Archiv für September, 2010

Ich träumte …

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on September 25, 2010 by grafvonroit

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Das Wort zum Sonntag

26.09.2010


Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitglieder und Interessenten,

Das heutige Wort zum Sonntag möchte ich einmal ganz anders als gewohnt beginnen, denn ich träumte.

Es mag für einige von uns und/oder unseren Mitmenschen sehr ungewohnt aus meiner Feder sein, solch ein Wort zu veröffentlichen, aber ich denke auch diese Worte sollten uns wieder einmal in Gedächtnis gerufen werden , denn sie haben von ihrer Aktualität bis heute nichts verloren.

Jeder mag für sich selbst bestimmen, inwieweit er dieses Wort zum Sonntag für sich interpretieren und beherzigen möchte.


Ich träumte
von einem Gespräch mit Gott.

Ich schaute zu den gewaltigen Bergen auf
und erkannte darin seine Genialität.
Ich erlebte die unglaubliche Schönheit eines Sonnenuntergangs
und dachte darüber nach, wie Gott wohl sein müsste.
Ich hatte eine wichtige Frage, die ich stellen wollte.
Ich wandte mich ihm zu,
aber ich konnte Gott nicht sehen,
weil er in einem Licht wohnt, dem sich niemand nähern kann.
So schrie ich es hinaus:
Warum gibt es Leid und Tod?
Er antwortete mir durch sein Wort.
„Durch einen einzigen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen
und als Folge davon der Tod. Weil nun alle Menschen gesündigt haben,
sind sie alle dem Tod ausgeliefert.“
Dann sagte er: „Wer sündigt, muss sterben.“
Ich fragte ihn, was Sünde sei, und er antwortete:
„Sünde ist Übertretung des Gesetzes.“
Dann verkündete er deutlich sein Gesetz:
„Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren.
Fertige dir keine Götzenstatue an.
Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen.
Achte den Sabbat als einen Tag, der mir allein geweiht ist.
Ehre deinen Vater und deine Mutter.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht die Ehe brechen.
Du sollst nicht stehlen.
Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen.
Begehre nicht, was deinem Mitmenschen gehört.“
Dann sah ich die Worte Jesu:
„Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht,
der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen.“
„Furchtbar aber wird es denen ergehen, die mich feige verleugnen
und mir den Rücken gekehrt haben, den Mördern und denen, die sexuell zügellos leben,
allen, die Zauberei treiben und anderen Göttern nachlaufen, den Lügnern und Betrügern.
Sie alle werden in den See aus brennendem Schwefel geworfen.
Das ist der zweite, der ewige Tod.“
Plötzlich wurde mir klar, dass ich Gottes Gesetz viele Male gebrochen hatte
und am Tag des Gerichts zur Hölle verdammt werden würde.
Nicht nur, dass Gott jede meiner Sünden gesehen hatte,
auch mein eigenes Gewissen verdammte mich.
Als ich Gott fragte, was ich tun soll, sagte er:
„Ich habe meinen Sohn nicht gesandt, um zu verdammen…“
Da verstand ich, dass Gott mich so sehr liebt,
dass er Vergebung für mich möglich gemacht hat: Jesus litt und starb für mich.
Er nahm meine Strafe auf sich:
„Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt,
sondern er hat uns seine Liebe geschenkt.
Er gab uns seinen Sohn, der alle Schuld auf sich nahm,
um uns von unserer Schuld freizusprechen.“
Wir haben Gottes Gesetz, die Zehn Gebote, übertreten,
aber Jesus hat unsere Strafe vollkommen bezahlt.
„Schon damals, als wir noch hilflos der Sünde ausgeliefert waren,
ist Christus zur rechten Zeit für uns gottlose Menschen gestorben.“
Durch seine Auferstehung besiegte er den Tod.
Plötzlich erwachte ich aus meinem Traum,
und mir wurde klar, dass ich eine Entscheidung treffen muss.
Ich kann mir einbilden, dass Sünde für Gott keine Rolle spielt,
und damit in der Hölle landen.
Oder
Ich kann meine Sünde bereuen,
Jesus Christus als meinem Retter vertrauen
und von Gott ewiges Leben empfangen.

Das führt mich zu der Frage;

Wieso ist es leichter, die Gesetze des Landes , in  dem man lebt, zu halten und nach deren Regeln zu leben, aber bei Gottes Geboten (Gesetze) haben wir große Schwierigkeiten?

Eine Frage, die sich sicher jeder selbst auf seine Weise beantworten kann.

Wir alle stehen vor der gleichen Entscheidung!!!

Ich wünsche euch allen, liebe Schwestern und Brüder

einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

+NNDNN+

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch von Roit

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Die Stadt der Blinden

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Wort zum Sonntag with tags , , , , , on September 19, 2010 by grafvonroit

Wort zum Sonntag

19.09.2010

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitglieder und Interessenten,

heute möchte ich euch in meinem Wort zum Sonntag, wieder eine kleine Geschichte erzählen, die von unterschiedlichen Meinungen handelt.

Ist es nicht so, dass wir oft unterschiedliche Meinungen von ein und derselben Sache haben, weil wir nicht in der Lage sind, eine Sache oder eine Begebenheit auch einmal aus der Sicht eines Mitmenschen zu betrachten?

Die Stadt der Blinden

Es gab mal eine Stadt weit hinter Ghor, in der nur Blinde wohnten. Eines Tages kam der König in diese Stadt und zu seinem Gefolge gehörte auch ein Elefant.
Als die Blinden davon hörten, waren sie natürlich begierig darauf, dieses Tier kennen zu lernen, denn noch nie zuvor hatte es in ihrer Stadt einen Elefanten gegeben. In Scharen strömten sie auf den Platz, wo der König sein Lager aufgeschlagen hatte. Und da sie keine Vorstellung hatten, was denn nun ein Elefant war, versuchten sie sein Gestalt zu ertasten, denn sie waren ja blind. Sie umringten ihn also, und jeder betastete den Teil des Tieres, der in seiner Reichweite lag.
Als sie dann zu ihren Mitbürgern zurückkehrten, wollten diese von ihnen wissen, um was für ein wunderliches Geschöpf es sich dabei handelte und welcher Art von Gestalt es denn nun sei. Danach befragt, berichtete ein Mann, der nur das Ohr des Elefanten befühlt hatte: „Es ist ein großes lappiges Etwas von rauher Oberfläche, breit und hoch wie eine Decke!“
Doch der, der am Rüssel gestanden hatte, widersprach ihm: „Nein, nein, ich weiß, was es ist, nämlich eine lange hohle Röhre, furchterregend und gefährlich.“
Nun lachte der Mann, der Fuß und Beine abgetastet hatte: „Nichts an ihm ist lang und hohl! Er ist mächtig und fest wie eine Säule!“
So hatte ein jeder nur einen Teil des Ganzen erfaßt und daraus seinen Rückschluß auf die wahre Gestalt und Größe dieses Elefanten geschlossen. Alles war richtig und zugleich doch völlig falsch.

Hierzu ein anderes kleines Experiment:

Verbindet euch einmal die Augen und setzt euch an einen Tisch, der an einem Teil eine runde Kante aufweist, am nächsten Teil einen gewellten Rand und am letzten Teil einen gezackten Rand aufweist. Somit ist dieser Tisch in drei unterschiedliche Segmente geteilt

Nun beschreibt einmal diesen Tisch mit verbundenen Augen. Ihr habt den Tisch vorher mit euren Augen nicht betrachten können. Was würden die einzelnen Personen sagen, wie die Beschaffenheit des Tisches als Ganzes ist. Seht ihr? Jeder würde diesen Tisch von der Form des Randes her als ganzes betrachten und diesen Tisch nur aus seiner Sicht/Fühlweise heraus erklären können.

Ergeht es uns nicht ebenso im Alltag, obwohl wir keine Binde vor den Augen tragen?

Sind wir schon so blind geworden, um in einem Gespräch mit unseren Mitmenschen auch nicht deren Sichtweise einer Sache zu sehen? So ist es auch mit unserem Glauben an Gott
bestellt.

Ist dies nicht auch der Grund, warum es so viele Formen des einen Glaubens gibt.
Jeder von uns ist bestrebt, die Dinge so zu erfassen, wie sie ihm von seinem Begriffsvermögen her am leichtesten ist oder weil man es bequemlicherweise so möchte.

Liebe Schwestern und Brüder,

laufen wir nicht als Blinde durch die Welt, ohne die Sichtweise unserer Mitmenschen zu verstehen, lasst uns lieber auf unseren Nächsten zu gehen und lernen auch ihn und seine Sichtweise der Dinge zu sehen, auf dass wir gemeinsam erkennen können, dass wir alle eins sind im Glauben, im Leben und in der Liebe zu unserem Nächsten.

Euch allen einen gesegneten Sonntag und einen guten Start -ohne Blindenbinde- in die kommende Woche.

+NNDNN+

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch v. Roit

Komturei Skt. Bonifatius-Hamburg
Und Elisa betete und sprach: Herr, öffne ihm doch die Augen, damit er sieht! Da öffnete der Herr dem Knecht die Augen, so daß er sah. (2. Könige 6, 17a)