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Bundespräsident ist Geschichte …

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Februar 19, 2012 by Bruder Berthold
Marsberg, 17. Februar 2012

Stellungnahme

des Ordens der Armen Ritter Christi (OPMC)

zum Rücktritt des Bundespräsidenten

Der Orden der Armen Ritter Christi vom Tempel Salomons zu Jerusalem (OPMC) ist sehr darauf bedacht, sich aus politischen Diskussionen heraus zu halten. Es bleibt unserer Tochtergründung, der Gabriel-Gesellschaft, vorbehalten, Kommentare und Stellung-nahmen zu politischen Entwicklungen in der Gesellschaft abzugeben.

Wenn aber ein Bundespräsident zurück tritt, dann ist das genau genommen kein Politikum. Es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem, gibt sich doch der Bundespräsident als das Oberhaupt der ganzen Nation aus. Er will nach innen und nach außen die Menschen des Landes vertreten, gleich welcher Religion, welcher Herkunft, welcher Rasse und welcher politischen Ausrichtung die einzelnen Bürger sind. Er hat aber auch die Aufgabe, eine Art Kontrollorgan für die jeweilige demokratisch gewählte Regierung zu sein, auf dass der Bundeskanzler und die Minister, die er ernennt, auch ihrem vor dem Bundestag geleisteten Eid, das Land und seine Bevölkerung zu schützen und Schaden vom Volk abzuwenden, in jeder Hinsicht gerecht werden.

Eigentlich eine schöne, noble Aufgabe – wenn da nicht der fade Beigeschmack entstünde, dass der Bundespräsident nicht vom Volk, sondern ausgerechnet von der Regierung bzw. von der Bundesversammlung gewählt wird.

In einer Monarchie steht das Staatsoberhaupt über der Politik und vor allem über den Parteien, und er ist auch von der Wirtschaft in keinster Weise abhängig. Um genau zu sein: Das Staatsoberhaupt DARF kein Partei-Politiker und DARF von der Wirtschaft nicht abhängig sein. Dieses Problem löst man in unserer immer korrupter werdenden Gesellschaft damit, dass der jeweilige Bundespräsident – und davon hatten wir bis dato schon zehn, der elfte steht in den Startlöchern – für die Zeit seiner Amtsdauer aus seiner Partei austritt.

Wenn dann noch der Verdacht aufkommt, dass das Staatsoberhaupt vor seiner Wahl zum Staatsoberhaupt ein recht korruptes Dasein geführt hat, und er keinen Anlass sieht, von seinem Amt als Staatsoberhaupt zurück zu treten, weil es sich ja gar nicht um sein Handeln als Staatsoberhaupt, sondern um die davor handelt, dann fragen wir uns, ob sich dieses Staatsoberhaupt überhaupt der Würde dieses hohen Amtes bewusst ist. Einmal korrupt und unehrenhaft – immer korrupt und unehrenhaft.

Die Antwort zu dieser Frage haben in den letzten 4 Wochen sage und schreibe zwei Königinnen gegeben: Königin Margarethe II. von Dänemark und Königin Elisabeth II. von England, die beide aufgrund ihres Jahrzehnte langen „Amtes“ darauf hingewiesen haben, dass das Amt des Staatsoberhauptes eine vollkommene Hingabe ist – eine Lebensaufgabe, die sehr viel Disziplin, viele Opfer und ein großes Pflichtbewusstsein erfordert. Ein Staatsoberhaupt, die erste Person des Staates, die erlauchteste Person der ganzen Nation, ist man nicht mal eben kurz für ein paar Jahre – man ist es sein Leben lang. Um eine Nation würdig zu repräsentieren, muss man sogar von klein auf darauf vorbereitet werden, man muss sich in das Volk hinein fühlen und denken. Staatsoberhaupt und Nation werden eine Einheit. Das Staatsoberhaupt identifiziert sich mit dem Volk, das Volk identifiziert sich mit seinem Staatsoberhaupt, und der Name des Staatsoberhauptes ist untrennbar mit dem Namen seines Landes verbunden.

Stirbt das Staatsoberhaupt, so ist ein nervenzerreibender, zeit- und kostenintensiver Wahlkampf und ein langes Suchen nach dem Nachfolger nicht mehr vonnöten, weil der Nachfolger schon von klein auf auf sein Amt vorbereitet wurde – und weil auch das Volk den Nachfolger seit seiner Geburt kennt.

Das sind nun Szenen, die wir aus der Monarchie kennen, und die wir unseren Lesern eindringlich zu Bedenken geben. Die Monarchie ist unserer Mainung nach für eine Nation die weitaus bessere und würdigere Alternative. Das zeigen uns in ganz deutlichem Maße unsere Nachbarländer, die eine monarchistische Staatsform haben. Es handelt sich hierbei um die erwiesenermaßen zufriedensten Bürger und die blühendsten Demokratien, weil der Monarch, der ja über der Politik steht, auf die Beachtung der freiheitlich-demokratischen Grundregeln achtet. Es ist sogar so, dass – auch wenn der Monarch kein „Regent“ ist – dennoch zwischen dem Monarchen und dem Regierungschef ein reger Austausch stattfindet, so dass der Monarch gegebenenfalls seinen Unmut äußern kann, wenn ihm etwas an der Regierungsweise des vom Volk gewählten Regierungschefs missfällt.

In unserer sogenannten „Republik“ kann der Regierungschef nach Belieben schalten und walten, und der Bundespräsident darf erst dann handeln, wenn er vom Parlament dazu aufgefordert wird.

Der Orden der Armen Ritter Christi vom Tempel Salomons zu Jerusalem (OPMC) gibt hiermit ein eindeutiges Bekenntnis zu der Staatsform Monarchie. Das hat vor allem seine Gründe darin, dass nicht nur dem Land an sich, sondern vor allem auch dem Bürger, der sich mit seinem Monarchen identifiziert, ein gehöriges Stück Würde zurück gegeben wird. Auch wenn der Bürger an der Wahl des Staatsoberhauptes keinen Einfluss hat, so hat er es in unserem Bundespräsidialsystem erst Recht nicht. Wer aber auf die unsinnige Idee gekommen ist, dass der Regierungschef sich für die Position des Staatsoberhauptes den Kandidaten aussucht, der ihm am Genehmsten ist, das werden wir nie verstehen. Denn damit ist dem Zuschieben von Macht und Privilegien und der Korruption Tür und Tor geöffnet.

Wir sind aber genauso gegen das System, wie wir es in unserem Nachbarland Österreich vorfinden, in dem der Bundespräsident direkt vom Volk gewählt werden darf. Denn es schadet unserer Meinung nach sehr dem Ansehen und der Würde des Amtes, wenn wir in relativ tumultartigen Szenen den Wahlkampf für den „Posten“ des Staatsoberhauptes beobachten.

Dem Bürger wird mit dem Kommen und Gehen der Bundespräsidenten auch die Möglichkeit verwehrt, sich mit seiner Nation als solches auf eine gesunde Weise zu identifizieren. Wir geben sogar zu bedenken, ob durch das Fehlen einer „Vaterfigur“ die Grundlagen für die schweren sozialpolitischen Mängel in unserer Gesellschaft liegen, in der das Bild der traditionellen Familie (mit Vater, Mutter und vielen Kindern), ja in der sogar die Großfamilie, in der mehrere Generationen zusammen lebten, die Freud und Leid gemeinsam teilten, verwischt, um nicht zu sagen verschwunden ist. Im Monarchen wird jedoch für die ganze Nation der Wert und der Sinn der Familie deutlich.

Der wichtigste Aspekt ist fast sogar der Wertvollste. Der Monarch versinnbildlicht den Begriff der „Einheit“, der Einheit einer Familie, die Einheit der Nation. Auch wenn wir in Spanien z.B. Separationsbestrebungen beobachten, so ist es dennoch der König, der das Land und die verschiedenen Völker eint. Am Deutlichsten sehen wir es in Belgien, in dem drei verschiedensprachige Völker alleine durch die Präsenz des Königshauses die Einheit der belgischen Nation beibehalten. Würde die Monarchie in Belgien abgeschafft, fiele das Land im gleichen Moment mit der Abschaffung der Monarchie auseinander. Doch alle drei Völker sehen keinen Grund, eigene Wege zu gehen, weil sie in ihrem König EINEN gemeinsamen Vater haben.

Es gäbe noch Gründe genug, vor allem kostentechnische, um sich für die Monarchie als Staatsform zu entscheiden. Als ein fast 900 Jahre alter Ritterorden, der von seiner Struktur her schon hierarchisch strukturiert ist, stehen wir der Staatsform Monarchie ohnehin sehr nah. Wir stehen schon alleine deswegen dieser Staatsform näher, weil in der Person des Monarchen bestimmte ehrenhafte Tugenden hervorgerufen werden, angefangen von Fleiß über Pflichtbewusstsein bis hin zur Disziplin, zur Treue und zur Milde. Und da das Volk von seinem Monarchen eine große moralische Instanz voraussetzt, verspürt es selbst den Drang, ebenso ambitioniert in moralischer Hinsicht zu sein; denn der Monarch ist Vorbild – ganz anders als ein Bundespräsident, der ja nur einen „Job“ für eine bestimmte Zeit übernimmt, zu der er von Parteipolitikern gewählt wurde. Der Monarch hingegen macht keinen „Job“, er „IST“. Der Monarch IST das Land, er IST die National-Hymne, er IST die National-Flagge, er vereint in seiner Person als Staatsoberhaupt alle Nationalsymbole gemeinsam, weil er das Nationalsymbol schlechthin IST.

Der Monarch denkt und handelt nicht in Wahlperioden, und er ist nicht einzig seinen Wählern Rechenschaft schuldig, sondern der Monarch, der die Bürde der Geschichte, der Tradition und des Vermächtnisses aller seiner Vorfahren auf seinen Schultern drücken spürt, denkt in Generationen, und zwar der vergangenen und der zukünftigen Generationen.

Wenn wir aber die Republik beibehalten, dann brauchen wir uns wahrscheinlich um zukünftige Generationen keine Sorgen zu machen, da es unsere Nation auf absehbare Zeit nicht mehr geben wird. Denn es ist kein gemeinsamer Vater da, der uns vor Egoismus und Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Leben als solches warnt, und der uns auf unsere Verantwortung für die Zukunft unseres Volkes hin weist.

Wenn wir als Ritterorden vor die Wahl gestellt würden, ob „Monarchie“ oder „Republik“, dann wäre unsere Entscheidung klar und eindeutig: Die Monarchie, denn sie hat sich in unzähligen Jahrhunderten besser bewährt als die Republik in sechs Jahrzehnten. Denn nach diesen sechs Jahrzehnten stellen wir fest, dass wir unserer Identität, unserer Geschichte, unserer Einheit und unserer Vergangenheit beraubt wurden und somit auch keine Zukunft haben. Hätten wir einen Monarchen, würde er uns lehren, dass wir nur im Verstehen der Geschichte und der Vergangenheit unserer Nation unsere große Verantwortung für eine Zukunft in Selbstbewusstsein, in Zufriedenheit und in Würde erkennen können.

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Für den Orden der Armen Ritter Christi (OPMC)

und für die Gabriel Gesellschaft (G-G)

 

 

Fr. ‡ Berthold Möller

   Großmeister OPMC
   Vorsitzender G-G

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Salve Regina (Templer-Choral)

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Historie, Kirchenjahr und Bräuche, Kontempltives with tags , , , , , on November 2, 2011 by armeritterschaftaachen

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Auch wenn man sich im 21. Jahrhundert lieber mit Mythen und Legenden der „alten Rittersleut“ beschäftigt, auch wenn fiktive Geschichten à la Dan Brown und Konsorten Hochkunjunktur haben, so weiß kaum jemand, dass so gut wie ALLE Ordensritter glühende Verehrer der heiligsten Gottesmutter Maria waren:

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Zum 13. Oktober

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, NEWS, Pressemitteilung, Templerorden, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Oktober 13, 2011 by Bruder Berthold

Worte des Großmeisters des OPMC

zum 13. Oktober (2011)

Meine lieben Schwestern und Brüder in Christo,

liebe Freunde und Interessenten

des Ordens der Armen Ritter Christi und der Gabriel-Gesellschaft,

wir begehen heute wieder einmal einen denkwürdigen Tag, an dem ich die große Freude habe, einige Worte direkt an jeden von Euch persönlich zu richten.

Nicht Trauer soll uns diesen Tag begleiten, sondern Stolz und Ermutigung!

Heute ist der 13. Oktober, der für unseren Orden wichtigste Tag, gedenken wir all unserer armen, treuen und standhaften Vorfahren, die mit diesem historisch wichtigen Datum des Jahres 1307 Opfer von Intrige, Missgunst, Habsucht und Hass wurden. Unser Orden feiert aber heute auch den 2. Jahrestag seines Bestehens – heute ist also unser 2. Geburtstag, und ich möchte Euch, ich möchte uns allen, liebe Brüder und Schwestern, meine herzlichsten Glück- und Segenswünsche übermitteln.

Der 13. Oktober 1307, der der Geschichte der Menschheit den Aberglauben vom „Schwarzen Freitag“ und von der „13“ als Unglückszahl beschert hat. Mit dem „13. Oktober“ und vor allem mit dem Tod des Großmeisters Jacques de Molay knapp sieben Jahre später begann überhaupt die Zeit, in der der hochehrwürdige Tempelritter-Orden nur noch im Lichte des Aberglaubens und des Okkulten betrachtet wurde. Alles Mögliche wurde und wird heute noch den „Templern“ angedichtet, und es wird unbeschreiblich  schwer, die Welt von unseren hehren Absichten zu überzeugen.

WEN interessiert es denn, dass der Tempelritter-Orden und alle Angehörigen dieses hochehrwürdigen Ordens noch von seinen Anklägern (Papst Clemens V.) von allen seinen Anschuldigungen im Chinon-Dokument freigesprochen wurden? WEN interessiert es denn überhaupt, dass alle Bücher und Filme, die sich um die „sagenhaften Templer“ drehen, nichts als Fiktion sind? WEN interessiert es denn tatsächlich, dass diverse Vereinigungen, die sich als Symbol ein Templer-Kreuz zulegen und die sich mit Mythen, Märchen und Sagen des Mittelalters beschäftigen, mit dem Tempelritterorden absolut nichts gemein haben?

Niemanden interessiert es, und von daher haben wir einen furchtbar schweren Stand in der Gesellschaft, weil immer wieder gefragt wird, wie es denn sein kann, dass wir Nachfahren von Rittern sein können, die es seit 700 Jahren gar nicht mehr gibt und die nie rehabilitiert wurden.

Liebe Schwestern und Brüder, dadurch, dass wir eine solch schwere Ausgangsposition haben, dadurch, dass wir uns in einem Orden zusammen gefunden haben, der nicht über 9 Jahrhunderte von Kirche und Gesellschaft bevorzugt wurde, erkennen wir mit unserem Orden eine unvergleichliche Chance, unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen gemeinsam mit unserem Primas, dem hochwürdigsten Herrn Erzbischof Muhammad Schmidt zu erkennen und zu leben. Die Güte und die Vorsehung des Allweisen Herrschers des Himmels und der Erde hat Seine Eminenz zu uns geführt, und ich erlaube mir, auch zu unserem heutigen Festtag, ihn als unser geistliches Oberhaupt in unserer Mitte willkommen zu heißen – ihn um Sein Gebet für unseren Orden und für jedes einzelne unserer Brüder und Schwestern zu bitten, so wie auch wir Seine Eminenz, den hochwürdigsten Herrn Primas Msgr. Schmidt immer in unser Gebet einschließen.

Mit dem Begriff „Gebet“ leite ich meine Gedanken an einen unserer Grundpfeiler unserer Ordensgemeinschaft, gehört das Beten gemeinsam MIT dem Arbeiten zu den Grundfesten der benediktinischen Regel. Mit dem Begriff „Gebet“ möchte ich Eure Aufmerksamkeit, liebe Schwestern und Brüder, auf all unsere Schwestern und Brüder lenken, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Was wären wir für Christen, was wären wir für Ritter, was wir für ORDENS-Ritter, die sich mit Stolz und vielleicht sogar überheblich mit dem Symbol des Todes, des Lebens und der Auferstehung Jesu Christi schmücken, und uns lassen all die Nachrichten von Tod und Vernichtung unserer Glaubensbrüder im Irak, in Vietnam, in Indien, in Ägypten kalt. Beten wir, zeigen wir Solidarität, geben wir ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht, die eben nur in unserem Herrn und Erlöser gefunden werden kann. „Selig, die um meines Namens Willen verfolgt werden, denn IHRER ist das Himmelreich!“

Wir müssen uns aber auch Folgendes vor Augen führen: Wir sind in Europa an einem Punkt angekommen, wo unsere Gesellschaft selbst an der Schwelle steht, Christen zu verfolgen, weil sie den Anspruch erheben, IN Christus Jesus die Wahrheit zu haben. Und weil Christen, weil WIR Wahrheit ER-kennen und BE-kennen, können und dürfen wir Christen nicht schweigen, wenn wir das offensichtliche Unrecht erkennen. IN Christus versuchen wir die Wahrheit von der Unwahrheit, das Recht von Unrecht, (soziale) Gerechtigkeit von Ungerechtigkeit zu unterscheiden, schenkt uns der Heilige Geist die Gabe der Unterscheidung. Doch schauen wir uns umher, in unserer Nachbarschaft, in unserer Stadt, in unserer ganzen Gesellschaft. Wo herrscht noch Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit, wenn sie nicht mehr aus Christus kommt, weil man ihn von seinem Thron gestürzt hat? Es liegt an UNS vom Orden der Armen Ritter Christi und der Gabriel-Gesellschaft – jeder mit dem ihm von Gott gegebenen Talenten, Ihm, unserem Herrn und Gott, wieder seinem rechtmäßigen Platz zuzuführen, denn – das werdet Ihr verstehen und nachvollziehen können: Wenn Christus aus dem Blickfeld und aus dem Gedächtnis der Menschen ausgelöscht worden sein wird, haben auch WIR vom Ritterorden der Armen Ritter Christi unsere Daseinsberechtigung verloren, weil wir nämlich IN und MIT seinem Heiligsten Namen wirken, zum Wohle des Nächsten.

Die „13“, meine lieben Schwestern und Brüder (um noch einmal auf unseren Festtag hinzuweisen), ist keine Unglückszahl – und mit Aberglauben und Unglauben, mit Esoterik und Okkultem haben wir ohnehin nicht das Geringste zu tun. Die „13“ ist für unsere Vorfahren der Anfang vom Ende gewesen, aber nicht Trauer oder Verzagtheit soll unseren heutigen Festtag begleiten, sondern Stolz und Ermutigung für uns – im 21. Jahrhundert – die im 13. Oktober einen neuen Anfang ergreifen in Bescheidenheit und Demut, ein Anfang in der Nachfolge Jesu und in der Tradition unserer ehrenhaften, treuen und tapferen Vorfahren, denen es nie in den Sinn gekommen wäre, den Namen des Herrn zu verunehren, die Frohbotschaft zu leugnen oder zu relativieren, Jesus Christus als ihren Herrn und König abzulehnen.

Wir wissen nicht, wie weit die Entwicklungen der kommenden Monate und Jahre gehen werden, aber ich rufe Euch HEUTE schon zu: Seid standhaft, meine Schwestern und Brüder, seid treu zum Kreuz, das Eure Brust schmückt oder eines Tages, wenn Ihr zum Ritter geschlagen werdet, schmücken wird. Euer ritterliches Leben sei ein einziges Bekenntnis zu Christus, der uns die Freiheit gebracht hat, der uns die Wahrheit und den Weg gezeigt hat. Und selbst WENN unser Herr und König es zulassen sollte, dass auch im einstmals christlichen Europa Menschen um ihres Glaubens Willen verfolgt und getötet werden, dann dürfen wir keinen Augenblick zögern, unsere wahre Berufung als Ordensritter und –Dame zu erkennen und unsere wahre Verantwortung für unsere Mitmenschen zu übernehmen, zur Ehre dessen, dem wir all unser Handeln und Denken aufopfern, auf dass nicht uns, sondern alleine IHM alle Ehre zuteil werde, gemäß unserem Motto, welches an unserem heutigen Festtag ununterbrochen auf unseren Lippen sein soll – im Gedenken an unsere treuen, tapferen und mutigen Vorfahren, Großmeister Jacques deMolay eingeschlossen.

Non nobis, Domine, non nobis, sed nomine tuo da gloriam!

Euer

Fr. Berthold Möller

Großmeister OPMC
Großmeister-General Gabriel-Gesellschaft
Vorsitzender der Gabriel-Stiftung

Kirchliche Bekanntmachung

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Historie, Kirchenjahr und Bräuche, Kontempltives, NEWS, Ordensaktivitäten, Pressemitteilung, Templerorden on April 6, 2011 by Bruder Berthold

01. April 2011 Kirchliche Bekanntmachung

Die Christian Missionary Anglican Communion (CMAC) Europe unter ihrem Primas Dr. ++Muhammad Schmidt gibt bekannt, dass der Orden ARME RITTER CHRISTI VOM TEMPEL SALOMONS ZU JERUSALEM (Ordo Pauperi Milites Christi De Templo Salomonicis Hierosalemilanis) unter seinem Großmeister Fr. ++Berthold Möller mit Sitz in Marsberg, Deutschland, mit Wirkung vom 28. März 2011 von der CMAC Europe anerkannt und der gegenwärtig rechtmäßig amtierende Großmeister in seinem Amt bestätigt wurde. Wir wünschen dem Orden für sein religiöses und karitatives Wirken Gottes reichen Segen!

 

Schreiben des Großmeisters zum 1. Jahrestag der PCCTSH

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Historie, Kontempltives, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Oktober 13, 2010 by Bruder Berthold

 

Schreiben des Großmeisters der PCCTSH

Bruder Berthold Möller

zum ersten Jahrestag ihrer Gründung

(13. Oktober 2009)

 

Meine lieben Freunde und Interessenten,

liebe Schwestern und Brüder,

 

eigentlich erhaltet Ihr – außer den Tagesgebeten – nur zu ganz bestimmten Anlässen oder zu Feiertagen ein Schreiben von mir. Der Anlass dieses Schreibens ist ein äußerst erfreulicher: Die Arme Ritterschaft Christi /Pauperes commilitones Christi feiert heute – am 13. Oktober – ihren ersten Jahrestag – und dazu möchte ich Euch und uns allen von Herzen beglückwünschen.

Schon etliche Monate vor dem Oktober 2009 begannen die Aktivitäten unseres Ordens, und wie bei den meisten von Euch war das Mittelalter und die Ritterschaft im Allgemeinen der größte Stein, der den Orden zum Rollen brachte.

Was aber IST es, das solch eine Faszination auf die Menschen ausübt? Was IST es, das das Interesse der Menschen so unvergleichlich anzieht? Die Menschen des Mittelalters waren zu denen im heutigen 21. Jahrhundert alles andere als beneidenswert. Sie konnten nicht lesen, nicht schreiben, kannten nicht die hygienischen und medizinischen Vorteile, hatten keinen ausgewogenen Speiseplan, … Und doch waren sie uns um einiges voraus: Sie hatten Werte. Und sie hatten einen Glauben.

Sie hatten ein felsenfestes Gottvertrauen, der ihren kompletten Alltag bestimmte. Sie wussten sehr wohl zu unterscheiden, was des Kaisers und was Gottes ist. Ihr kompletter Jahresablauf, ihr Arbeiten, ihre familiären Begebenheiten, drehte sich ausschließlich um den Kirchen- und Heiligenkalender.

Und heute?

Wir haben uns all‘ des vermeintlichen Ballastes entledigt, wir sind „aufgeklärt“, wir sind „mündige Bürger“ – und auch noch stolz drauf. Hoch erhobenen Hauptes wandeln wir umher wissend, dass alle paar Minuten unerwünschte Kinder im Mutterleib getötet werden – Hauptsache wir konnten unserer sexuellen Lust nach gehen.

Hoch erhobenen Hauptes sehen wir hungernde Kinder am Straßenrand sitzen, deren Eltern ihren Beruf verloren haben, weil sie dem wirtschaftlichen Streben nach Gewinnzuwachs zum Opfer gefallen sind – Hauptsache, wir dürfen uns zu den reichsten Nationen der Welt zählen.

Hoch erhobenen Hauptes ignorieren wir sie Alten und Gebrechlichen unserer Gesellschaft, die aufs Abstellgleis gestellt wurden, weil sie uns in unserer Ellbogengesellschaft nur im Wege sind. Hauptsache, wir haben noch viele Jahre Zeit, bis dass uns UNSERE Kinder ausstoßen … und vergessen.

Nein! Wir sind nicht Ritter des altehrwürdigen Tempelritterordens geworden, um hoch erhobenen Hauptes daher zu schreiten. Wir sind Ritter, auf dass die ALTEN ihr Haupt erheben können, weil man ihnen wieder ihre Würde zurück gegeben hat. Und auch wer hungert, sieht keinen Anlass, sein Haupt zu erheben. Und alle Kinder sollen stolz ihr Haupt erheben dürfen, weil sie von ihrem Vater, ihrer Mutter, ihren Geschwistern und allen Verwandten geliebt werden – als Geschenk des himmlischen Vaters.

Wir sind aber auch Ritter eines Ordens, um – der Jahrtausende alten Tradition folgend – DEM die Ihm gebührende Ehre zu erweisen, Der Himmel und Erde erschaffen, Der uns den Geist gesandt, und Der durch die Jungfrau Maria geboren wurde, um uns (in Menschengestalt) zu wahrhaft freien, mündigen Bürgern zu machen, indem Er sich am Holz des Kreuzes dem Vater hingegeben hat: Gott, der Dreifaltig Eine. Was nützt uns all unser Handeln, was nützt uns all unser Tun für den Nächsten, wenn wir uns nicht dessen bewusst sind, Der uns Ge-rufen, der uns BE-rufen, der uns beauftragt hat, das Kreuz auf uns zu nehmen und – ohne Bedingungen – IHM zu folgen … ohne Fragen zu stellen, ohne Hintergedanken zu haben, ohne auch nur das Geringste als Gegenleistung zu Fordern. Denn wir sind uns bewusst, dass wir SEINE Kinder sind, also haben wir alles, was wir brauchen, nämlich die Liebe Gottes, die unbeschreiblich, die unendlich und die bedingungslos ist.

Dessen eingedenk, dürfen wir unser Haupt erheben, wissen wir um des Beistandes des himmlischen Hofes in unserem täglichen Kampf gegen Unmenschlichkeit, gegen Ungerechtigkeit und gegen Hass, Zwietracht und Neid. Wir dürfen unser Haupt erheben, dessen eingedenk, der am heutigen 13. Oktober vor 703 Jahren mit all seinen Brüdern verfolgt , verhaftet und später dem größten Justizverbrechen der Geschichte zum Opfer fiel: Jacques de Molay.

Halten wir am heutigen Festtag unseres Ordens einen Moment inne, um ihm und all unseren verehrten Brüdern, die uns in Mut, Tapferkeit und Standfestigkeit vorausgegangen sind, beten wir für SIE, beten wir für uns … und beten wir für all jene, die sich von Gott entfernt haben und die damit dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft eine weitaus bedauernswertere ist als die Gesellschaft, mit der wir uns in Mittelalter-Büchern und in der Geschichte der (Kreuz-)Ritter mit Leidenschaft beschäftigen. Halten wir aber auch einen Moment inne, um uns selbst zu erforschen, die wir Ritter der Armen Ritterschaft SIND, und die sich anschicken, ehrenwerte Ritter und ehrenwerte Damen der Armen Ritterschaft Christi zu werden. Sind wir der Nachfolge Jacques de Molays und all seiner Ritter würdig? Wissen wir um die Bedeutung und die Auswirkung des blutroten Kreuzes, welches wir auf unserem weißen Mantel tragen. Wissen wir um der Verantwortung, die wir mit dem Ritterschlag, mit der Investitur auf uns nehmen?

Kniend empfangen wir den Ritterschlag – nicht erhobenen Hauptes.

In tiefer Demut begegnen wir unserer Schwester und unserem Bruder – nicht hoch erhobenen Hauptes.

In Demut und Bescheidenheit begegnen wir den Alten, den Kindern, den Hungernden, den Obdachlosen, den Trauernden, den Arbeitssuchenden, … – nicht hoch erhobenen Hauptes.

Wir erheben unser Haupt nur, wenn es darum geht, die Ehre DESSEN mit allen möglichen Mitteln zu verteidigen, auf dessen Namen wir getauft sind: Jesus Christus.

ER, meine lieben Freunde, liebe Schwestern, liebe Brüder, segne Euch ganz besonders am heutigen ersten Jahrestag unseres Ordens ER begleite und beschütze uns und unseren Orden, ER sei es, dem alle Ehre zukommen möge, so wie es am Anfang aller Zeiten war, so wie es auch am Ende aller Zeiten sein wird.

In Demut grüßt Euch in aller Brüderlichkeit

NNDNN

+++ Berthold

Mönchsritter

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Historie, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on März 12, 2010 by armeritterschaftaachen

Es gibt einen Begriff, mit dem wir uns einmal näher befassen müssen, während wir uns in dieser vorösterlichen Zeit auf das Leiden, Sterben, auf die glorreiche Auferstehung des Jesus von Nazareth konzentrieren:

Der Ritter-Orden.

Eigentlich – so werden viele denken – ist das doch ein vollkommener Gegensatz, ein edler Ritter und ein ärmlicher, der Welt entrückter Ordensmann. Aber zum näheren Verständnis müssen wir uns gedanklich in der Zeit um ca. 900 Jahre zurück versetzen. Der Islam hatte Besitz vom Heiligen Land ergriffen, und die heiligen Stätten, die vom Leben, Wirken, Sterben und Auferstehung Christi zeugten, standen in Gefahr, der christlichen Welt für immer verloren zu gehen. Mit einem „Gott will es (Deus vult)“ überzeugte der in Rom residierende Papst die Christen, und hier vor allem die Ritter, sich zum Heiligen Land zu begeben, um im Kampf und unter dem Einsatz ihres Lebens sowohl die Heiligen Stätten, die Pilger und das Heilige Land als solches der Christenheit zu erhalten.

Diese Geschichte kennen wir ja im Großen und Ganzen, was uns Menschen im 21. Jahrhundert jedoch nicht SO Präsent ist, ist, dass man absolut keine Vorstellung davon haben kann, wie die Welt vor 900 Jahren ungefähr war. Einige Erdteile waren noch gar nicht entdeckt,  Lesen und Schreiben war nur Wenigen, meistens nur Mönchen, bekannt, viele Annehmlichkeiten, die uns heute selbstverständlich sind, waren noch gar nicht bekannt, die ganze (bekannte) Welt war so gut wie vollkommen ländlich strukturiert, denn „Städte“ gab es nur wenige, der Jahres- und Tagesablauf richtete sich einzig nach dem kirchlichen Kalender, so dass sich das Denken und Handeln des Menschen vollkommen auf das „Jenseits“ konzentrierte, so dass der Mensch des beginnenden 2. Jahrtausends sehr stark nach dem Glauben richtete, um sich einen möglichst priviligiereten Platz im himmlichen Jerusalem zu sichern. Man nennt das Mittelalter häufig auch „das dunkle Zeitalter“, aber es ist vermessen und ignorant, aus dem Blickwinkel des 21. Jahrhunderts sich so abfällig über das 11./12. Jahrhundert zu äußern. In vielerlei Hinsicht kann man diese Menschen sogar zutiefst beneiden, weil sie Werte und Ideale hatten, sie hatten einen Weg und sie hatten ein hehres Ziel – nämlich das Ewige Leben in einem Reich, das nicht von dieser Welt ist …

Was jedoch von Historikern zu Recht nicht ganz so hoch stilisiert wird, ist der Ritter als solches. Er wuchs meist in kinderreichen Familien auf, in der das Erbe des Titels und der Burg – falls überhaupt vorhanden – nur dem Erstgeborenen vorbehalten blieb, sofern er nicht vorher enterbt wurde. Die restlichen männlichen Erben mussten zusehen, wie sie zu ehren und Titeln kamen, so dass im Endeffekt viele abenteuerliche Raufbolde hervortraten, die dem Rittertum des Mittelalters eigentlich keinen guten Ruf bescherten. Das Mittelalter erlebte ja erst im 19. Jahrhundert eine Art „Renaissance“, in der auch das Leben des Ritters hoch stilisiert und idealisiert wurde – warum auch nicht …? Die ritterlichen Tugenden, die für viele von uns heute zu hohen Idealen wurden, stammen mehr aus dem 19. Jahrhundert denn aus dem Mittelalter; das soll jedoch nicht bedeuten, dass es im Mittelalter keine „richtigen“ Ritter gegeben habe.

Dem Ruf des „Deus vult“ kamen sehr viele Ritter – vor allem aus Frankreich – nach, weil sie im Kreuzzug endlich die Möglichkeit sahen, zu Ruhm und Ehren zu kommen, das sie zu Hause nicht erlangen konnten, weil sie von der Geburtenrangfolge benachteiligt waren. Der historischen Wahrheit ihren Tribut zollend, müssen wir uns schon mit der Feststellung begnügen, dass viele dieser ins Heilige Land pilgernden Ritter eher peinlich waren, weil sie sich lieber aufs Plündern und Brandschatzen konzentrierten, als sich der Verteidigung der christlichen Stätten hinzugeben. Aber um die wollen wir uns heute nicht kümmern …

Uns interessieren die Ritter, die den Auftrag der Kirche und des Königs sehr ernst nahmen. Immerhin galt es, das Land, in dem Jesus von Nazareth geboren, in dem er gelehrt, geheilt und gelitten hat, und in dem er gestorben und glorreich auferstanden ist, von den Ungläubigen zu beschützen. Es galt, den Pilgerströmen, die ihr seelisches Heil nur darin sahen, größte Opfer auf sich zu nehmen, um das Heilige Land aufzusuchen, größtmöglichen Schutz anzubieten vor den Überfällen der Sarazenen. Diese Ritter sahen sich im Dienst der Kirche und sie verstanden sich unter dem Schutz der Kirche, denn – wie wir uns erinnern – der tägliche Ablauf des Mittelalter-Menschen kreiste vollkommen um den kirchliche Kalender …

Das nicht weniger dieser Ritter, die dem Ruf des „Deus vult“ folgten, im blutigen Kampf für eine heilige Sache und im Gebet und Unterwerfung vor den Geboten Gottes keinen Widerspruch sahen, liegt in der Natur der Sache, denn es GAB keinen Unterschied. Sie folgten dem Ruf Gottes, sie handelten im Auftrag Gottes und sie sahen sich unter dem besonderen Schutz Gottes. „Was ER Euch sagt, das tut!“ waren neben dem „FIAT“ („so geschehe es“) die verehrungswürdigsten Worte der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, und was ER den Rittern sagte, wissen wir aus der Heiligen Schrift, die die meisten damals zwar nicht lesen konnten, die sie aber so gut wie auswendig konnten.

Es war kein großer Schritt dahin, sich in Gruppen zusammen zu finden, um der Kirche und dem König seine Kraft, seine Kampfeslust, aber auch sein Herz, seine Seele und sein Glauben anzubieten, um in der Gemeinschaft und unter dem gemeinsamen Zeichen (des Kreuzes) höhere Ziele zu erreichen. Bisher war man „nur“ dem König und der Heeresleitung hörig, nun galt es jedoch, diesen Dienst auf eine noch höhere Ebene zu heben, denn Jesus von Nazareth, der König der Könige, bestimmte eh ihren Tagesablauf. Das soll aber nicht bedeuten, dass sie zweierlei Königen dienten, dem König Jerusalems und dem König des Himmels, sondern im Dienst für den König von Jerusalem dienten sie ja Christus, weil ja jeder weltliche Herrscher ohnehin der (weltliche) Stellvertreter Christi war.

Durch Bernhard von Clairvaux, ein Ordensmann, der die Geschichte und die Geschicke Europas zu handhaben wusste wie kaum ein anderer siener Zeit, dessen Meinung und Rat Päpste, Kaiser und Könige einzuholen suchten, bekamen diese Rittergruppierungen ihre Struktur und ihren Ordenscharakter, vor allem auch dadurch, dass dieser heilge Mönch ihnen ihre Regel gab, die auch heute nichts von ihrer Wichtigkeit verloren hat.

Die Ritter waren nicht Mönche im eigentlichen Sinn, sie waren Laien in einem Orden und unterwarfen sich bedingungslos dem kirchlich-mönchischen Regeln, der Kontemplation in Form des Stundengebetes und der liturgischen Feiern, eingeschlossen. Mit dem Schwert in der Hand legten sie vor Gott und dem König ihre heiligen Gelübde ab, wissend, dass sie nun einem Kreis von Brüdern angehören, die alle ihre weltlichen Zeichen wie Wappen und Namen hintanstellen, um unter dem EINEN Zeichen des Baussant mit dem Gebet auf den Lippen den Kampf gegen den Unglauben aufzunehmen. Interessanterweise verzichtete jeder einzelne dieser Rittermönche – oder sollen wir sie Mönchsritter nennen? – auf alle weltlichen Ruhm, auf Ehre und Lob, denn sie verrichteten ihren Diest einzig zur Ehre des himmlichen Königs, ihr Motto ins Herz eingebrannt und noch im Sterben auf dem Schlachtfeld flüsternd: „… sed nomine TUO da gloriam!“

900 Jahre später tun wir Menschen uns schwer mit dieser Gedankenwelt des Mittelalters. Man muss bedenken, dass nicht nur das Heilige Land nach den Kreuzzügen verloren gegangen ist, der Tempelritter-Orden nach dem größten Justizskandal der Geschichte zerschlagen wurde, dass mit der Renaissance nicht mehr Gott, sondern der Mensch in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns gerückt wurde. Mit der französichen Revolution rollte eine Welle des Säkularismus über Europa hinweg und unendlich viele Ordenshäuser und Klöster wurden aufgehoben. Die Geschichte zeigte mit dem Ende des 18. Jahrhunderts ihre hässlichste Fratze, denn Ordnung hat aufgehört zu sein. Aufstand gegen Gott, gegen die Kirche und gegen König waren von nun an bestimmend, denn der Mensch sah sich nun vollends als der Herrscher und derjenige, der sein Schicksal in die Hand zu nehmen vorbestimmt sei. Dass diese Ansicht einhergeht mit Chauvinismus, Intoleranz und Religionsfeindlichkeit, haben wir spätestens im 20. Jahrhundert erleben können.

„Sind Ritterorden ein Anachronismus?“ wurde auf der Internetplattform dieses Ritterordens bei Facebook gefragt. Nun gut, es kam bisher noch keine Antwort. Das muss uns aber nicht stören, da die Frage im Grunde genommen eine rhetorische war. Ritter, wie wir sie aus den netten Abenteuerromanen und von den Mittelaltermärkten und Burgfestspielen kennen, gibt es keine mehr. Eigentlich haben die auch im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen. Aber es gibt in den verschiedenen Mönchsorden noch, die durch ihr Gebet und durch ihrer weltlichen Entrückung den Dialog stellvertretend für die in der Irre wandelnden Menschen aufrechterhalten.

… Und es gibt die Ritterorden, die mit möchischen Idealen und mönchischen Gelübden fest in der Gesellschaft stehen, um mit und unter dem Zeichen des Kreuzes den Kampf gegen Intoleranz, gegen Ungerechtigkeit und gegen die Gottlosigkeit in dieser Welt den Kampf aufzunehmen. Ritterlichkeit und Mönchstum sind kein Widerspruch – ganz im Gegenteil, sie ergänzen sich gegenseitig. Wem schadet es, sich intensiv mit den ritterlichen Tugenden und den damit versehenen hohen, vielleicht sogar höchsten (Menschheits-)Idealen auseinander zu setzen, um dem Ruf des himmlischen Königs zu folgen, der uns  nicht nur das göttliche Gebot der Gottes- und Nächstenliebe auferlegt, der uns auch beruft, SEIN Kreuz auf uns zu nehmen, um IHM im Nächsten zu dienen.

Archäologen überrascht: Nagel von Jesus‘ Kreuzigung gefunden?

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, NEWS on März 3, 2010 by Bruder Berthold

Bei einer abgelegenen Festung auf einer winzigen Insel vor Madeira fand man einen rund zehn Zentimeter langen Nagel. Es gibt Anzeichen, dass er für die Tempelritter eine grosse Bedeutung hatte. Ist es möglich, dass er tatsächlich bei der Kreuzigung von Jesus eine Rolle spielte?

Der Nagel wurde auf der kleinen Insel Pontinha vor dem portugiesischen Eiland Madeira gefunden. Archäologen vermuten laut der britischen Zeitung Daily Telegraph, dass er einer von tausenden ist, die während Kreuzigungen im Römischen Reich verwendet wurden (siehe InfoBox).

Der Nagel ist laut den Wissenschaftlern nicht – wie aufgrund seines hohen Alters zu erwarten wäre – rostig und rauh, sondern völlig glatt. Daraus schliessen sie, dass er im Laufe der Jahrhunderte von vielen Händen berührt wurde. Dies wiederum deutet darauf hin, dass er für etwas ganz Besonderes gehalten wurde.

Die Festung auf Potinha gehörte wohl dem Templerorden; einem militärischen Mönchsorden, der in der Folge des Ersten Kreuzzugs entstand und zu Beginn des 14. Jahrhunderts aufgelöst wurde. Gemäss einem Mitglied des modernen britischen Templerordens (Knights Templar of Britannia), der den Nagel für eine bedeutende Entdeckung hält, waren die mittelalterlichen Tempelritter vermutlich davon überzeugt, mit eben diesem Nagel sei Jesus ans Kreuz geschlagen worden, und verehrten das Objekt wie eine Reliquie.

Sie konnten ja nicht — wie die heutigen Archäologen — wissen, dass das rund zehn Zentimeter lange Metallstück erst im ersten oder zweiten Jahrhundert nach Christus gefertigt wurde.

Quelle: http://www.20min.ch/wissen/news/story/Nagel-von-Jesus–Kreuzigung-gefunden–24729772