Mord: unchristlich und unritterlich!


Es sind nun drei Tage vergangen, seit die Nachricht von einem Doppelattentat in Norwegen über die Welt herein gebrochen ist – und noch immer können wir es nicht fassen, noch immer sind wir sprachlos, noch immer ist der Schock und das Entsetzen groß.

Es ist uns Damen und Ritter des Ordens der Armen Ritter Christi vom Tempel Salomons zu Jerusalem (OPMC) ein großes Anliegen, der königlichen Familie Norwegens, dem norwegischen Volk und ganz besonders allen Angehörigen der vielen Opfer und der vielen Einsatzkräfte unsere tiefste Anteilnahme auszudrücken. Seit der Stunde des schrecklichen Unheils, das ein Unheil für ganz Europa ist, gilt den Opfern und den Hinterbliebenen unser Gebet – in Trauer und Unverständnis.

Entsetzen und Unverständnis plagen uns, wenn wir über eine Tat nach denken, die niemand je wird begreiflich machen können. Entsetzen und Unverständnis plagen uns aber auch, wenn wir die Berichterstattungen der Medien betrachten, die anscheinend endlich den „neuen Terroristen“ gefunden hat: „der blonde, blauäugige, christliche Fundamentalist“, der sich auch noch als Tempelritter ausgab, und der als solches zum „heiligen Kreuzzug“ ausgerufen hatte. „Christ“, „christlicher Fundamentalist“, „Fanatiker“, „Rechtsradikaler“ und „Tempelritter“ werden nun von den Medien in einen Topf geworfen und auf die Fahndungsliste gesetzt. Nun hat man endlich die Möglichkeit gefunden, vom ehemaligen Feindbild „Muslim“ auf das Feindbild „Christ“ umzuschlagen, womit die Christenverfolgung nur seine neue Etappe eingeläutet hat. JETZT ist die Stunde endlich gekommen, den „Christlichen Fundamentalisten“ auf die Abschussliste zu setzen, weil ja nun, mit der Norweger Katastrophe, die Christenverfolgung quasi legitimiert wird; denn es ist nun offensichtlich: Die Ursache der Unzufriedenheit und des Unfriedens in Europa ist der Christ.

Würden die Damen und Herren der Medien aber die Vernunft walten lassen, würden sie erkennen, dass ihre Schlussfolgerung vom ersten bis zum letzten Satz nicht stimmt – nicht stimmen kann! Schon alleine die Tatsache, dass der Täter alleine gehandelt hat (nach 9 Jahren Vorbereitungszeit) zeigt, dass er keine Sympathisanten, keine „Jünger“ unter all den Christen hatte, keine, die seinem Aufruf zum Kreuzzug gefolgt sind, weil JEDER Christ dem Ansinnen einer offensichtlich geistesgestörten Seele keine Bedeutung beigemessen hätte. Das Doppelattentat von Oslo IST nämlich – von welcher Seite man die Untat auch betrachtet – mit dem christlichen Weltbild absolut nicht vereinbar.

Als Tempelritter möchten wir aber eines ganz klar stellen: Wir kennen den Orden nicht, dem der Attentäter von Oslo angehört haben mag, wir wissen nur, dass er ein Freimaurer war, womit er an sich schon mit dem christlichen Glauben nicht mehr im Einklang war, denn freimaurerisches Gedankengut und christliche Weltanschauung schließen sich gegenseitig aus. Das Gleiche gilt für seinen Status als “Tempelritter“, wenn er denn tatsächlich einer gewesen sein soll, was wir uns ob der schrecklichen Ereignisse von Oslo nicht vorstellen können. Denn ein Ritter (des Deutschen Ordens, des Malteser Ordens, des Johanniterordens, des Grabesritterordens, des Templerordens, …) übt sich in Tugendhaftigkeit und in Demut, in Nächstenliebe und in Tapferkeit, der Ordensritter verurteilt Gewalt in jeder Form, er verurteilt „rechtes (extremistisches) Gedankengut“ aufs Schärfste, und ein Ritter macht sich selbst nicht zum Herr über Leben und Tod. Von daher distanziert sich der Tempelritterorden in aller Deutlichkeit von den Attentaten von Oslo und von jeder Form der Gewalt, weil sie gegen die Lehre Jesu Christi sind.

Die Tat von Oslo, die wir auf das Energischste verurteilen, zeigt uns Tempelrittern nur zu deutlich, dass sie die Tat eines Menschen war, der eben die Fundamente des christlichen Glaubens NICHT kannte, der offensichtlich die 10 Gebote nicht kannte, der das Göttliche Gebot von der Gottes- und Nächstenliebe nicht kannte, und der von daher auch absolut nichts Ritterliches an sich hatte, weil seine Seele nur von Hass zerfressen war bzw. ist. Von daher wehren wir Tempelritter uns in aller Deutlichkeit dagegen, mit einer schrecklichen Tat wie die von Oslo in irgendeinen Zusammenhang gebracht zu werden. … Aber Hauptsache, die Medien haben ein neues Feindbild: „der christliche Kreuzritter“.

Der Denkzettel, den der Attentäter von Oslo, Anders Behring Breivik, verpassen wollte, galt der Regierung, nicht dem Islam, nicht den Moslems, nicht den Kindern und Jugendlichen. Er galt der Regierung Norwegens und den Regierungen Europas. Und es ist Zeit für die Regierungen Europas, sich nun ersthafte Gedanken zu machen. Die Unzufriedenheit in Europa nimmt immer größere Ausmaße an. „Multikulti“ hat – das geben selbst die Regierungen offen zu – versagt, es wird aber nichts unternommen, dass dem Unmut der Bevölkerung mit Einsicht, Klugheit und Weisheit, mit Weitsicht und Vernunft begegnet wird. Selbst Oslo, das nun die Motive des Attentäters kennt, sieht keine Veranlassung, ihre Migrationspolitik zu überdenken. Die Tat von Norwegen wird genau das Gegenteil bewirken, was der Attentäter beabsichtigte: Die Islamisierung wird nun NOCH mehr gefördert, weil man ja nun ein ganz neues Feindbild in Europa gefunden hat: „Der christliche Fundamentalist“.

Wir christlichen Tempelritter sehen einer immer düster werdenden Zukunft Europas entgegen – und wir können nur noch beten – und unseren Dienst am Nächsten weiter verrichten, gleichgültig, welcher Religion, welcher Haut- oder Haarfarbe, welcher Herkunft er auch sein mag, denn für einen Christen – selbst einem (Kreuz-)Ritter – gibt es keinen Feind. Für einen Christen gibt es vor allem keinen Hass, denn Hass ist, das weiß jeder sich der Fundamente bewusste Christ, ist eine der sieben Todsünden. Das zeigt alleine schon die Tatsache, dass es unsere Christenpflicht ist, auch für eine arme, kranke und verirrte Seele wie die des Attentäters von Oslo zu beten. Möge Gott sich seiner erbarmen.

nnDnn

++ Fr. Berthold Möller

Großmeister OPMC
Vorsitzender der Gabriel-Gesellschaft
am Fest des Hl. Apostels Jakobus d.Ä. (25. Juli 2011)
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Eine Antwort to “Mord: unchristlich und unritterlich!”

  1. […] auch der Großmeister des Tempelritter-Ordens der Armen Ritter Christi (OPMC), Berthold Möller, im Blog unseres Ordens. Hierin bezieht er auch deutlich Stellung, dass der Attentäter von Norwegen, Herr Anders Behring […]

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