zu heißen – ihn um Sein Gebet für unseren Orden und für jedes einzelne unserer Brüder und Schwestern zu bitten, so wie auch wir Seine Eminenz, den hochwürdigsten Herrn Primas Msgr. Schmidt immer in unser Gebet einschließen.

Mit dem Begriff „Gebet“ leite ich meine Gedanken an einen unserer Grundpfeiler unserer Ordensgemeinschaft, gehört das Beten gemeinsam MIT dem Arbeiten zu den Grundfesten der benediktinischen Regel. Mit dem Begriff „Gebet“ möchte ich Eure Aufmerksamkeit, liebe Schwestern und Brüder, auf all unsere Schwestern und Brüder lenken, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Was wären wir für Christen, was wären wir für Ritter, was wir für ORDENS-Ritter, die sich mit Stolz und vielleicht sogar überheblich mit dem Symbol des Todes, des Lebens und der Auferstehung Jesu Christi schmücken, und uns lassen all die Nachrichten von Tod und Vernichtung unserer Glaubensbrüder im Irak, in Vietnam, in Indien, in Ägypten kalt. Beten wir, zeigen wir Solidarität, geben wir ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht, die eben nur in unserem Herrn und Erlöser gefunden werden kann. „Selig, die um meines Namens Willen verfolgt werden, denn IHRER ist das Himmelreich!“

Wir müssen uns aber auch Folgendes vor Augen führen: Wir sind in Europa an einem Punkt angekommen, wo unsere Gesellschaft selbst an der Schwelle steht, Christen zu verfolgen, weil sie den Anspruch erheben, IN Christus Jesus die Wahrheit zu haben. Und weil Christen, weil WIR Wahrheit ER-kennen und BE-kennen, können und dürfen wir Christen nicht schweigen, wenn wir das offensichtliche Unrecht erkennen. IN Christus versuchen wir die Wahrheit von der Unwahrheit, das Recht von Unrecht, (soziale) Gerechtigkeit von Ungerechtigkeit zu unterscheiden, schenkt uns der Heilige Geist die Gabe der Unterscheidung. Doch schauen wir uns umher, in unserer Nachbarschaft, in unserer Stadt, in unserer ganzen Gesellschaft. Wo herrscht noch Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit, wenn sie nicht mehr aus Christus kommt, weil man ihn von seinem Thron gestürzt hat? Es liegt an UNS vom Orden der Armen Ritter Christi und der Gabriel-Gesellschaft – jeder mit dem ihm von Gott gegebenen Talenten, Ihm, unserem Herrn und Gott, wieder seinem rechtmäßigen Platz zuzuführen, denn – das werdet Ihr verstehen und nachvollziehen können: Wenn Christus aus dem Blickfeld und aus dem Gedächtnis der Menschen ausgelöscht worden sein wird, haben auch WIR vom Ritterorden der Armen Ritter Christi unsere Daseinsberechtigung verloren, weil wir nämlich IN und MIT seinem Heiligsten Namen wirken, zum Wohle des Nächsten.

Die „13“, meine lieben Schwestern und Brüder (um noch einmal auf unseren Festtag hinzuweisen), ist keine Unglückszahl – und mit Aberglauben und Unglauben, mit Esoterik und Okkultem haben wir ohnehin nicht das Geringste zu tun. Die „13“ ist für unsere Vorfahren der Anfang vom Ende gewesen, aber nicht Trauer oder Verzagtheit soll unseren heutigen Festtag begleiten, sondern Stolz und Ermutigung für uns – im 21. Jahrhundert – die im 13. Oktober einen neuen Anfang ergreifen in Bescheidenheit und Demut, ein Anfang in der Nachfolge Jesu und in der Tradition unserer ehrenhaften, treuen und tapferen Vorfahren, denen es nie in den Sinn gekommen wäre, den Namen des Herrn zu verunehren, die Frohbotschaft zu leugnen oder zu relativieren, Jesus Christus als ihren Herrn und König abzulehnen.

Wir wissen nicht, wie weit die Entwicklungen der kommenden Monate und Jahre gehen werden, aber ich rufe Euch HEUTE schon zu: Seid standhaft, meine Schwestern und Brüder, seid treu zum Kreuz, das Eure Brust schmückt oder eines Tages, wenn Ihr zum Ritter geschlagen werdet, schmücken wird. Euer ritterliches Leben sei ein einziges Bekenntnis zu Christus, der uns die Freiheit gebracht hat, der uns die Wahrheit und den Weg gezeigt hat. Und selbst WENN unser Herr und König es zulassen sollte, dass auch im einstmals christlichen Europa Menschen um ihres Glaubens Willen verfolgt und getötet werden, dann dürfen wir keinen Augenblick zögern, unsere wahre Berufung als Ordensritter und –Dame zu erkennen und unsere wahre Verantwortung für unsere Mitmenschen zu übernehmen, zur Ehre dessen, dem wir all unser Handeln und Denken aufopfern, auf dass nicht uns, sondern alleine IHM alle Ehre zuteil werde, gemäß unserem Motto, welches an unserem heutigen Festtag ununterbrochen auf unseren Lippen sein soll – im Gedenken an unsere treuen, tapferen und mutigen Vorfahren, Großmeister Jacques deMolay eingeschlossen.

Non nobis, Domine, non nobis, sed nomine tuo da gloriam!

Euer

Fr. Berthold Möller

Großmeister OPMC
Großmeister-General Gabriel-Gesellschaft
Vorsitzender der Gabriel-Stiftung
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Ich träumte …

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on September 25, 2010 by grafvonroit

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Das Wort zum Sonntag

26.09.2010


Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitglieder und Interessenten,

Das heutige Wort zum Sonntag möchte ich einmal ganz anders als gewohnt beginnen, denn ich träumte.

Es mag für einige von uns und/oder unseren Mitmenschen sehr ungewohnt aus meiner Feder sein, solch ein Wort zu veröffentlichen, aber ich denke auch diese Worte sollten uns wieder einmal in Gedächtnis gerufen werden , denn sie haben von ihrer Aktualität bis heute nichts verloren.

Jeder mag für sich selbst bestimmen, inwieweit er dieses Wort zum Sonntag für sich interpretieren und beherzigen möchte.


Ich träumte
von einem Gespräch mit Gott.

Ich schaute zu den gewaltigen Bergen auf
und erkannte darin seine Genialität.
Ich erlebte die unglaubliche Schönheit eines Sonnenuntergangs
und dachte darüber nach, wie Gott wohl sein müsste.
Ich hatte eine wichtige Frage, die ich stellen wollte.
Ich wandte mich ihm zu,
aber ich konnte Gott nicht sehen,
weil er in einem Licht wohnt, dem sich niemand nähern kann.
So schrie ich es hinaus:
Warum gibt es Leid und Tod?
Er antwortete mir durch sein Wort.
„Durch einen einzigen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen
und als Folge davon der Tod. Weil nun alle Menschen gesündigt haben,
sind sie alle dem Tod ausgeliefert.“
Dann sagte er: „Wer sündigt, muss sterben.“
Ich fragte ihn, was Sünde sei, und er antwortete:
„Sünde ist Übertretung des Gesetzes.“
Dann verkündete er deutlich sein Gesetz:
„Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren.
Fertige dir keine Götzenstatue an.
Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen.
Achte den Sabbat als einen Tag, der mir allein geweiht ist.
Ehre deinen Vater und deine Mutter.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht die Ehe brechen.
Du sollst nicht stehlen.
Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen.
Begehre nicht, was deinem Mitmenschen gehört.“
Dann sah ich die Worte Jesu:
„Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht,
der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen.“
„Furchtbar aber wird es denen ergehen, die mich feige verleugnen
und mir den Rücken gekehrt haben, den Mördern und denen, die sexuell zügellos leben,
allen, die Zauberei treiben und anderen Göttern nachlaufen, den Lügnern und Betrügern.
Sie alle werden in den See aus brennendem Schwefel geworfen.
Das ist der zweite, der ewige Tod.“
Plötzlich wurde mir klar, dass ich Gottes Gesetz viele Male gebrochen hatte
und am Tag des Gerichts zur Hölle verdammt werden würde.
Nicht nur, dass Gott jede meiner Sünden gesehen hatte,
auch mein eigenes Gewissen verdammte mich.
Als ich Gott fragte, was ich tun soll, sagte er:
„Ich habe meinen Sohn nicht gesandt, um zu verdammen…“
Da verstand ich, dass Gott mich so sehr liebt,
dass er Vergebung für mich möglich gemacht hat: Jesus litt und starb für mich.
Er nahm meine Strafe auf sich:
„Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt,
sondern er hat uns seine Liebe geschenkt.
Er gab uns seinen Sohn, der alle Schuld auf sich nahm,
um uns von unserer Schuld freizusprechen.“
Wir haben Gottes Gesetz, die Zehn Gebote, übertreten,
aber Jesus hat unsere Strafe vollkommen bezahlt.
„Schon damals, als wir noch hilflos der Sünde ausgeliefert waren,
ist Christus zur rechten Zeit für uns gottlose Menschen gestorben.“
Durch seine Auferstehung besiegte er den Tod.
Plötzlich erwachte ich aus meinem Traum,
und mir wurde klar, dass ich eine Entscheidung treffen muss.
Ich kann mir einbilden, dass Sünde für Gott keine Rolle spielt,
und damit in der Hölle landen.
Oder
Ich kann meine Sünde bereuen,
Jesus Christus als meinem Retter vertrauen
und von Gott ewiges Leben empfangen.

Das führt mich zu der Frage;

Wieso ist es leichter, die Gesetze des Landes , in  dem man lebt, zu halten und nach deren Regeln zu leben, aber bei Gottes Geboten (Gesetze) haben wir große Schwierigkeiten?

Eine Frage, die sich sicher jeder selbst auf seine Weise beantworten kann.

Wir alle stehen vor der gleichen Entscheidung!!!

Ich wünsche euch allen, liebe Schwestern und Brüder

einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

+NNDNN+

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch von Roit

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Die Stadt der Blinden

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Wort zum Sonntag with tags , , , , , on September 19, 2010 by grafvonroit

Wort zum Sonntag

19.09.2010

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitglieder und Interessenten,

heute möchte ich euch in meinem Wort zum Sonntag, wieder eine kleine Geschichte erzählen, die von unterschiedlichen Meinungen handelt.

Ist es nicht so, dass wir oft unterschiedliche Meinungen von ein und derselben Sache haben, weil wir nicht in der Lage sind, eine Sache oder eine Begebenheit auch einmal aus der Sicht eines Mitmenschen zu betrachten?

Die Stadt der Blinden

Es gab mal eine Stadt weit hinter Ghor, in der nur Blinde wohnten. Eines Tages kam der König in diese Stadt und zu seinem Gefolge gehörte auch ein Elefant.
Als die Blinden davon hörten, waren sie natürlich begierig darauf, dieses Tier kennen zu lernen, denn noch nie zuvor hatte es in ihrer Stadt einen Elefanten gegeben. In Scharen strömten sie auf den Platz, wo der König sein Lager aufgeschlagen hatte. Und da sie keine Vorstellung hatten, was denn nun ein Elefant war, versuchten sie sein Gestalt zu ertasten, denn sie waren ja blind. Sie umringten ihn also, und jeder betastete den Teil des Tieres, der in seiner Reichweite lag.
Als sie dann zu ihren Mitbürgern zurückkehrten, wollten diese von ihnen wissen, um was für ein wunderliches Geschöpf es sich dabei handelte und welcher Art von Gestalt es denn nun sei. Danach befragt, berichtete ein Mann, der nur das Ohr des Elefanten befühlt hatte: „Es ist ein großes lappiges Etwas von rauher Oberfläche, breit und hoch wie eine Decke!“
Doch der, der am Rüssel gestanden hatte, widersprach ihm: „Nein, nein, ich weiß, was es ist, nämlich eine lange hohle Röhre, furchterregend und gefährlich.“
Nun lachte der Mann, der Fuß und Beine abgetastet hatte: „Nichts an ihm ist lang und hohl! Er ist mächtig und fest wie eine Säule!“
So hatte ein jeder nur einen Teil des Ganzen erfaßt und daraus seinen Rückschluß auf die wahre Gestalt und Größe dieses Elefanten geschlossen. Alles war richtig und zugleich doch völlig falsch.

Hierzu ein anderes kleines Experiment:

Verbindet euch einmal die Augen und setzt euch an einen Tisch, der an einem Teil eine runde Kante aufweist, am nächsten Teil einen gewellten Rand und am letzten Teil einen gezackten Rand aufweist. Somit ist dieser Tisch in drei unterschiedliche Segmente geteilt

Nun beschreibt einmal diesen Tisch mit verbundenen Augen. Ihr habt den Tisch vorher mit euren Augen nicht betrachten können. Was würden die einzelnen Personen sagen, wie die Beschaffenheit des Tisches als Ganzes ist. Seht ihr? Jeder würde diesen Tisch von der Form des Randes her als ganzes betrachten und diesen Tisch nur aus seiner Sicht/Fühlweise heraus erklären können.

Ergeht es uns nicht ebenso im Alltag, obwohl wir keine Binde vor den Augen tragen?

Sind wir schon so blind geworden, um in einem Gespräch mit unseren Mitmenschen auch nicht deren Sichtweise einer Sache zu sehen? So ist es auch mit unserem Glauben an Gott
bestellt.

Ist dies nicht auch der Grund, warum es so viele Formen des einen Glaubens gibt.
Jeder von uns ist bestrebt, die Dinge so zu erfassen, wie sie ihm von seinem Begriffsvermögen her am leichtesten ist oder weil man es bequemlicherweise so möchte.

Liebe Schwestern und Brüder,

laufen wir nicht als Blinde durch die Welt, ohne die Sichtweise unserer Mitmenschen zu verstehen, lasst uns lieber auf unseren Nächsten zu gehen und lernen auch ihn und seine Sichtweise der Dinge zu sehen, auf dass wir gemeinsam erkennen können, dass wir alle eins sind im Glauben, im Leben und in der Liebe zu unserem Nächsten.

Euch allen einen gesegneten Sonntag und einen guten Start -ohne Blindenbinde- in die kommende Woche.

+NNDNN+

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch v. Roit

Komturei Skt. Bonifatius-Hamburg
Und Elisa betete und sprach: Herr, öffne ihm doch die Augen, damit er sieht! Da öffnete der Herr dem Knecht die Augen, so daß er sah. (2. Könige 6, 17a)

Das Paradox unserer ZEIT

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , on August 28, 2010 by grafvonroit

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Wort zum Sonntag  vom 29.08.2010

Liebe Schwestern und Brüder,

liebe Mitglieder und Interessenten,

das Wort zum Sonntag gebe ich heute an jemanden ab, der mit seinen Worten sicher den Nagel auf den Kopf trifft und nachdenklich macht über das Paradox unserer Zeit.

Ich finde es persönlich sehr wichtig, sich auch darüber mal seine Gedanken zu machen, um für sich herauszufinden, was ich überhaupt mit mir und für meine Mitmenschen anfange, die wir in dieser Zeit leben.

Es ist erschreckend, wenn man dann feststellt, wer oder was mein Leben bisher gesteuert hat.

Das Paradox unserer Zeit.

Das Paradox unserer Zeit ist: wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude. Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft, mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand, mehr Experten, aber auch mehr Probleme, mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.

Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel, wir geben verantwortungslos viel aus; wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf; wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft.

Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns. Wir machen größere Dinge, aber nicht bessere.

Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten. Wir machen neue Computer, die mehr Informationen speichern und eine Unmenge Kopien produzieren, aber wir verkehren weniger miteinander.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.

Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen, der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.

Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral, der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts.

Es ist die Zeit der Pillen, die alles können: sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie töten uns.

Liebe Schwestern und Brüder,
es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu haben statt im Laden, wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und ..

Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die Ihr liebt, weil sie nicht immer mit Euch sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die Euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei Euch sein werden. Schenkt dem Menschen neben Euch eine heiße Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von Eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet. Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich“ und meint es auch so. Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wiedergutmachen. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben Euch sein.

Findet Zeit Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen, findet Zeit, alles was Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, – denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.

Mit diesen sehr nachdenklich stimmenden Worten möchte ich euch ein geruhsames Wochenende der Entspannung und Erholung wünschen, auf dass wir uns wieder mehr bewusst werden, wie wir mehr Güte in die Welt bringen können.

+NNDNN+

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch v. Roit

Komturei Skt. Bonifatius-Hamburg

Aus dem Buch KOHELET, 3. Kapitel

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Spieglein, Spieglein …

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , on August 21, 2010 by grafvonroit

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Das Wort zu Sonntag, 22.08.2010

 

 

Lieber Schwestern und Brüder,

liebe Mitglieder und Interessenten,

 

das Wort zum Sonntag möchte ich wieder einmal einer kleine Geschichte zum Nachdenken über die eigene Person einbringen. Diese Geschichte handelt davon, welche Person ich im Spiegel erblicke, wenn ich mich darin betrachte. Wen sehe ich da wirklich?

Bin ich es oder sehe ich darin eine andere Persönlichkeit?

Vielleicht sehe ich mich so, wie ich wirklich bin, als Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen. Oder ich sehe mich, wie ich gerne sein möchte.

Kommt es nicht zeitweilig vor, dass ich wirklich mehr sein möchte, nur um den Mitmenschen zu gefallen oder ihren Erwartungen zu entsprechen? Dadurch laufe ich Gefahr, mich selbst nicht mehr richtig wahrzunehmen und mein Spiegelbild liefert mir nur ein verzerrtes Bild einer Person, die ich in Wirklichkeit überhaupt nicht bin.

So falle ich auf meine eigenen  Illusionen und Täuschungen herein.

Spieglein, Spieglein an der Wand…….

Sollten wir uns, liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitmenschen, nicht lieber beim betrachten des eigenen Spiegelbildes den Satz sagen:

„ERKENNE DICH SELBST“?

Dieser kleine Schlüsselsatz kann wahre Wunder in uns bewirken und uns so sehen lassen, wie wir in Wahrheit sind, wenn wir nur den Mut haben, uns wirklich neu kennen  zu lernen.

Sagt Nein zur Lüge der Illusionen und lernt euch jeden Tag ein wenig besser kennen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen mehr Selbsterkenntnis und den Mut zur eigenen Wahrheit, auf dass ein klares, strahlendes Bild unseres Selbst uns aus dem Spiegel anschauen möge.

Euch allen ein gesegnetes Wochenende mit einem klaren Blick des Selbsterkennens.

+NNDNN+

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Skt. Bonifatius-Hamburg

 

Der Mensch im Spiegel

von Arthur Lassen

Wenn du erreicht hast, was du wolltest, dir jeder anerkennend Lob und Beifall zollt und die Welt dich für einen Tag zum Gewinner macht, dann stelle dich vor einen Spiegel, schau hinein und höre, was der Mensch im Spiegel dir zu sagen hat.

Es ist weder dein Vater noch deine Mutter, weder deine Frau noch dein Mann oder Partner, es sind auch nicht deine Freunde, vor deren Urteil du bestehen musst. Der einzige Mensch, dessen Meinung für dich zählt, ist der, der dich aus dem Spiegel anschaut.

Viele Menschen halten dich für entschlossen und aufrecht. Sie nennen dich einen wundervollen Mann oder eine phantastische Frau. Doch der Mensch im Spiegel nennt dich schlicht einen Versager, wenn du ihm nicht offen und ehrlich in die Augen sehen kannst.

Auf ihn und nur allein auf ihn kommt es an. Kümmere dich nicht um die anderen, denn nur er ist bis ans Ende deiner Tage stets bei dir. Du hast erst dann die schwierigste aller Prüfungen wirklich bestanden, wenn der Mensch im Spiegel dein bester Freund geworden ist.

Auf deinem ganzen Lebensweg kannst du die Welt betrügen und belügen und dir anerkennend auf die Schulter klopfen lassen, doch dein Lohn werden Kummer, Trauer und Schuldgefühle sein, wenn du den Menschen im Spiegel betrogen, belogen und enttäuscht hast.

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… über die Armut und die Not in unserer Umgebung

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Ordensaktivitäten, Pressemitteilung, soziale Projekte, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on August 15, 2010 by grafvonroit

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Das Wort zum Sonntag  den 15. 8. 2010

 

Armut und Not auch in unserem eigenen Land

… und Spendenbereitschaft

 Liebe Schwestern und Brüder,

liebe Mitglieder und Interessenten,

 zum heutigen Sonntag möchte ich einmal über Armut und Not – nicht nur im Ausland – sprechen. Auch in unserer Bundesrepublik kann man dieser Not und dem Elend täglich begegnen. Selbst, wenn wir uns in der nächsten Nachbarschaft umschauen, können wir dieser Not begegnen.

 

Jeder vierte Mensch lebt in Deutschland inzwischen in Armut. Der Weg heraus zu kommen wird immer schwieriger, Jedoch ist es nicht unmöglich.

Die Zahl derer, die trotz Beschäftigung und staatlicher Unterstützung von Armut bedroht sind, ist in den letzten 10 Jahren drastisch angestiegen. Über acht Millionen Menschen in Deutschland sind auf Unterstützung durch den Staat angewiesen. Mit der Beantragung von Hartz IV beginnt der soziale Abstieg.

Am meisten davon betroffen sind Kinder, Jugendliche und  ältere Menschen.

 

Um Gewalt und Missbräuchen zu entgehen, wählen die Kinder und Jugendliche das Leben auf der Strasse. Besonders in den Großstädten trifft man diese Off-Road – oder Ghettokids.

 

Wer von uns ist bereit diesen Menschen zu helfen?

 

Stets kann ich in einer dieser vielen Benefizveranstaltungen sehen, dass für Notleidende im Ausland Millionen gespendet werden von uns, die wir in Deutschland leben. Jedoch vergisst man schnell den Nachbarn, der gerade seine Arbeit verloren hat, die Kinder, die morgen nicht wissen, was sie anziehen sollen und abends oft mit hungrigen Bäuchen nicht einschlafen können.

 

Was bewegt uns dazu, Millionen von Geldern ins Ausland für Projekte zu spenden und hier über die Not beim Nächsten hinweg zu schauen. Es ist keineswegs verwerflich, ein wenig von dem abzugeben, was man erübrigen kann, jedoch sollte man sich auch um die Mitmenschen im eigenen Land kümmern.

Besonders die Kinder sollten uns doch sehr am Herzen liegen. Wer denkt noch an den Satz:

„Kinder sind unsere Zukunft“

 

Es gibt auch in unserem Land viele sehr gute Projekte, die man unterstützen kann.

 

Kinderhospizen erhalten oft keine staatlichen Unterstützungen, da ja angeblich die Kassen leer sind und für soziale Projekte nichts übrig ist. Aber nicht nur diese Hospize sind davon betroffen. Anderen wohltätigen Vereinen, die helfen und unterstützen möchten, geht es ebenso wie den vielen Hospizen.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

 lasst uns am Sonntag auch darüber mal ein wenig nachdenken, wie wir selbst ein wenig dazu tun können, um die Not und Armut ein wenig zu lindern, in dem wir all den Not leidenden Menschen im eigenen Land ein wenig entgegengehen und was geben, was wir erübrigen können.

 

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag

und einen reichlich gebenden Start in die kommende Woche

+NNDNN+

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Skt. Bonifatius-Hamburg

 

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Sprache, Gedanken, Worte

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on August 7, 2010 by grafvonroit

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Wort zum Sonntag 8.8.2010

  

Achte auf deine Gedanken
denn sie werden Worte

achte auf deine Worte
denn sie werden deine Taten

achte auf deine Taten
denn sie werden deine Gewohnheiten

achte auf deine Gewohnheiten
denn sie werden dein Charakter

achte auf deinen Charakter
denn er wird dein Schicksal

und dein Schicksal beginnt jetzt –
mit deinen Gedanken.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

liebe Mitglieder und Interessenten,

mit diesen einleitenden Worten möchte ich heute das Wort zum Sonntag für die zweite Augustwoche beginnen.

Was sind Worte?

Worte sind in Laute oder Schrift umgesetzte Gedanken und bilden Sätze, um uns eine vernünftige Kommunikation  untereinander und so ein Zusammenleben  zu ermöglichen.

Und doch ist es heute so, dass eine vernünftige Kommunikation nicht mehr möglich scheint und dadurch kommt es zu Missverständnissen und Streitereien.

Unsere Sprache wurde derart umgestaltet – wir reden oft denglisch oder benutzen Kunstsprachen, die entweder aus Protest gegen eine Gesellschaftsform oder um etwas neues zu erfinden, gebildet werden.

Auch sind Definitionen von Wörtern teilweise bewusst gefälscht, um uns zu unterwerfen und in Ketten zu halten.

 

Ein kleines Beispiel:

Definiert einmal das Wort „KRANKENHAUS“. Was kommt euch in den Sinn?

Krankheit, Gebrechen usw.?

Da Worte stets im Geist gebildet werden und Bilder liefern, assozieren wir diese Bilder und unsere Gedanken beschäftigen sich daraufhin mit Krankheit, Schwäche und dergleichen.

Wart ihr schon einmal in einem Krankenhaus zu Besuch oder habt ihr selbst einmal darin liegen müssen. Dort wird vorwiegend von Krankheiten gesprochen, weniger von Genesung. Dort wird man sehr selten Worte der Heilung, des Heils finden.

Das Wort Krankenhaus sollte in „GENESUNGSHAUS“ umgewandelt werden.

Leider wurde das Wort „Heil“ in der Vergangenheit zu sehr missbraucht und stürzte Massen von Menschen ins Verderben, in den Tod.

Jesus Christus war jener, der eine ganz klare und für jedermann verständliche Sprache sprach, selbst dann, wenn er in Gleichnissen sprach. Er wusste, dass klare Worte unerlässlich waren, um der Menschheit seine Botschaften des Heils zu überbringen.

Es wird aber nichts nützen, wenn wir unsere Gebete, unsere Kommunikation, in einer Sprache sprechen, die wir nicht verstehen werden oder können Diese Worte werden stets auf fruchtlosen Boden fallen und nur Streitereien und Niedertracht bis hin zu Kriegen bringen.

Liebe Schwestern und Brüder, lernen wir wieder, unsere Mitteilungen an den Mitmenschen in klare Worte zu kleiden, um so Missverständnisse zu vermeiden. Auch unsere täglichen Gebete sollten mit klaren Worten gesprochen werden, denn klare Worte formen unsere Gewohnheiten, unsere Taten und letztlich unseren  Charakter. Einen Charakter, der das Schicksal der gesamten Menschheit zum Guten wenden kann.

 

Ich wünsche uns einen schönen zweiten Augustsonntag und einen  „klaren“ Start in die neue Woche.

+NNDNN+

euer Mitbruder

+F Hans-Georg Pesch von Roit

Komturei Skt. Bonifatius-Hamburg

 

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