Archiv für Juni, 2010

Patronate

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kirchenjahr und Bräuche, Pressemitteilung with tags , , , , , , , , , , on Juni 27, 2010 by Bruder Berthold

 

Dem Ruf einiger Ordensangehörigen nachzukommen, hat der Hohe Kapitel des Ordens folgendes beschlossen:

Der gesamte Orden, die Großpriorate und die einzelnen Komtureien/Ordenshäuser werden bestimmten Heiligen zugeordnet bzw. deren Patronat unterstellt.

Es versteht sich von selbst, dass angeregt wird, dass sich die Ordensangehörigen mit dem betreffenden Patron beschäftigen, seine/ihre Vita sorgfältig lesen und versucht wird, das Leben und Wirken des Heiligen/Seligen auf das eigene Leben und das Wirken des Ordens an sich umzusetzen. Es verwundert auch nicht, dass es sich bei den betreffenden Heiligen um Bekenner und Ordensleute, Ritter/Streiter und Märtyrer handelt.

Wenn auch die Jungfrau und Gottesmutter Maria keine besondere Erwähnung findet, so soll das nichts bedeuten, denn sie ist es automatisch. Durch IHR demütiges und bedingungsloses „Ja“ dem Engelsboten gegenüber wurde sie nicht nur der Tempel des leibhaftigen Gottes, sie sagt jedem Einzelnen von uns auch mit bestimmten und in mütterlichen Worten: „Was ER Euch sagt, das tut“. Maria ist unsere Patronin, unsere Fürsprecherin, unsere Königin … und die Mutter jedes einzelnen Ordensangehörigen. Immerhin ist SIE es, die uns in unserem Kampfe unterstützt, und immerhin ist SIE es, die dereinst der Schlange den Kopf zertreten wird!

Da sich der Orden nunmehr ganz bestimmten Heiligen anvertraut hat, gewinnt der Feiertag „Allerheiligen“ eine bestimmte Bedeutung, so dass er zu den „Feiertagen“ des Ordens hiermit als eingegliedert betrachtet werden darf.

Patronate des Tempelritterordens der

Armen Ritterschaft Christi

  • Sitz des Großmeisters – Sankt Michael

 

  • Großpriorat Deutschland – Sankt Georg

 

–          Komturei Hamburg – Sankt Bonifazius

–          Komturei Aachen – Sankt Thomas

–          Ordenshaus Bonn/Köln – Sankt Martin

–          Ordenshaus Mainz – Wiesbaden – Sankt Stephan

–          Ordenshaus St. Wendel – Sankt Jeanne d’Arc

–          Ordenshaus Würzburg – Sankt Johannes (d. Täufer)

–          Ordenshaus Mannheim – Sankt Paulus

  • Großpriorat Finnland – Sankt Patrick

–          Ordenshaus Tampere – Sankt Athanasius

  • Großpriorat U.S.A. – Sankt Georg

–          Ordenshaus Denver/Colorado – Sankt Mercurius

*         Großpriorat Thailand – Sankt Paulus

–          Ordenshaus Phetchabun – Sankt Johannes d. Täufer

 

Marsberg, den 27. Juni 2010

NNDNN

++ F Berthold Möller PCCTSH

Großmeister

 

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Reichtum, Erfolg, Liebe

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Wort zum Sonntag with tags , , , , , , , on Juni 27, 2010 by grafvonroit

1 Korinther 13, 1-13: Das Hohelied der Liebe

Das Wort zum Sonntag 27.06.2010

Liebe Schwestern und Brüder,

was hättet ihr gewählt, wenn euch drei Wünsche erfüllt werden würden? Menschen neigen dazu, viele Wünsche zu haben, die sie am liebsten sofort erfüllt haben möchten.

Meist handelt es sich um ganz triviale Dinge, die man sich wünscht, und wenn diese erfüllt worden sind, geht es auch schon zum nächsten Wunsch … und so geht es immer weiter und weiter und man wird unersättlicher und gieriger.

Es mag auch Menschen geben, die viele Wünsche auf einmal realisiert haben möchten. Doch ein altes Sprichwort sagt: „Wer vielen Hasen nachjagt, fängt keinen“.

Leider vergessen wir Menschen oft im Streben nach Reichtum und Erfolg die Liebe. Was aber nützt uns aller Reichtum dieser Welt, wenn wir das wertvollste in uns selbst vergessen, die Liebe.

Aus diesem Grunde möchte ich euch wieder eine Geschichte erzählen, die in der heutigen Zeit mehr denn je für uns Menschen wichtig erscheint und zugleich ein treffendes Wort zum Sonntag sei.

Es ist die Geschichte

VON DER LIEBE, DEM ERFOLG UND DEM REICHTUM

Eine Frau sah im Vorgarten ihres Hauses 3 alte Männer mit langen weißen Bärten. Sie kannte sie nicht, aber fragte sie, ob sie hungrig seien und ob sie nicht ins Haus kommen und etwas essen möchten.

„Ist der Hausherr zuhause?“ fragten sie.
„Nein“, antwortete sie.
„Dann können wir nicht reinkommen“, sagten sie.

Als der Mann am Abend nachhause kam, erzählte die Frau ihm von den drei Männern. „Sag ihnen, sie sollen hereinkommen“, sagte der Mann.

Die Frau ging raus und lud die Männer ein.
„Wir gehen nie zusammen in ein Haus“, antworteten sie.
„Warum denn nicht?“, fragte die Frau.

Einer der Männer erklärte: „Sein Name ist Reichtum“ und deutete dabei auf einen von ihnen. Er deutete auf den anderen und sagte „Sein Name ist Erfolg und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt.

Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte, was der Mann gesagt hatte. Ihr Mann war hocherfreut und sagte: „Toll, lass uns den Reichtum einladen“.

Seine Frau sagte: „Nein mein Schatz. Lass uns den Erfolg einladen.“
Ihre Tochter aber sagte: „Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen“?

„Sie hat Recht“, sagte der Mann.
„Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein“.

Die Frau ging raus und fragte die drei alten Männer: „Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser Gast“.

Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.
Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg: „Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum wollt ihr auch mitkommen?“

Die alten Männer antworteten im Chor: „Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen hätten, wären die beiden anderen draußen geblieben. Da Sie aber Liebe eingeladen haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe geht.

Euch allen, liebe Schwestern und Brüdern,

einen schönen und erholsamen Sonntag

NNDNN

+ F Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Hamburg


Wer sich selbst nicht liebt

Posted in Arme Ritter Christi on Juni 19, 2010 by grafvonroit

1. Wer einem anderen Schmerz zufügt, macht das immer erst bei sich selbst.
2. Wer sich selbst auf solch ein Niveau begibt, schadet sich und dem Ganzen.
3. Wer nicht vergeben kann, kann sich selbst nicht vergeben.
4. Wer Toleranz fordert, liegt immer im Verdacht, Recht haben zu wollen.
5. Wer Wahrheit von anderen nicht annehmen kann, kennt seine eigene nicht.
6. Wer andere Menschen nicht annehmen kann wie sie sind, nimmt sich selbst nicht an.
7. Wer andere Menschen nicht lieben kann, kann auch Gott in sich nicht lieben.
8. Wer andere Menschen nicht verstehen will, versteht sich selbst nicht.
9. Wer sich dem neuen nicht öffnen will, schließt sich aus.
10. Wer kein Mitgefühl zeigen will, ist auch unbarmherzig zu sich selbst.

Wahre Christen?

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Kontempltives, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , on Juni 19, 2010 by grafvonroit

Das Wort zum Sonntag

20.Juni 2010

«Gott hat uns im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben.» Römer 8,29

* * *

Wo sind die wahren Christen?

Heute möchte ich einmal das Wort zum Sonntag an die Christen richten, da mich einige Artikel in den Tageszeitungen sehr bewegten und teilweise auch erschütterten.

Mir drängte sich dabei die Frage auf: „Sind wir noch wahre Christen, im Denken und Handeln?“

* Da ist eine Kassiererin, die über dreißig Jahre treu ihrem Arbeitgeber diente und wegen 2 Leergutbons, die sie einlöste, fristlos entlassen wurde. Wert der Bons 1,30 Euro.

* ist ein Bäcker, der sich sein gekauftes Brötchen mit einer firmeneigenen Paste bestrich. Laut Landesarbeitsgericht betrug der Wert gerade mal unter 10 Cent.

* Oder die Altenpflegerin, die sich nach der Essensausgabe 4 Maultaschen nahm, die übriggeblieben waren und danach „entsorgt“ in den Abfall gelandet wären. Auch sie wurde fristlos entlassen. Lieber wirft man etwas weg, ohne teilen zu müssen.

* Und zu guter Letzt die Sekretärin, die sich zwei halbe Brötchen und eine Frikadelle nahm, „obwohl es nicht für sie“ gerichtet war, so die Aussage ihres Arbeitgebers. Auch sie wurde nach langjähriger Tätigkeit fristlos entlassen.

Wo sind denn nun die „wahren Christen?“

Dies sind nur vier von etlichen Fällen, die jedoch schon für sich aufzeigen, wie unser Denken und Handeln ausgerichtet ist. Sicherlich jedoch nicht im „christlichen“ Sinne.

Wenn ich dann noch auf der gleichen Seite lesen muss, dass Konzerne und Manager Summen in Millionenhöhe veruntreuen und auch sichere Arbeitsplätze zum Broterwerb gefährden, jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen werden, dann stellt sich mir doch ernsthaft die Frage: „Wo sind die wahren Christen?“

Einige wahre Christen durfte ich in meiner Jugend kennenlernen. Man kannte sich nicht und doch teilten sie mit einem das Mittagessen und andere Dinge, obwohl wir uns alle fremd waren. Dort habe ich ohne viele Worte die christliche Nächstenliebe kennenlernen dürfen und diese Begebenheit beeindruckt mich auch heute noch sehr stark. Diese Nächstenliebe war im ganzen Haus fast greifbar zu spüren.

Gehen wir einmal zurück in die Zeit von Jesus Christus.

Eine Frau berührte den Saum des Kleides Jesus, als dieser predigte. Er aber sagte. Etwas hat mich berührt. Er spürte, dass ein wenig von

seiner göttlichen Kraft genommen wurde. Hat er diese Frau daraufhin entlassen oder vertrieben. Nein ….. er sagte nur: “Etwas hat mich berührt“. Und diese Kraft, liebe Schwestern und Brüder, ist wesentlich mehr wert als nur vier Maultaschen oder eine Frikadelle. Oder die Millionengewinne der Konzerne oder Manager.

Jesus heilte die Menschen ohne zu feilschen oder zu schachern. Er gab stets aus vollen Händen und mit ganzem Herzen der Nächstenliebe, ohne etwas dafür zu verlangen (in materiellem Sinne). Das einzige, was er von den Menschen erbat, war „Gehe hin und sündige nicht mehr“

In diesem einen Satz liegt die größte Heilswahrheit für uns alle. Und dieser eine bemerkenswerte Satz, kann uns – sofern er beherzigt und verinnerlicht wird – wieder zu wahren Christen machen, die aus vollem Herzen bereit sind mit ihren Schwestern und Brüdern auf der ganzen Welt zu teilen.

„GEBEN IST SELIGER DENN NEHMEN“

Christ zu sein bedeutet nicht, nur nach dem Mund oder dem Papier Christ-zu-sein, sondern im Herzen, in der Seele und dem Geist.

In diesem -christlichen- Sinne wünsche ich allen Schwestern und Brüdern auf der ganzen Welt einen gesegneten Sonntag

sowie einen christlichen Start in die neue Woche.

Euer Mitbruder

Hans-G. Pesch von Roit

Komturei Hamburg

Neue Ordenshäuser

Posted in Arme Ritter Christi, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , , , on Juni 17, 2010 by Bruder Berthold
In Principio erat Verbum!

Liebe Interessenten, liebe Freunde,

liebe Brüder und Schwestern,

am gestrigen 16. Juni 2010 habe ich beschlossen, im Großpriorat Österreich das Ordenshaus WIEN zu errichten. Die Leitung dieses Ordenshauses wird bis auf Weiteres Schwester Ursula Füssl aus Klosterneuburg anvertraut werden.

Des Weiteren habe ich veranlasst, dass mit WÜRZBURG im Süden Deutschlands ein neues Ordenshaus errichtet wird, mit dessen komissarischer Leitung Bruder Andreas Stapf beauftragt wird.

Auf Wunsch des Würzburger Ordenshauses und nach Bestätigung des deutschen Großmeisters Bruder Heinrich wird dieses Ordenshaus in Zukunft der Provinz „Franken“ zugerechnet werden, die getrennt ist von der eines Tages zu gründenden Provinz Bayern. Bis zur Investitur eines Ordensritters in dieser neuen Provinz verbleibt die Leitung der Provinz Franken in den Händen des deutschen Großpriors.

Den neuen Ordensangehörigen und den neuen Ordenshäusern wünsche ich viel Glück und viel Erfolg und Gottes reichen Segen.

Mit den besten Wünschen,

NNDNN

++ F Berthold Möller PCCTSH

Großmeister

Wenn ein Bischof ermordet wird …

Posted in Arme Ritter Christi, NEWS, Ordensaktivitäten, Pressemitteilung, Templerorden with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juni 14, 2010 by Bruder Berthold

Der Apostolische Vikar von Anatolien, der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese (hier in einem roten Messgewand = rot, die Farbe des Blutes, rot, die Farbe des Märtyrers), der von einem seiner Angestellten ermordet wurde.

Sehr geehrte Damen und Herren,

verehrte Interessenten und Freunde,

liebe Schwestern und Brüder,

es ist ein ungewöhnlicher Anlass, der mich dazu bewegt, das Wort an Sie/Euch zu richten. Ich habe aber von einem Interessenten einen Brief erhalten, für den ich sehr dankbar bin und den ich sehr gerne beantworten möchte. Sowohl der Brief als auch meine bescheidene Antwort soll aber nicht im Privaten bleiben. Das Thema, um das es geht, ist so brisant und so wichtig, dass ich mich entschlossen habe, Sie/Euch an dieser Konversation Anteil haben zu lassen, um nicht nur die Interessenten und Freunde unseres Ordens, sondern vor allem auch die Ordensmitglieder an sich anzuregen, sich ihre eigenen Gedanken zu machen, wie es um die Zukunft des Ordens, die Zukunft des christlichen Europa, die Zukunft der Christenheit an sich bestellt ist.

Frage:

Sehr geehrter Großmeister Berthold Möller,

Inwieweit sind Sie von den Geschehnissen in der Türkei informiert?

Wieder ein Mord an einem Katholischen Priester, ja sogar an einem Bischof!

Ist es nicht an der Zeit die christlichen Vertreter wieder unter den Schutz eines Ordens zu stellen?

Ist dass nicht die Möglichkeit das Andenken an unsere Vorfahren wieder zu beleben und den eigentlichen Auftrag wieder anzunehmen?

Ist das christliche Europa wirklich schon so dekadent und erniedrigt dass es diese Morde an unseren Brüdern der Kirche duldet?

Sind wir nicht mehr fähig unsere Kirchen zu schützen? ( Siehe Tarsus/Paulus Kirche)

Meine Grüße an Sie voller Trauer und Bestürzung,

A.v.d.S.

Antwort:

Sehr geehrter Herr v.d.S.,

wir sind über die Geschehnisse in der Türkei sehr wohl unterrichtet. Wir haben sehr wohl die Nachrichten vernommen, dass (wieder) ein Priester, ja sogar ein Bischof ein Opfer eines Anschlages geworden ist. Unser Entsetzen, unsere Betrübnis, unsere Trauer ist unbeschreiblich.

All unsere Gedanken sind in Mailand, wo heute für S. Ex. Bischof Luigi Padovese das Requiem gelesen wurde, aber unsere Gedanken sind aber auch in der Türkei, wo S. Ex. von seinem Chauffeur auf unmenschlichste und bestialischste Weise abgeschlachtet wurde. Auch wenn unser Zorn auf dem Hochpunkt ist, so gilt es dennoch, besonnen zu bleiben, denn – soweit ich weiß – ist das Motiv des Attentäters noch im Unklaren, auch wenn Erzbischof Ruggero Franceschini (Iszmyr – Nachfolger des ermordeten Apostolischen Vikars von Anatolien) alleine dem Islam die Schuld gab …

Seit Jahren, verehrter Herr v.d.S., um auf Ihre Intention Ihres Schreibens einzugehen, beobachten wir das höchst unfriedliche Verhältnis der Moslems zu den Christen in der Türkei. Seit Jahren können wir unseren Ärger und unsere Hilflosigkeit nicht zum Ausdruck bringen, dass die Medien die regelrechte Christenverfolgung im 21. Jahrhundert mit aller Gewalt verheimlichen. Wir hören und lesen nichts, dass seit Jahren ein regelrechter (Justiz-)Krieg geführt wird zwischen den türkischen Behörden und einem der ältesten Klöster der Welt: Mor Gabriel. Das syrisch-orthodoxe Kloster existiert schon sein 1600 Jahren, gehört zum Weltkulturerbe der Unesco, und die Nonnen und Mönche müssen täglich damit rechnen, dass sie das Kloster verlassen müssen.

Selbst Seine Heiligkeit, der auch von den Katholiken sehr verehrte griechisch-orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel (Istanbul), wird täglich aufs Übelste bedrängt und muss ebenfalls täglich damit rechnen, dass er seinen Palast in der türkischen Metropole räumen muss. Man tut alles nur Erdenkliche von türkischer Seite, um das Leben der Christen unerträglich zu machen. Man spricht zwar im Irak und in den benachbarten Ländern von einer „Massenflucht der Christen“, aber auch in der Türkei, wo die Apostel nach dem Heiligen Land mitunter ihre ersten Gemeinden Gründeten, wo selbst Maria, die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter, gelebt haben soll, packen immer mehr Christen ihre Koffer.

Es ist schwer, seine Tränen zurück zu halten, es ist aber noch schwerer, seine Wut und seinen Zorn im Zaum zu halten …

Unsere sehr verehrten Vorfahren sind im 11. Jahrhundert dem Ruf des Papstes gefolgt, der mit seinem „Deus vult!“ („Gott will es!“) die Ritter zu begeistern wusste, sich unter dem Einsatz ihres Lebens für den Erhalt der heiligen Stätten im Heiligen Land einzusetzen. Ihnen wurde auch und vor allem die Sorge um die Sicherheit der Pilger des Heiligen Landes anvertraut. Gegenüber dem Willen des Vaters der (gesamten!) Christenheit, des Papstes, fühlen wir uns und SIND WIR noch heute zu Gehorsam verpflichtet. Wie sein verehrungswürdiger Vorgänger Johannes Paul II. setzt sich auch Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für den Dialog mit dem Islam ein. Wir sind uns vollkommen bewusst, dass es bei „Dialog“ nicht bleiben kann, weil viele von uns den „Dialog“ als recht einseitig betrachten. Wir sind uns aber genauso bewusst, dass wir keinen „Heiligen Krieg“ erklären können und wollen.
Es sei Ihnen, verehrter Herr v.d.S., in ganz klaren und unmissverständlichen Worten folgendes gesagt:

Wir sind Ritter vom salomonischen Tempel, in erster Linie der Kontemplation und der Caritas verschrieben. Wir sind aber auch Ritter, die gelobt haben, treu zur heiligen Kirche zu stehen. Das bedeutet für uns eindeutig, dass wir unbedingt zu den Waffen greifen, sollte der Ernstfall eintreten. Ob der „Heilige Krieg“ bereits von islamischer Seite ausgerufen wurde, ob die Truppen bereits mobilisiert wurden, oder ob es sich lediglich um „Säbelrasseln“ handelt, wissen wir augenblicklich (noch) nicht so recht zu interpretieren, aber unsere Augen und unsere Ohren sind weit offen – AUCH wenn sich die Medien alle Mühe geben (aus welchen Gründen auch immer) die Christenverfolgungen in der Welt (und im christlichen Europa!) zu verheimlichen. Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln alles Christliche zu verteidigen wissen – alles andere wäre unehrenhaft und eines Ritters nicht würdig.

Wir teilen Ihre Trauer und Bestürzung – aus tiefstem Herzen – über die jüngsten Vorfälle in der Türkei. Im Augenblick bleibt uns nur, gemeinsam für die Seele des verstorbenen Bischofs Padovese zu beten, auf dass wenigsten IHM das Licht ewig leuchte. Niemandem von uns ist entgangen, dass das Licht in Europa nicht mehr so recht leuchtet. Das Schlimme dabei ist, dass dieses „christliche Europa“ sich das Licht selbst auspustet – es WILL sich mit aller Gewalt vom Licht der Hoffnung, vom Licht des Friedens und vom Licht der Liebe trennen. Es ist für uns unbegreiflich, aber Wohlstand und Liberalismus haben die Menschen tatsächlich dekadent und blind gemacht. Uns geht’s doch mittlerweile schon SO gut, dass wir unser Dahinvegetieren und unser Dahinsterben gar nicht mehr mitbekommen, denn da wo das Licht fehlt, ist der Tod nicht mehr weit.

Wir Ordensritter stehen jedenfalls der Kirche und dem christlichen Glauben mit jeder Faser unseres Seins zur Seite. Sollten unsere Dienste benötigt werden – werden wir dem Ruf folgen, denn „Deus vult“, Gott will es so.

Ich bitte Sie, sich mit unserem Orden im Gebet für die Seele des Bischofs Padovese zu vereinigen. Ich bitte meine Brüder und Schwestern zu beten – und aufmerksam zu sein, wie Jesus von Nazareth befahl: „Wachet und betet“. Stärken wir uns gegenseitig im Glauben, auf dass wir gemeinsam unseren wertvollen Glauben mit ganzen Herzen, mit ganzer Seele und mit aller Kraft zu verteidigen wissen.

Es grüßt Sie von Herzen,

NNDNN

++ Berthold Möller PCCTSH

Großmeister

Einmischung

Posted in Arme Ritter Christi with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on Juni 6, 2010 by armeritterschaftaachen

Monarchie … ?

Ich stimme vollkommen den Worten unseres hochverehrten Großmeisters Berthold Möller überein (siehe vorherigen Blogeintrag), dass sich unser Orden auf keinen Fall in politische Diskussionen einmischen soll, immerhin sind wir ein Ritterorden und keine politische Institution.

Es bleibt jedoch nicht aus, dass wir uns des einen oder anderen Kommentares nicht verkneifen dürfen, wenn wir Ungereimtheiten, Ungerechtugkeiten und politische Fehlentscheidungen anzuprangern haben, weil sie dem sozialen Gleichgewicht unseres Staates entgegen wirken.

Wieso kommt nun ein Ritterorden dazu, sich in die Diskussion über das Staatsoberhaupt unseres Landes seine Meinung zu äußern?

Wie Seine Exzellenz, der Großmeister, ganz kurz in seinem Schreiben angedeutet that, ist der Orden an sich schon relativ monarchistisch strukturiert. Der Großmeister ist der „Monarch“, der Großkanzler ist der Regierungschef, und die Großpriore sind die „Landesfürsten“ … zumindest metaphorisch (mehr oder weniger).

Die Mitglieder sind gegenüber den Vorgesetzten zu Gehorsam verpflichtet, und das Wort Treue und Loyalität wird sehr groß geschrieben.

Ein Ritterorden ist im Prinzip ein Staat en miniature, und betrachtet man Malta oder das ehemalige Preußen, so sind Ritterorden und Staatsgründungen nicht so weit voneinander entfernt. Doch leben wir – so möge der geneigte Leser zu argumentieren versuchen – im 21. Jahrhundert, und da sind Monarchien vollkommen anachronistisch. Man möge mir verzeihen, aber dieses Argument ist eine bodenlose Frechheit gepaart mit dummdreister Ignoranz! Ich erspare mir, all die Monarchien in Europa aufzuzählen, deren Bürger uns Deutschen in Stolz, in Loyalität und Liebe gegenüber ihrem Herrscherhaus um einiges Voraus sind.

Die Geschichte der Bundesrepublik fängt vor 61 Jahren an, die der Monarchien vor Jahrhunderten. Die Frage, ob wir auf die Geschichte der Bundesrepublik tatsächlich so stolz sein können, wie uns besonders im vergangenen Jahr zum 60.ten eingetrichtert wurde, lasse ich mal im Raum stehen. Es SOLL ja bei unserem Land um eines der freiheitlichsten Staaten der Welt sein, ein Teil der „freien Welt“. Nun ja, da MÜSSEN wir ja stolz sein – ich persönlich kann mein Glück kaum fassen. Nun gut, wir sehen uns von einem Billionen-Schuldenberg konfrontiert, nun ja, mit Arbeitslosigkeit muss sich jedes Land herumschlagen, über Hunger und Obdachlosigkeit MUSS man ja nicht unbedingt jeden Tag reden.

Auch dass Jugendkriminalität ein ernstzunehmendes Problem in unserem Lande ist, kann man ja geschickt vertuschen. In Zeiten von Relativismus und Indifferentismus fällt kaum einem auf, dass das Christentum, unser Christlicher Glaube im Namen von „Tolerenz“ und „Dialog“ gnadenlos verraten und verkauft wird … aber was soll’s, wir können furchtbar stolz auf unseren Staat und auf unsere Staatsform sein.

Doch dann offenbart sich durch den überraschenden Rücktritt des Bundespräsidenten und die sich anschließende Diskussion um die Nachfolge ein kleiner Schwachpunkt in unserem System: Es hat sich gezeigt, dass das Oberhaupt des Staates vollkommen abhängig ist von Parteien und von Mehrheitskonstellationen des Bundestages. Das ist in meinen Augen kein „Staatsoberhaupt“. Wie kann ich zu einem Staatsoberhaupt aufschauen, wie kann ich mich repräsentiert fühlen, wie kann ich mich mit ihm identifizieren, wenn er von einer Partei  stammt, von einer Partei aufgestellt und gewählt wurde? Mag diese Person noch so motiviert sein, in schönen, hochgeistigen Reden Überparteilichkeit zu demonstrieren und es allen Recht machen zu wollen, es bleibt immer der Schatten der Partei-Abhängigkeit.

Als Ritterorden stehen wir naturgemäß eher zur Monarchie, denn während der Bundespräsident aus dem Reich der Anonymität plötzlich auf der Bildfläche erscheint und nach seiner Amtszeit wirder in der Versenkung verschwindet und vielleicht nur noch ein Thema fürs Geschichtsbuch bleibt, begleiten wir den Monarchen meist von der Geburt bis zur Bahre. Und so wie der verehrte Großmeister der Tradition und der Geschichte des Ordens verpflichtet ist, so ist es der Monarch gleichermaßen. So wie in einem Ritterorden das Andenken der Vorfahren hochgehalten wird, so auch in der Monarchie.

Ich möchte nun nicht anregen, in monarchistischen Vereinigungen einzutreten und in solchen aktiv für die Monarchie Flagge zu zeigen, aber ich erlaube mir, verehrte Brüder und Schwestern, Euch Gedanken mit auf den Weg zu geben: Gedanken über die desolate Struktur unseres Staates, in dem die Freiheit immer auf Kosten von anderen geht, und Gedanken über Jahrhunderte alten Werte, in denen Ehre, Treue, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und vor allem Gehorsamkeit einen unverzichtbaren Stellenwert in einer Gemeinschaft (Staat oder Orden) haben (sollten).

NNDNN

+ F Heinrich Hoffmann

Großprior Deutschland