Archiv für Juli, 2010

Der Mensch und seine WERTE

Posted in Arme Ritter Christi with tags , , , , , , , , , , , , , , on Juli 24, 2010 by grafvonroit

Wort zum Sonntag – 25.07.2010

Liebe Schwestern und Brüder,

liebe Mitglieder und Interessenten,

heute möchte ich über Werte und Menschen das Wort an euch richten.

Was bedeuten Werte für den Menschen? Welcher Wert hat mehr Gewicht für den Menschen?

Sind es materielle Werte oder eher geistige Werte?

In unserer Zeit scheinen die materiellen Werte eher den Vorzug zu haben, da sie uns ein bequemeres Leben ermöglichen können. Aber…..reicht uns dieses? Ist es nicht so, dass wir entweder übersättigt werden von all den „schönen Dingen“ im Leben und ihrer mit der Zeit überdrüssig werden? Oder wir werden übersteuert von unseren Wünschen und Begierden, noch mehr anzuhäufen, ohne zu teilen?

Jesus Christus sagte einmal: „Selig sind die Armen, denn ihnen gehört das Himmelreich!“

Wie wahr ist dieser kleine Satz und doch sind wir eher bereit, uns den materiellen Genüssen und dem scheinbar bequemeren Leben den Vorzug zu geben. Hinzu kommt noch, dass wir täglich mit Informationen gefüttert werden, die uns suggerieren wollen, dies oder jenes zu brauchen, um eben ein „schöneres“ Leben führen zu können. Die Werbung macht es uns täglich vor. Es wird ständig mit psychologischen Tricks gearbeitet, um uns all diese Dinge schmackhaft zu machen, ob wir nun diese Dinge brauchen oder auch nicht. Und dann fällt es auch noch schwer, uns von diesen – oft unnötigen – Dingen zu trennen.

Fragt euch einmal, wenn ihr mal eure Wohnung säubert, was brauche ich hiervon oder davon, wovon kann oder mag ich mich trennen.

Nehmen wir hierzu einmal ein kleines Beispiel:

Da hat jemand einen Edelstein, einen Brillanten als „Wertanlage“ für einige tausend Euro aus so genannten Sicherheitsgründen in seinem Safe liegen. Nur er weiß davon, da er diesen Brillanten vielleicht einmal als Sicherheit für schlechtere Zeiten benötigt. Er weiß, dass dieser Brillant ihm eine Menge Geld gekostet hat.

Nun passiert es plötzlich, dass dieser Mensch einen Schlaganfall erleidet und daher nicht mehr weiß, dass dieser Brillant in seinem Safe liegt.

Nun frage ich euch, welchen Wert hat dieser Brillant für denjenigen, der nicht mehr weiß, dass in seinem Safe wohlverwahrt ein Brillant liegt, der ihm für die Zukunft materielle Sicherheit geben sollte?

Ihr habt euch diese Frage wohl schon selbst beantworten können. Er hat für diesen kranken Menschen absolut keinen Wert mehr, da er ja nicht mehr weiß, dass der Brillant sich in seinem Besitz befindet.

Sicher werden sich andere freuen,  die irgendwann aus Gründen des Nachlasses oder anderen Gegebenheiten den Safe öffnen und darin den Brillanten erblicken. Auch sie werden sich zunächst mit dem Gedanken beschäftigen, welchen materiellen Wert dieser Brillant haben mag und darüber mögen sie vielleicht den kranken Menschen vergessen.

Ihr seht also, dass die materiellen Werte nur von Menschen gemacht werden, um sich persönlich bereichern zu können.

Ich möchte jedoch nicht behaupten, dass alle Menschen nur nach den materiellen Werten streben. Es gibt auch ebenso viele Menschen, die sich mehr den geistigen Werten hingeben, um danach zu handeln und  um ihren Mitmenschen zu dienen.

Ich habe irgendwann in meiner Jugend den Satz gehört, dass ein reicher(?) Mensch niemals einen Armen verstehen kann, ein Armer jedoch einen Reichen ………

Welch Weisheit liegt in diesem Spruch verborgen (?).

Liebe Schwestern und Brüder, wünschenswert wäre doch ein Zustand, wo sich geistige Werte mit materiellen Werten die Waage halten und wir uns bewusst werden, dass die „materiellen Werte“ unseren Zwecken dienlich sein sollten, um auch dem Mitmenschen zu helfen. Dies kann aber nur der Mensch, der die geistigen, ethischen Werte, die unser Schöpfer uns allen mitgegeben hat, in sich verinnerlicht hat.

Lasst uns ein wenig nachdenken, welche Werte Euch und auch mir persönlich wichtig erscheinen und versuchen die Waage zwischen den Werten auszubalancieren.

+NNDNN+

Euch allen einen gesegneten Sonntag

Euer Bruder

+ F Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Skt. Bonifatius Hamburg
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Mittagessen mit Gott

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juli 18, 2010 by grafvonroit

Wort zum Sonntag

18. Juli 2010

Mit Gott zu Mittag gegessen…

Es war einmal ein kleiner Junge, der unbedingt Gott treffen wollte. Er war sich darüber bewusst, dass der Weg zu dem Ort, an dem Gott lebte, ein sehr langer war. Also packte er sich einen Rucksack voll mit einigen Coladosen und mehreren Schokoladenriegeln und machte sich auf die Reise.

Er lief eine ganze Weile und kam in einen kleinen Park. Dort sah er eine alte Frau, die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute, die vor ihr nach Futter auf dem Boden suchten.

Der kleine Junge setzte sich zu der Frau auf die Bank und öffnete seinen Rucksack. Er wollte sich gerade eine Cola herausholen, als er den hungrigen Blick der alten Frau sah. Also griff er zu einem Schokoriegel und reichte ihn der Frau.

Dankbar nahm sie die Süßigkeit und lächelte ihn an. Und es war ein wundervolles Lächeln! Der kleine Junge wollte dieses Lächeln noch einmal sehen und bot ihr auch eine Cola an.

Und sie nahm die Cola und lächelte wieder – noch strahlender als zuvor. Der kleine Junge war selig.

Die beiden saßen den ganzen Nachmittag lang auf der Bank im Park, aßen Schokoriegel und tranken Cola – aber sprachen kein Wort.

Als es dunkel wurde, spürte der Junge, wie müde er war und er beschloss, zurück nach Hause zu gehen. Nach einigen Schritten hielt er inne und drehte sich um. Er ging zurück zu der Frau und umarmte sie.

Die alte Frau schenkte ihm dafür ihr allerschönstes Lächeln.

Zu Hause sah seine Mutter die Freude auf seinem Gesicht und fragte: „Was hast du denn heute Schönes gemacht, dass du so fröhlich aussiehst?“

Und der kleine Junge antwortete: „Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und sie hat ein wundervolles Lächeln!“

Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn schon auf sie wartete. Auch er fragte sie, warum sie so fröhlich aussah.

Und sie antwortete: „Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen – und er ist viel jünger, als ich gedacht habe.“


Liebe Schwestern und Brüder,

liebe Mitglieder und Interessenten des Ordens,

auch heute eine kleine Geschichte zu einem Thema, wo sich jeder seine eigene Interpretation machen kann.

Diese Geschichte handelt von einem Mittagessen mit Gott.

Mittagessen mit Gott? Kann es sowas überhaupt geben? Ich denke….JA.

Wenn ihr diese kleine Geschichte gelesen habt, werdet ihr selbst darauf kommen, worin der Sinn und auch die Weisheit dieser Erzählung besteht.

Gönnen wir uns mal diese Minuten, um ein wenig darüber nachzudenken.

Ich gebe zu, dass ich  mir oft sage, hierfür oder dafür habe ich keine Zeit, da mich die Tagesgeschäfte zu sehr in Anspruch nehmen. Und doch versuche ich dann auf dem Heimweg von der Arbeitstelle meine Umwelt ein wenig bewusster wahr zu nehmen. Ich verlasse mich nicht so gerne auf die Tagesmeldungen in den Medien, da diese dazu neigen, mit vielen Worten sogut wie garnichts zu sagen. Oder sie lenken mich von den für mich wirklich wichtigen Dingen ab und füttern mich mit Informationen, die mich zu anderen Sachen „zwingen“, die ich im Grunde meines Herzens überhaupt nicht möchte und auch ablehne.

Es muss aber kein Mittagessen mit Gott sein, um ihn mir ein wenig bewusster zu machen. Oft genügt es, wenn ich einem Menschen, der mir begegnet -auch wenn ich ihn überhaupt nicht kenne- ein kleines Lächeln schenke, einen freundlichen Blick oder meine Hand ausstrecke für eine kleine Geste der Hilfe, ohne gleich etwas dafür zu verlangen.

Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig geworden, dem anderen die helfende Hand hin zu halten und die „Nächsten“liebe in mein tägliches Tun zu integrieren. Auch darüber erfahre ich Gott, seine Schöpferkraft.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gesegnetes Wochenende

sowie einen guten Start in die kommende Woche.

NNDNN

Euer Bruder

Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Skt. Bonifazius-Hamburg

Gottes-Suche

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juli 10, 2010 by grafvonroit

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Wort zum Sonntag für den 11.07.2010

Wer die Größe des Schöpfergottes entdecken will, muss Augen und Herz öffnen

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

an diesem Sonntag möchte ich an euch folgende Frage stellen: Wer oder was ist Gott?

Stellen wir uns diese Frage nicht oft, besonders dann, wenn wir von einer unheilbaren Krankheit bedroht werden oder wenn es uns sonst in irgendeiner Weise schlecht geht?

Auch stellen wir uns diese Frage, wenn wir auf der Suche nach unserer wahren Bestimmung sind. Um es uns dann leicht zu machen, schaffen wir Phantome eines Gottes, wie er für uns sein sollte. Je nach unserem Lebensweg, auf dem wir uns gerade befinden.

Für den einen kann es ein alter Mann mit weißem Rauschebart sein, der gütig seine schützende Hand über einen hält und für einen anderen ein zorniges Wesen, der jede noch so kleine „vermeintliche Sünde“ sofort bestraft.

Sollten wir uns wirklich mit der Frage beschäftigen, wer oder was Gott denn nun sei?

Die Bibel sagt ganz klar, dass wir uns kein Bildnis von Gott machen sollten, vielleicht weil es unser Begriffsvermögen sprengen würde. Es gibt sicherlich viele Gründe dafür, die jeder für sich nach gründlichem Studium der Bibel finden kann.

Und doch beschäftigte ich mich auch oft mit dieser Frage, insbesondere dann, wenn ich nach dem Sinn des Lebens suchte, angesichts der vielen Gräueltaten, die immer noch täglich begangen werden. Besonders Kinder, Jugendliche und alte Menschen haben sehr oft in der heutigen Zeit darunter zu leiden. Auch ich stellte mir oft diese Frage und kam in der Vergangenheit zu dem Schluss, dass es keinen Gott geben kann, der solches bittere Elend zulässt. Durch Meditation und intensivem Nachdenken und auch aufmerksame Beobachtungen meines Umfeldes fand ich, wonach ich stets gesucht hatte.

Liebe Schwestern und Brüder, wir neigen noch immer dazu Gott stets rationell, logisch und auch funktionell erklären zu wollen. Dabei vergessen wir, dass wir Gott oder wie immer man diese Kraft nennen möchte, in uns tragen und nur dann spüren, wenn wir bereit sind mit unserem Herzen zu sehen und zu hören. Ansonsten würden wir uns dem Göttlichen in uns verschließen.

Wenn wir nun lernen, unsere inneren Augen und Ohren zu öffnen, dann sehen wir auch „Gott“ in der Vielfalt unserer Natur. Selbst ein harter Stein am Flussbett oder ein Sandkörnchen unter unseren Füssen stellt einen Aspekt Gottes in all seiner Herrlichkeit und Fülle dar. Die Stimme Gottes kann man hören im Vogelgezwitscher oder im Rauschen der Blätter eines Baumes. Um euch diese ein wenig zu verdeutlichen, möchte ich euch gerne folgende Geschichte erzählen:

Auf der Suche nach Gott

Es geschah in diesen Tagen, dass ein Mensch sich aufmachte, um Gott zu suchen.
Sein Weg führte ihn durch viele prächtige Kirchen. Jeder Priester dieser Paläste
behauptete Gott zu kennen. Der Mensch hörte sich viele Versionen von sonderbaren Geschichten an,
nur zufrieden wollte er sich damit nicht geben. So wanderte er von Land zu Land und von Volk zu Volk. Er sah die schrecklichen Kriege, die man angeblich im Namen dessen führte,
den er nur aus Büchern kannte. Er weinte über die vielen Toten – getötet im Namen des Herrn über Himmel und Erde.
Verzweifelt und ausgebrannt beschloss er, die Suche aufzugeben.
Diesen Gott wollte er nicht, brauchte er nicht. Er hatte genug gehört und gesehen.
Wenn da nur diese innere Unruhe nicht gewesen wäre, diese Gewissheit, dass das Leben doch einen
Sinn haben müsse.
Erschöpft ließ er sich im Wald, an einem kleinen Bach nieder um seinen Durst zu stillen.
Als er sich hinab beugte um das frische Wasser zu trinken hörte er plötzlich eine Stimme.

„Oh Menschenskind, du suchtest an falschen Orten,
man kann mich nicht finden in Kirchen und Worten.
Ich bin in der Blumen duftendem Blüh´n,
in den Sternen am Himmel, die für alle glüh`n,
du findest mich im Sturm und im Wind,
in Licht, Luft und Sonne, Tau und Regen der rinnt.
Ich bin in der Vögelein Gesang,
im Lachen der Kinder wie Glockenklang!
Auch findest du mich bei den Ärmsten der Armen,
in jedem Menschen der noch fühlt das Erbarmen!
Auch bin ich im Baum, bis zum kleinsten Blatt,
im Saatkorn das aufgeht, um zu machen dich satt.
Auch bin ich dein Heimweh, deine Sehnsucht, dein Hoffen,
verschließe dein Herz nicht, lass es für mich offen.
Dann können wir stets miteinander reden.
wer fest an mich glaubt, nennt dies auch beten.
Einen ständigen Dialog mit dir –
liebes Menschenskind, das wünsche ich mir.“


So plötzlich diese Stimme zu hören war, so schnell verstummte sie auch, während auf dem Bach ein helles Licht tanzte. In dem Suchenden machte sich ein großes Glücksgefühl breit.
Er bewunderte die Schönheit des Waldes, hörte mit Freude das Singen der Vögel und machte sich beschwingt auf den Heimweg.
Und mal ganz unter uns gefragt: „Was kann es Schöneres geben als zu erkennen, wie göttlich
unser Leben sein kann, wenn man auf seine innere Stimme hört?“

Ich wünsche Euch

einen gesegneten Sonntag

mit offenem Herzen, offenen Augen und Ohren.

NNDNN

Euer

+ F Hans-Georg Pesch von Roit

Komturei Sankt Bonifazius-Hamburg

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Freiheit

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , , , , , , , , on Juli 3, 2010 by grafvonroit

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Wort zum Sonntag

04.07.2010


Gott liebt uns so sehr, dass er uns die Freiheit schenkt zu entscheiden

Freiheit


Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde,

heute möchte ich ein wenig über „FREIHEIT“ sinnieren und schreiben.

Vieles in unserem Leben verläuft in Eintönigkeit und Routine und wird mit der Zeit ermüdend. Nicht weniges, was wir tun, wird von Zwängen und Notwendigkeiten bestimmt. Aber trotz allem gibt es auch Momente, in denen wir gefordert werden, Entscheidungen zu treffen; besonders da, wo Entscheidungen möglich sind.

Es sind eben diese Augenblicke, die uns  in unserem Leben ein Gefühl der Freiheit vermitteln. Allerdings wird dieses Wort „Freiheit“ oftmals ganz anders interpretiert.

– FREIHEIT – für den einen bedeutet das, sein eigener Herr zu sein, unabhängig von anderen Menschen. Sich selbständig zu machen und sein eigener Chef zu  sein.

– Für den anderen bedeutet Freiheit, genug Geld zu haben, um sich alles leisten zu können.

– viele Menschen bedeutet Freiheit aber auch, das Leben zu genießen, und zwar in vollen Zügen.   Ist es wirklich diese Art von Freiheit, nach der wir streben?

Die biblischen Texte des Sonntags sprechen eine ganz klare Sprache. Sie haben es in sich. Es geht um „NACHFOLGE“ in ihrer ganzen Konsequenz.

Hier wird das Wort „FREIHEIT“  aus einer anderen Perspektive gedeutet. Es ist die Freiheit, sich überlegt und bewusst für eine Aufgabe oder für einen Weg zu entscheiden, bzw. eine M ö g l i c h k e i t ,  E n t s c h e i d u n g  anzunehmen oder abzulehnen.

Wenn wir, liebe Schwestern und Brüder, unser Leben als sinnvoll erfahren wollen, gehören auch dazu diese Weichenstellungen, an denen wir reagieren müssen.

Wir alle sind dazu aufgefordert und eingeladen, diese Momente der Entscheidung in unserem Leben nicht zu übersehen, sondern sie ganz bewusst wahrzunehmen.


Euch allen wünsche ich

einen gesegneten Sonntag,

Euer

+ F  Hans-G. Pesch von Roit

Komturei St. Bonifazius- Hamburg

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