Archive for the Arme Ritter Christi Category

Osterausgabe des „Ritter-Sporn“ online.

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Ordensaktivitäten, Pressemitteilung on April 10, 2012 by Bruder Berthold

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Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Schwestern und Brüder des OPMC,

mit großer Freude präsentieren wir Ihnen/Euch die Osterausgabe (Ausgabe Nummer 2) der Online-Zeitung des OPMC „Ritter-Sporn“.

Bitte klicken Sie einfach auf folgenden Link:

✠ Ritter-Sporn ✠

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen.

Die nächste (3.) Ausgabe des „Ritter-Sporn“ (mit dem Wort des Großmeisters und Herausgebers der Online-Zeitung zum Feiertag) erscheint zum Pfingstfest.

 

Herzlichen Gruß,

 

+ nnDnn +

 

Das Ritter-Sporn Redaktionsteam

 

 

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Oh Jerusalem, Jerusalem ..

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Zitat des Tages with tags on März 29, 2012 by armeritterschaftaachen

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Oh Jerusalem, Jerusalem …

Schwer wird unser Herz, wenn wir – ab dem kommenden Palm-Sonntag – der Ereignisse gedenken, die sich in der heiligen Stadt Jerusalem zutragen haben.

Wie ein König, wie der König der Juden, wie der König der Könige, zieht Jesus von Nazareth am Sonntag – gepriesen, gefeiert und bejubelt – in die Stadt ein, einzig und alleine, um vom Volk verspottet, verhöhnt und verraten zu werden, um für das Volk gefoltert zu werden, zu leiden und am Holze des Kreuzes einen blutigen, schmach- und qualvollen Tod zu erleiden …

Oh Jerusalem, Jerusalem …

Du heilige Stadt, die Du den glorreichen Einzug Gottes in Deine Mauern feiern, die Du den den Opfertod Christi beweinen, die Du den heiligsten Leichnam des Menschensohnes begraben durftest – gedenke Deiner Dich liebenden Kinder.

Du heilige Stadt, die Du Zeugin der Auferstehung des Gottessohnes sein durftest, gedenke Deines Dich liebenden und tröstenden Gottes.

Du heilige Stadt, in der sich der Heilige Geist nieder ließ, um die Jungfrau und die ängstlich zurück gezogenen und sich versteckenden Apostel für die Wahrheit zu be-„geist“-ern, gedenke Deiner heiligen Sendung als Stadt des Friedens und der Versöhnung.

Oh Jerusalem, Jerusalem …

Während Dein Name „Frieden“ bedeutet, so bedeutet sie für unseren Orden nur Sehnsucht. Denn Du, Jerusalem, die heiligste Stadt, Du von Gott meist geliebte, Du von den Menschen meist umkämpfte Stadt bist unsere Heimat, unsere Vaterstadt, unsere Wiege. An Deiner Mutterbrust haben wir uns genährt, sind wir groß, mutig und stark geworden … und nun sind wir müde, erschöpfte und traurige Verbannte …

Oh Jerusalem, Jerusalem …

Unser Ritter-Herz bleibt aber auf ewig dort, wo noch die allerletzten Grundmauern des Tempels Salomons stehen. Unser Herz wird ewig Dein sein, und Du wirst immer in unserem Herzen sein. Denn Du bist unsere Mutter, die unseren Vorfahren Heimat und Auftrag gab.

Und wenn Du uns rufst, oh heiliges Jerusalem, um Dir Schutz und Schild zu sein, so werden wir zu Dir pilgern, mit starkem Arm, mit frohem Mut und mit dem glänzenden Schwert in der Hand. Denn Du, Jerusalem, bist die letzte und einzige Zeugin des Leidens und Sterbens und der glorreichen Auferstehung unseres Herrn und Gottes Jesus Christus.

Oh Jerusalem, Jerusalem …

Vergiss uns nicht, so wie auch WIR unserer Mutter, unserer Heimat, unseres Himmels nie werden vergessen können.

DEIN Name, oh Jerusalem, ist der Stein gewordene Lobpreis Gottes, Dem alle Ehre dargebracht werde bis zum Untergang der Welt.

– nnDnn –

 

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Interessanter Aufruf zum „Kreuzzug“

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, NEWS, Pressemitteilung with tags , , , , , , , , , , , , , on März 26, 2012 by Bruder Berthold

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Liebe Schwestern und Brüder,

liebe Freunde,

Heute erhielten wir über unsere Internetpräsenz eine Mail von einem – wie sich der Verein selbst nennt – „Kreuzritterorden“. Diese Gruppierung, von der wir leider nichts Näheres wissen, ist uns – verständlicherweise – aufgrund ihres Namens schon auf verschiedenen Internetplattformen aufgefallen. Dass wir uns aber nicht eingehender mit ihnen beschäftigt haben, wird sich im Folgenden erschließen. Dass wir aber hiermit uns doch dazu entschlossen haben, unsere Gedanken zu diesem speziellen „Kreuzritterorden“ zu machen, liegt eben in der Tatsache, dass wir davon ausgehen, dass sie bei den verschiedensten Ritterorden für ihr „Anliegen“ werben, so wie sie es ja auch bei uns heute Morgen getan haben.

Bitte gestatten Sie uns, ihnen aus der Willkommensseite der Internetpräsenz des „Kreuzritterordens“ zu zitieren (wobei wir die orthographischen und grammatikalischen Fehler der Authentizität Halber übernehmen):

Im Mittelalter hat die Kirche durch, Sklaverei, Leibeigenschaft, Ablasshandel, Inquisition und Hexenverbrennung, Urkundenfälschung und Erbschleicherei, ein Vermögen rechtswidrig und aus Gier zusammen geraubt. Unsere Vorfahren waren die Leittragenden und die beraubten. Noch heute fließen jährlich 15 Milliarden an Steuern der Kirche zu. Das Gesamtvermögen der Kirche wird auf 500 Milliarden bis zu 1 Billionen geschätzt. Wir fordern dieses unrechtmäßig erworbene Vermögen zurück, um die Armut der Kinder in unserm Land durch ordentliche Bildung, kostenfreie Studien und Arbeitsplätze für alle zu schaffen. Daher wollen wir in einem Heiligen Kreuzzug nach Rom ziehen, um dem Papst zu demonstrieren was mündige Christen sind und fordern das Vermögen für die Allgemeinheit zurück. Schließt euch uns an – gemeinsam sind wir stark – freie Christen vereinigt euch!

Werden Sie auch Kreuzritter und füllen diese Beitrittserklärung aus.
Kein Zwang! – Keine Gebühren!

Nun gut, in der Zeit von Internet und SMS kann man leider nicht mehr erwarten, dass jemand der deutschen Sprache einwandfrei mächtig ist, das soll uns hier auch nicht sonderlich interessieren. Doch wenn sich ein Verein mit einem solch hehren Namen wie „Kreuzritterorden“ aller Welt unter Beweis stellen muss, dass er in Sachen Geschichte bzw. Kirchengeschichte nicht sonderlich bewandert ist, dann ist das schon sehr bedauerlich. Es ist mittlerweile schon erwiesen – auch wenn es nicht ganz so bekannt ist, weil es nicht in das verhasste Kirchenbild so mancher Zeitgenossen passt – dass die Inquisition WEITAUS weniger Opfer forderte als sehr gerne angegeben wird. Es ist vor allem die Spanische Inquisition, an die hauptsächlich gedacht wird, wenn man – wie es ja hier der Fall ist – die Kirche angreifen will. Nur hat die Spanische Inquisition in den seltensten Fällen selbst die Menschen verurteilt und ggf. hingerichtet, sondern die weltlichen Gerichtbarkeiten, denen die Fälle übergeben wurden.

Das Gleiche ist mit den berühmten und berüchtigten „Hexenverbrennungen“ zu berichten, die fast ALLE von weltlichen Gerichten verurteilt wurden. Wenn die Kirche der Urkundenfälschung bezichtigt wird, so kann das leider nicht geleugnet werden; es sei hier vor allem an „die Konstantinische Schenkung“ verwiesen, die seit Jahrhunderten erwiesenermaßen eine Fälschung ist. Auch dass das Mittelalter und die Renaissance gekennzeichnet ist von Nepotismus, wollen wir nicht leugnen, warum sollten wir es auch. Wir geben sogar ganz offen zu, dass von den fast 300 Päpsten, die auf dem Stuhl Petri saßen, nicht nur einige Gegen-Päpste waren (gerade in diesem Jahr feiern wir den 500. Jahrestages des Konzils von Konstanz, in dem alleine DREI Gegenpäpste vom Kaiser zum Rücktritt aufgefordert wurden, um einem rechtmäßigen Papst Platz zu machen), es saßen auch so manche HÖCHST unwürdige Menschen auf dem Thron. Ja und? Wenn sich die Herrschaften des „Kreuzritterordens“ einmal die Mühe machen möchten, sich die „Geschichte der Päpste“ des Aachener Historikers Ludwig von Pastor zu Gemüte zu führen, dann werden sie lesen, dass auch er schreibt, dass sie vielleicht schlechte Menschen waren, dafür aber gute, vielleicht sogar herausragende PÄPSTE. Die Kirche hat durch sie keinen Schaden genommen. Das können wir gegen Ende des 20. Jahrhunderts nicht unbedingt behaupten, eher das Gegenteil meinen wir festgestellt zu haben (aber das tut hier nichts zur Sache).

Was die Kirchensteuer betrifft, so ist das ebenfalls ein Punkt, bei dem wir bei diesem „Verein“ Unwissen (oder um’s genauer zu sagen „Ignoranz“) vorraussetzen, denn diese Einnahmen dienen ja nicht zur Bereicherung bzw. zur Vergrößerung des Vermögens der Vatikanbank, sondern fast ausschließlich karitativen Zwecken (und da sind auch Schul- und Lehranstalten und Heime/Internate inbegriffen). Der „Kreuzritterorden“ kann sich offensichtlich überhaupt nicht vorstellen, wie die soziale Lage in unserer Gesellschaft aussähe, wenn es die (von der Kirchensteuer finanzierten) karitativen Institutionen in unserem Land NICHT gäbe. Die Politik ist finanziell überhaupt nicht in der LAGE, den karitativen Aufwand zu leisten, den sie Kirche(n) in unserem Land leistet. Nur der Ignoranz dieser „Kreuzzugsgemeinschaft“ ist es zuzuschreiben, dass sie nicht wissen, dass Millionen und Abermillionen für Kinder, für Schwangere, für Obdachlose, und vor allem für Hungernde ausgegeben werden. Doch ist es eine christliche Tugend, nicht alles an die große Glocke zu hängen, sondern einfach nur zu helfen – ohne „standing ovations“ dafür zu erwarten. Mit der Abschaffung der Kirchensteuer würden diese „modernen Kreuzritter“ dieser erkalteten, entchristlichen Gesellschaft alles andere als einen guten, geschweigen denn christlichen Dienst erweisen. Wir von unserer, der Kirche treuen Seite sind der Kirche jedenfalls dankbar in dieser Hinsicht, denn damit mehrt sie nur die Ehre dessen, der die Kirche gegründet hat, vor knapp 2000 Jahren.

Wie dem auch sei, man mag zur Kirche stehen, wie man will. Heutzutage ist es ja „chic“, die Kirche anzugreifen. Doch machen WIR da nicht mit – ganz im Gegenteil! Wir möchten dem Verein des „Kreuzritterordens“ folgendes entgegen halten:

Die Kirche hat in den letzten Jahrzehnten wiederholt unter Beweis gestellt, dass sie sich nicht nur zu ihrer Geschichte stellt, sie hat auch unaufgefordert bei verschiedenen Gelegenheiten um Entschuldigung gebeten,  was in der Welt für Aufsehen gesorgt und ihr Respekt eingebracht hat. Die 2000 Jahre alte Geschichte der einen Kirche war zugegebenermaßen nicht immer eitel Sonnenschein und von Heiligkeit und Glückseligkeit geprägt, aber die Kirche AN SICH ist eine Heilige, denn sie ist eine von Jesus von Nazareth selbst gegründete Institution, und selbst der erste Papst hat sich als recht schwach erwiesen – BEVOR der Heilige Geist in Jerusalem das heilige Pfingstwunder bewirkte. Und selbst die Apostelfürsten Petrus und Paulus waren sich nicht in allen Vorgehensweisen einig – „und das ist auch gut so“, denn nur dadurch konnte die junge Kirche an Profil gewinnen.

Aber: Ein Kreuzzug wird von der Kirche, um genauer zu sein von einem Konzil ausgerufen, nicht von irgend einem „Orden“. Ein Kreuzzug wird ausgerufen, nicht um irgend jemanden, irgend etwas oder irgend ein Land anzugreifen. Ein Kreuzzug wird ausgerufen, um etwas (z. B. das Heilige Land, die heiligen Stätten, in denen Christus Jesus gewandelt ist) zu beschützen, und vor allem – so wie es beim Tempelritterorden der Fall war – um die Pilger, die das Heilige Land besuchten, vor An- und Übergriffen feindlicher Heere zu beschützen.

Wenn sich nun ein „Kreuzritterorden“ heraus nimmt, einen Kreuzzug gegen die KIRCHE auszurufen, dann können wir uns eines Schmunzelns nicht erwehren. Unseres Wissens hat sich die Kirche seit dem Konzil von Trient und der Gegenreformation nichts zuschulden kommen lassen. Sie hat sich in den Jahrhunderten als wahrhaft Heilige Institution, als Braut Christi erwiesen, der das Heil der Seelen an erster Stelle liegt. Ein Ritter-Orden (und hier wollen wir das Wort „Orden“ betont wissen) unterwirft sich aber von seinem Grundverständnis heraus schon der Kirche und ihren Jahrtausende alten Lehren und unverrückbaren Wahrheiten – es sei denn, es IST gar kein „Orden“, sondern eine „Loge“. Nur eine freimaurerische Gemeinschaft bringt es fertig, ihrem ärgsten Feind, der Kirche, den Kampf anzusagen und sich dann auch noch euphemistisch „Kreuzritter“ zu nennen.

Nein, meine Herrschaften des „Kreuzritterordens“, sie sind alles andere als Kreuzritter zum Schutz der Kirche und der heiligen Stätten der Christenheit. Sie sind noch nicht einmal christlich, denn ein Angriff auf die Kirche ist ein Angriff auf Christus Jesus selbst, und das lassen WIR nicht zu. Und wir sind sicher, dass unsere Schwesterorden (Deutscher Orden, Malteser- bzw. Johanniter-Orden, Grabesritter-Orden, …), die in den Zeiten der Kreuzüge entstanden sind, unsere Ansicht teilen. Denn (echte) Kreuzritter-Orden und die Kirche bilden genau genommen eine Einheit, und wer zum Kampf gegen die Kirche aufruft, der zeigt nur, dass er von der Kirche, vom Glauben und von Christus Jesus selbst abgefallen ist, und dass er von daher in einem (echten) Kreuzritterorden nichts zu suchen hat.

Von daher warnen wir hier eindeutig vor diesem Verein des „Kreuritterordens“. Sein Name und seine Intention (siehe Zitat oben) widersprechen sich eklatant, ganz von der Tatsache abgesehen, dass Sie sich mit Ihrem Aufruf in unseren Augen nur lächerlich machen (und damit sind noch nicht einmal die grammatikalischen und orthographischen Fehler gemeint, denn die sind verzeihlich). Nutzen Sie die letzten zwei Wochen der Fasten- und Passionszeit zur Umkehr und zum Umdenken, denn wenn Sie tatsächlich vorhaben sollten, die eine heilige katholische und apostolische Kirche anzugreifen, dann werden Sie es mit UNS Templern zu tun bekommen, und wir sind befreundet mit einer Reihe weiterer (auch militärischer) Organisationen, die zum Schutz der Kirche und ihrer Vertreter (vor allem des Heiligen Vaters) jederzeit zur Stelle stehen.

Nehmen Sie zur Kenntnis: Ein „ORDEN“ ist immer treu zur Kirche, ansonsten hat er seine Daseinsberechtigung verwirkt und ist dann nur noch einer der unzähligen deutschen „Vereine“, die sich aus Jux und Tollerei zusammengefunden haben. Nur mit unserer Unterstüzung können Sie beim besten Willen nicht rechnen.

Mit freundlichen ordensbrüderlichen Grüßen,

für den Orden der Armen Ritter Christi vom Tempel Salomons zu Jerusalem
und für die Gabriel-Gesellschaft

+ nnDnn +

Fr. ‡ Berthold Möller

Großmeister OPMC

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„Ritter-Sporn“ – die neue Online-Zeitung des OPMC

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, NEWS, Ordensaktivitäten, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , on März 18, 2012 by Bruder Berthold

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+ Ritter – Sporn +

die neue Online-Zeitung des Ordens der

Armen Ritter Christi

vom Tempel Salomons zu Jerusalem

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herausgegeben von Fr. ‡ Berthold Möller

Großmeister des OPMC

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Bundespräsident ist Geschichte …

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Februar 19, 2012 by Bruder Berthold
Marsberg, 17. Februar 2012

Stellungnahme

des Ordens der Armen Ritter Christi (OPMC)

zum Rücktritt des Bundespräsidenten

Der Orden der Armen Ritter Christi vom Tempel Salomons zu Jerusalem (OPMC) ist sehr darauf bedacht, sich aus politischen Diskussionen heraus zu halten. Es bleibt unserer Tochtergründung, der Gabriel-Gesellschaft, vorbehalten, Kommentare und Stellung-nahmen zu politischen Entwicklungen in der Gesellschaft abzugeben.

Wenn aber ein Bundespräsident zurück tritt, dann ist das genau genommen kein Politikum. Es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem, gibt sich doch der Bundespräsident als das Oberhaupt der ganzen Nation aus. Er will nach innen und nach außen die Menschen des Landes vertreten, gleich welcher Religion, welcher Herkunft, welcher Rasse und welcher politischen Ausrichtung die einzelnen Bürger sind. Er hat aber auch die Aufgabe, eine Art Kontrollorgan für die jeweilige demokratisch gewählte Regierung zu sein, auf dass der Bundeskanzler und die Minister, die er ernennt, auch ihrem vor dem Bundestag geleisteten Eid, das Land und seine Bevölkerung zu schützen und Schaden vom Volk abzuwenden, in jeder Hinsicht gerecht werden.

Eigentlich eine schöne, noble Aufgabe – wenn da nicht der fade Beigeschmack entstünde, dass der Bundespräsident nicht vom Volk, sondern ausgerechnet von der Regierung bzw. von der Bundesversammlung gewählt wird.

In einer Monarchie steht das Staatsoberhaupt über der Politik und vor allem über den Parteien, und er ist auch von der Wirtschaft in keinster Weise abhängig. Um genau zu sein: Das Staatsoberhaupt DARF kein Partei-Politiker und DARF von der Wirtschaft nicht abhängig sein. Dieses Problem löst man in unserer immer korrupter werdenden Gesellschaft damit, dass der jeweilige Bundespräsident – und davon hatten wir bis dato schon zehn, der elfte steht in den Startlöchern – für die Zeit seiner Amtsdauer aus seiner Partei austritt.

Wenn dann noch der Verdacht aufkommt, dass das Staatsoberhaupt vor seiner Wahl zum Staatsoberhaupt ein recht korruptes Dasein geführt hat, und er keinen Anlass sieht, von seinem Amt als Staatsoberhaupt zurück zu treten, weil es sich ja gar nicht um sein Handeln als Staatsoberhaupt, sondern um die davor handelt, dann fragen wir uns, ob sich dieses Staatsoberhaupt überhaupt der Würde dieses hohen Amtes bewusst ist. Einmal korrupt und unehrenhaft – immer korrupt und unehrenhaft.

Die Antwort zu dieser Frage haben in den letzten 4 Wochen sage und schreibe zwei Königinnen gegeben: Königin Margarethe II. von Dänemark und Königin Elisabeth II. von England, die beide aufgrund ihres Jahrzehnte langen „Amtes“ darauf hingewiesen haben, dass das Amt des Staatsoberhauptes eine vollkommene Hingabe ist – eine Lebensaufgabe, die sehr viel Disziplin, viele Opfer und ein großes Pflichtbewusstsein erfordert. Ein Staatsoberhaupt, die erste Person des Staates, die erlauchteste Person der ganzen Nation, ist man nicht mal eben kurz für ein paar Jahre – man ist es sein Leben lang. Um eine Nation würdig zu repräsentieren, muss man sogar von klein auf darauf vorbereitet werden, man muss sich in das Volk hinein fühlen und denken. Staatsoberhaupt und Nation werden eine Einheit. Das Staatsoberhaupt identifiziert sich mit dem Volk, das Volk identifiziert sich mit seinem Staatsoberhaupt, und der Name des Staatsoberhauptes ist untrennbar mit dem Namen seines Landes verbunden.

Stirbt das Staatsoberhaupt, so ist ein nervenzerreibender, zeit- und kostenintensiver Wahlkampf und ein langes Suchen nach dem Nachfolger nicht mehr vonnöten, weil der Nachfolger schon von klein auf auf sein Amt vorbereitet wurde – und weil auch das Volk den Nachfolger seit seiner Geburt kennt.

Das sind nun Szenen, die wir aus der Monarchie kennen, und die wir unseren Lesern eindringlich zu Bedenken geben. Die Monarchie ist unserer Mainung nach für eine Nation die weitaus bessere und würdigere Alternative. Das zeigen uns in ganz deutlichem Maße unsere Nachbarländer, die eine monarchistische Staatsform haben. Es handelt sich hierbei um die erwiesenermaßen zufriedensten Bürger und die blühendsten Demokratien, weil der Monarch, der ja über der Politik steht, auf die Beachtung der freiheitlich-demokratischen Grundregeln achtet. Es ist sogar so, dass – auch wenn der Monarch kein „Regent“ ist – dennoch zwischen dem Monarchen und dem Regierungschef ein reger Austausch stattfindet, so dass der Monarch gegebenenfalls seinen Unmut äußern kann, wenn ihm etwas an der Regierungsweise des vom Volk gewählten Regierungschefs missfällt.

In unserer sogenannten „Republik“ kann der Regierungschef nach Belieben schalten und walten, und der Bundespräsident darf erst dann handeln, wenn er vom Parlament dazu aufgefordert wird.

Der Orden der Armen Ritter Christi vom Tempel Salomons zu Jerusalem (OPMC) gibt hiermit ein eindeutiges Bekenntnis zu der Staatsform Monarchie. Das hat vor allem seine Gründe darin, dass nicht nur dem Land an sich, sondern vor allem auch dem Bürger, der sich mit seinem Monarchen identifiziert, ein gehöriges Stück Würde zurück gegeben wird. Auch wenn der Bürger an der Wahl des Staatsoberhauptes keinen Einfluss hat, so hat er es in unserem Bundespräsidialsystem erst Recht nicht. Wer aber auf die unsinnige Idee gekommen ist, dass der Regierungschef sich für die Position des Staatsoberhauptes den Kandidaten aussucht, der ihm am Genehmsten ist, das werden wir nie verstehen. Denn damit ist dem Zuschieben von Macht und Privilegien und der Korruption Tür und Tor geöffnet.

Wir sind aber genauso gegen das System, wie wir es in unserem Nachbarland Österreich vorfinden, in dem der Bundespräsident direkt vom Volk gewählt werden darf. Denn es schadet unserer Meinung nach sehr dem Ansehen und der Würde des Amtes, wenn wir in relativ tumultartigen Szenen den Wahlkampf für den „Posten“ des Staatsoberhauptes beobachten.

Dem Bürger wird mit dem Kommen und Gehen der Bundespräsidenten auch die Möglichkeit verwehrt, sich mit seiner Nation als solches auf eine gesunde Weise zu identifizieren. Wir geben sogar zu bedenken, ob durch das Fehlen einer „Vaterfigur“ die Grundlagen für die schweren sozialpolitischen Mängel in unserer Gesellschaft liegen, in der das Bild der traditionellen Familie (mit Vater, Mutter und vielen Kindern), ja in der sogar die Großfamilie, in der mehrere Generationen zusammen lebten, die Freud und Leid gemeinsam teilten, verwischt, um nicht zu sagen verschwunden ist. Im Monarchen wird jedoch für die ganze Nation der Wert und der Sinn der Familie deutlich.

Der wichtigste Aspekt ist fast sogar der Wertvollste. Der Monarch versinnbildlicht den Begriff der „Einheit“, der Einheit einer Familie, die Einheit der Nation. Auch wenn wir in Spanien z.B. Separationsbestrebungen beobachten, so ist es dennoch der König, der das Land und die verschiedenen Völker eint. Am Deutlichsten sehen wir es in Belgien, in dem drei verschiedensprachige Völker alleine durch die Präsenz des Königshauses die Einheit der belgischen Nation beibehalten. Würde die Monarchie in Belgien abgeschafft, fiele das Land im gleichen Moment mit der Abschaffung der Monarchie auseinander. Doch alle drei Völker sehen keinen Grund, eigene Wege zu gehen, weil sie in ihrem König EINEN gemeinsamen Vater haben.

Es gäbe noch Gründe genug, vor allem kostentechnische, um sich für die Monarchie als Staatsform zu entscheiden. Als ein fast 900 Jahre alter Ritterorden, der von seiner Struktur her schon hierarchisch strukturiert ist, stehen wir der Staatsform Monarchie ohnehin sehr nah. Wir stehen schon alleine deswegen dieser Staatsform näher, weil in der Person des Monarchen bestimmte ehrenhafte Tugenden hervorgerufen werden, angefangen von Fleiß über Pflichtbewusstsein bis hin zur Disziplin, zur Treue und zur Milde. Und da das Volk von seinem Monarchen eine große moralische Instanz voraussetzt, verspürt es selbst den Drang, ebenso ambitioniert in moralischer Hinsicht zu sein; denn der Monarch ist Vorbild – ganz anders als ein Bundespräsident, der ja nur einen „Job“ für eine bestimmte Zeit übernimmt, zu der er von Parteipolitikern gewählt wurde. Der Monarch hingegen macht keinen „Job“, er „IST“. Der Monarch IST das Land, er IST die National-Hymne, er IST die National-Flagge, er vereint in seiner Person als Staatsoberhaupt alle Nationalsymbole gemeinsam, weil er das Nationalsymbol schlechthin IST.

Der Monarch denkt und handelt nicht in Wahlperioden, und er ist nicht einzig seinen Wählern Rechenschaft schuldig, sondern der Monarch, der die Bürde der Geschichte, der Tradition und des Vermächtnisses aller seiner Vorfahren auf seinen Schultern drücken spürt, denkt in Generationen, und zwar der vergangenen und der zukünftigen Generationen.

Wenn wir aber die Republik beibehalten, dann brauchen wir uns wahrscheinlich um zukünftige Generationen keine Sorgen zu machen, da es unsere Nation auf absehbare Zeit nicht mehr geben wird. Denn es ist kein gemeinsamer Vater da, der uns vor Egoismus und Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Leben als solches warnt, und der uns auf unsere Verantwortung für die Zukunft unseres Volkes hin weist.

Wenn wir als Ritterorden vor die Wahl gestellt würden, ob „Monarchie“ oder „Republik“, dann wäre unsere Entscheidung klar und eindeutig: Die Monarchie, denn sie hat sich in unzähligen Jahrhunderten besser bewährt als die Republik in sechs Jahrzehnten. Denn nach diesen sechs Jahrzehnten stellen wir fest, dass wir unserer Identität, unserer Geschichte, unserer Einheit und unserer Vergangenheit beraubt wurden und somit auch keine Zukunft haben. Hätten wir einen Monarchen, würde er uns lehren, dass wir nur im Verstehen der Geschichte und der Vergangenheit unserer Nation unsere große Verantwortung für eine Zukunft in Selbstbewusstsein, in Zufriedenheit und in Würde erkennen können.

+ nnDnn +

 

Für den Orden der Armen Ritter Christi (OPMC)

und für die Gabriel Gesellschaft (G-G)

 

 

Fr. ‡ Berthold Möller

   Großmeister OPMC
   Vorsitzender G-G

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