Archiv für Januar, 2010

Sonntägliches Gotteswort

Posted in Arme Ritter Christi, Wort zum Sonntag on Januar 31, 2010 by Schattenkrieger

Ich wünsche dir Liebe

(1 Kor 13,4–13)
Ich wünsche dir Liebe,
die in einer herzlichen Umarmung,
einer zärtlichen Geste zu dir kommt,
die dich ganz und gar mit Wärme füllt,
die deinen Tag zum Leuchten bringt
und dir gute Träume in der Nacht schenkt.
Ich wünsche dir Liebe,
die Nähe schenkt, ohne einzuengen,
die dir die Freiheit läßt, so zu sein, wie du bist,
die Eis taut und Stürme überdauert.
Ich wünsche dir Liebe,
die nie selbstverständlich wird,
die im Geben und Empfangen wächst
und vielleicht die Welt ein wenig wandelt.

Das Magnificat – Marias Lobgesang

Der Evangelist Lukas berichtet, wie Maria wenige Tage nach der Verheißung der Geburt des Gottessohnes durch den Engel Gabriel ihre Verwandte Elisabeth besucht (Lk 1,39-56). Bei der Begrüßung wird Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und preist Maria und ihr Kind. Darauf stimmt Maria einen Lobgesang an (Lk 1,46-55), der nach dem Anfangswort der lateinischen Fassung „Magnificat“ heißt:
Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unseren Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

SONNTÄGLICHES WORT VOM GP-ÖSTERREICH

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Erdbeben Haiti: Spenden dringend benötigt!

Posted in Arme Ritter Christi, Pressemitteilung, soziale Projekte on Januar 20, 2010 by Schattenkrieger

Nach dem Jahrhundert-Erdbeben geht die haitianische Regierung von bis zu 200.000 Toten aus. Das Beben mit der Gewalt von acht Hiroshima-Bomben ließ Regierungsgebaude und Kathedralen wie Kartenhäuser in sich zusammenstürzen.Die Slums auf den Hügeln sind auf Schlammlawinen abgerutscht. Über drei Millionen Menschen sind dringend auf koordinierte Hilfe angewiesen.


Die Nothilfe unseres Bündnisses läuft auf Hochtouren:

  • CARE und World Vision helfen seit Jahrzehnten in Haiti. Sie verteilen Wasserentkeimungstabletten, Proteinkekse, Kleidung und Wasserflaschen. Ein Hilfsflieger mit 35 Megatonnen Hilfsgütern ist auf dem Weg.
  • action medeor, die Johanniter, die Malteser und HELP verteilen „Emergency Health Kits“, mit denen Tausende Menschen medizinisch versorgt werden können, ADRA entsendet vier mobile Kliniken mit Medikamenten. Ärtzteteams und Rettungssanitäter kümmern sich um die Verletzten.
  • Handicap International hilft mit Ambulanzszelten, Gehilfen und vielem mehr. Außerdem stellt Handicap den Bündnispartnern 45 geländegängige Fahrzeuge zur Verfügung.
  • Und arche noVa versorgt die Menschen in Krankenhäusern und Notlagern mit sauberem Trinkwasser.

Bitte helfen Sie den Menschen nach dieser Jahrhundert-Katastrophe. Jetzt spenden!

Mythos und Wahrheit: Die Templer waren keine Ketzer

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, Pressemitteilung, Templerorden on Januar 19, 2010 by Schattenkrieger
Von Stefan Ulrich

Ein 5900 Euro teures Buch beweist: Papst wollte den Templer-Orden retten, der König hinderte ihn daran.

TemplerDas Buch ist kein Schnäppchen. 5900 Euro kostet das Werk mit dem lateinischen Titel „Processus contra Templarios“, das das Vatikanische Geheimarchiv jetzt gemeinsam mit dem Verlagshaus Scrinium in Rom vorgestellt hat. Dennoch sind mehr als die Hälfte der 799 nummerierten Exemplare bereits verkauft. Bibliotheken, Forschungsinstitute, Sammler, angebliche Nachfolge-Organisationen der Templer und sogar muslimische Scheichs haben das in kostbarstes Leder gehüllte Opus bestellt.

Außer der Schönheit der Edition dürfte sie dabei vor allem eines gelockt haben: Der Band enthält sämtliche vatikanischen Prozessakten vom Anfang des 14. Jahrhunderts über den sagenumwobenen Templerorden in einer kritischen, vom Geheimarchiv des Papstes betreuten Ausgabe. Unter den beigefügten Dokumenten ist die originalgetreue Reproduktion eines spektakulären Pergaments. Es beweist: Die Templer waren keine Ketzer.

Der reichste und mächtigste Orden des Mittelalters fasziniert bis heute die Menschen. Deswegen kamen zahlreiche Journalisten aus aller Welt unter dem hohen Backstein-Gewölbe des alten Synoden-Saales im Vatikan zusammen, um der Vorstellung des Buches zu lauschen. Wer eine Sensation erwartete, eine Entschuldigung von Benedikt XVI. für den Justizmord an den Tempelrittern oder eine Wiederzulassung des Ordens, der wurde jedoch enttäuscht. „Unser Werk ist kein Scoop“, warnte der Präfekt des Geheimarchivs, Monsignor Sergio Pagano, „es dient vielmehr der Erforschung der Geschichte.“

Absolution für die Templer

Spannendstes Dokument der Aktensammlung ist das sogenannte Pergament von Chinon, das 2001 von der jungen Wissenschaftlerin Barbara Frale, einer Mitarbeiterin des Geheimarchivs, aufgefunden wurde. Es liegt dem Buch in einer Faksimile-Version bei, die dank neuester Techniken besser lesbar ist als das von Bakterienflecken getrübte Original.

Templer

In dem Pergament erteilte Papst Clemens V. im Jahr 1308 den Templern die Absolution, nachdem sich diese für allerlei Missstände in ihrem Orden entschuldigt hatten. Zugleich nahm er sie wieder in die Kirchengemeinschaft auf. Damit stand fest, dass die Templer keine Ketzer waren und der Pontifex den Orden, der ihm allein unterstellt war, reformieren und erhalten wollte. Der gesundheitlich angeschlagene Clemens V. residierte seinerzeit in Avignon. Er war dem Druck des mächtigen französischen Königs Philipp des Schönen ausgesetzt, der die Templer vernichten wollte und eine Verleumdungskampagne gegen den Ritterorden entfesselt hatte.

Daher wagte der Papst es nicht, sein Urteil zu veröffentlichen. So wurden die Templer auf Betreiben Philipp des Schönen weiter verfolgt. Folterknechte quälten sie mit glühenden Zangen und zwangen sie zu abenteuerlichsten Geständnissen. Ihr Ordensgeneral erlitt in Paris den Flammentod als angeblicher Ketzer. Der Orden selbst wurde von Clemens 1312 suspendiert. Somit hatte sich der König im Machtkampf mit dem Pontifex durchgesetzt. Der Templerorden, der einst gegründet worden war, um christliche Pilger im Heiligen Land zu schützen, erlosch.

Haltloser Ketzervorwurf

Der haltlose Ketzervorwurf blieb an den Templern bis heute hängen. Er nährt all die Legenden, die sich um die Männer mit dem roten Kreuz auf dem weißen Mantel bildeten. Immer dann, wenn ein Hollywood-Film oder ein Geschichts-Krimi Verschwörungstheorien ausbreitet, in denen es um Papst, Kirche, den Heiligen Gral oder die Geheimnisse des Universums geht, sind die Templer nicht weit.

Vielen gilt ihr Orden als Vater aller Geheimgesellschaften. Zahllose mehr oder weniger seriöse Vereinigungen sehen sich in der Tradition der Ritter. Sie reichen von christlich geprägten Wohltätigkeitsorganisationen bis hin zu spiritistischen Zirkeln.

Durch die Veröffentlichung des „Processus contra Templarios“ möchte das Vatikanische Geheimarchiv eine sachlichere Auseinandersetzung mit den Tempelrittern fördern. Zugleich will es das düstere Bild von Papst Clemens V. aufhellen, der oft als willfähriger Handlanger des französischen Königs bei einem der größten Justizverbrechen der Geschichte dargestellt wird.

Das Pergament von Chinon beweise, dass der Papst mit aller Kraft versuchte, den Orden zu retten, meint der Historiker Franco Cardini. Doch am Ende unterlag der Pontifex den Erpressungen durch den französischen König, der mit einer Kirchenspaltung drohte. Philipp dem Schönen ging es darum, das Vermögen der Templer an sich zu reißen und die Kirche durch die Zerschlagung des Ordens zu schwächen. Auch konnte er sich so einer drückenden Geldschuld entledigen, die er bei den Templern hatte.

Das Erstaunliche: Das Pergament von Chinon, das die wahre Gesinnung des Papstes offenbart, war sieben Jahrhunderte lang in den Archiven des Vatikans vorhanden – und blieb dennoch von den Forschern vollkommen unbeachtet. Erst die Archäologin Barbara Frale erkannte vor einigen Jahren die Brisanz des Pergaments. Bei der Buch-Präsentation sagte sie: „Es ist wirklich unglaublich, dass es die Historiker so lange übersehen haben.“

(SZ vom 27.10.2007)

Arme Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, Pressemitteilung, Templerorden on Januar 19, 2010 by Schattenkrieger

Der letzte Großmeister der Templer war Jacques de Molay. Foto: oh

Die Arme Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel war eine der mächtigsten Organisationen des Mittelalters. Obwohl der Ritterorden bereits 1312 aufgelöst und viele seiner Mitglieder verbrannt wurden, ist seine Faszination bis heute ungebrochen.

Im Mittelalter, ab dem 11. Jahrhundert, entstanden im Rahmen der Kreuzzüge christliche Gemeinschaften als Verbindung von Mönchtum und Rittertum. Diese Orden waren karitativen Aufgaben und dem Kampf gegen die Ungläubigen verpflichtet.

Besonders bekannt wurden der Johanniterorden (gegründet um 1050), der Templerorden (gegründet 1119) und der Deutsche Orden (gegründet 1190).

Die Ritterorden waren zunächst eine Art stehendes Heer für die Kreuzzüge – mit gewaltigen Burgen als Stützpunkte. Sie waren hoch angesehen, privilegiert, reich und mächtig, aber sie waren nicht unumstritten.

Gegründet zum Schutz der Pilger

Der Templerorden war ein geistlicher Ritterorden, der um 1119 zum Schutz der heiligen Stätten Palästinas und der christlichen Pilger von Hugo von Payens (um 1080–1136) und sieben weiteren französischen Rittern in Jerusalem gegründet wurde.

Vom Johanniterorden und dem Deutschen Orden, die hauptsächlich karitative Ziele verfolgten, unterschied er sich durch seine militärische Ausrichtung. Die Mitglieder des Ordens gelobten völlige Armut, Keuschheit und Gehorsam.

Der Orden war streng hierarchisch strukturiert. An der Spitze stand der Großmeister. Die Ordensbrüder waren in Ritter, Kapläne und dienende Brüder eingeteilt. Die Ordenstracht war ein weißer Mantel mit dem sogenannten roten Tatzenkreuz und durfte nur von den Rittern getragen werden.

Die Einweihung fand in einsam gelegenen Gebäuden nachts statt, um das Geheimnis des Ordens zu wahren. Die Kandidaten mussten sich durch einen Eid verpflichten, alle ihnen zu offenbarenden Geheimnisse auf das Strengste zu bewahren. Ohne Erlaubnis durften die Mitglieder den Orden nicht verlassen. Für Verstöße gegen die Ordensregeln gab es einen besonderen Strafkodex, der die Bußen festsetzte.

1127 reisten Hugo von Payens und fünf andere Gründungsmitglieder nach Europa zurück, um für den Orden neue Mitglieder zu werben. Auf der Synode in Troyes 1128 wurde der Templerorden offiziell bestätigt. Die Ordensregeln stellte der heilige Abt Bernhard von Clairvaux (um 1090–1153), geistiges Haupt des Zisterzienserordens und die damals markanteste Persönlichkeit geistigen Standes im Abendland, auf. Darin erklärte er die Ziele der Templer zum Ideal und Inbegriff aller christlichen Werte.

1139 erließ Papst Innozenz II. (vor 1116–43) eine Bulle, wonach die Tempelritter direkt dem Papst unterstanden. Sie wurden mit besonderen Privilegien ausgestattet, z. B. der Befreiung von allen Steuern, und durften durch eigene Geistliche die Sakramente ausüben. Der Templerorden entwickelte sich vorübergehend zum mächtigsten Ritterorden.

Viele junge Adelige traten der Ritterschaft bei, wodurch dem Orden immer mehr Gelder und Ländereien zuflossen. Schließlich verfügte der Templerorden über gewaltige Reichtümer. Nach dem Fehlschlag der letzten Kreuzzüge und dem Fall von Jerusalem zogen sich die Tempelritter im Jahre 1291 aus Palästina nach Zypern zurück.

Durch seine vielfach nur von weltlichen Interessen bestimmte Machtpolitik geriet der Orden bald in Widerspruch mit seinen Ursprungsidealen und seiner Bestimmung. So brachten Macht und Reichtum die Ordensmitglieder schließlich in Opposition zu dem weltlichen Herrscher Philipp IV. von Frankreich (1268–1314).

Ein Ende mit Schrecken

Dieser strebte die Aufhebung des Ordens an, indem er die Mitglieder der Ketzerei und Unzucht bezichtigte. Papst Klemens V. (um 1260–1314) fügte sich dem Willen des Königs, und 1305 wurden die Mitglieder des Ordens wegen Ketzerei und Sodomie angeklagt. 1307 begann daraufhin die Verfolgung der Templer durch die Inquisition. 1312 wurde der Orden von Papst Klemens V. auf dem Konzil von Vienne aufgelöst.

Die Mehrzahl der Mitglieder wurde ermordet, der letzte Großmeister Jacques de Molay (1250–1314) hingerichtet.

Die wahren Hintergründe für die Verfolgung der Templer ist bis heute ungeklärt, ebenso ihre angeblichen Beziehungen zu gnostisch- esoterischen Lehren und Praktiken.

Es entstanden zahlreiche Legenden und Verschwörungstheorien um das Wirken, die Geheimnisse und die Schätze des Ordens. Tatsächlich existieren keine wissenschaftlich gestützten Belege für diese Behauptungen.

Die am meisten verbreitete Vermutung ist aber, dass der stark verschuldete König Philipp IV. es ganz einfach auf den Reichtum des Ordens abgesehen hatte.

(sueddeutsche.de/mcs)

Schatzsucher: Das Vermächtnis der Tempelritter

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, Pressemitteilung, Templerorden on Januar 19, 2010 by Schattenkrieger
Von Alexander Mühlauer

Die sagenumworbene Gemeinschaftt häufte unermesslichen Reichtum an – und wurde enteignet. Bis heute suchen Menschen nach ihrem Erbe.

Tempelritter, Foto: gettyWeiße Kleidung, rotes Kreuz – das Kenzeichen der Tempelritter.

Sie sind zu neunt, als sie eines Tages im Jahr 1119 den Pakt schließen, für immer keusch, arm und gehorsam zu leben. Um es gleich zu sagen: Gegen alle drei Versprechen werden alle neun Ritter verstoßen.

Die neun Männer nennen sich „Arme Ritter Christi vom Tempel Salomonis“. Ihr Pakt ist ein absolutes Bekenntnis zu Gott: Sie wollen die christlichen Pilger und die heiligen Stätten in Jerusalem vor muslimischen Räubern schützen. Ihr Anführer ist ein gewisser Hugo von Payens; über ihn wird später noch zu berichten sein.

Schon früh gibt es Spekulationen über Anspruch und Wirklichkeit der christlichen Ritter, die ihren Ordenssitz auf dem Jerusalemer Tempelberg haben. In Wahrheit, so heißt es in zeitgenössischen Schriften, hätten die neun Ritter das Ziel, einen Schatz zu finden, dessen scheinbare Existenz viele Menschen bis heute zu den wildesten Theorien anstiftet: die Bundeslade. Darin sollen die Gesetzestafeln liegen, die Moses einst vom Berg Sinai mitbrachte. Und nicht zu vergessen: eben jene Texte, die nicht weniger versprechen, als den leider immer noch vermissten Stein der Weisen gefunden zu haben.

Spendable Herrscher

Das Bedürfnis nach Verschwörungstheorien scheint noch immer weit verbreitet, und der Orden der Tempelritter bietet massenhaft Stoff dafür. Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn die amerikanische Filmindustrie das nicht längst erkannt hätte. Die Ritter sehen ja auch blendend aus: Leuchtend weiß sind sie gekleidet, auf der linken Schulter prangt das blutrote Templerkreuz. Später schmücken die kämpfenden Mönche auch Brust und Schild mit dem sogenannten Tatzenkreuz.

Ihr Anführer, Hugo von Payens, macht sich im Jahr 1127 von Jerusalem auf nach Europa. Er will neue Ordensbrüder rekrutieren. Auf seiner Werbetour sammelt er nicht nur neue Mitglieder, sondern auch Gold und Ländereien, die ihm Menschen vermachen, in dem Glauben an das Gute. Besonders spendabel erweisen sich die Herrscher Spaniens und Portugals. Sie wollen die Ritter aus Jerusalem für sich gewinnen, um die Iberische Halbinsel vor dem muslimischen Süden zu schützen.

Im Jahr 1128 wird der Templerorden auf dem Konzil von Troyes von Papst Honorius II. anerkannt und elf Jahre später sogar unmittelbar dem Oberhaupt der katholischen Kirche unterstellt. Das Beste daran: Die Templer werden mit einer Reihe Privilegien ausgestattet. Sie zahlen keine Steuern und Zölle, für die Gotteskrieger gelten weder weltliche noch kirchliche Gerichte.

Und so häufen die Mönche und Ritter des Ordens im Laufe der Jahre unermessliche Reichtümer an. Sie verleihen Gold zu abenteuerlichen Zinsen. Mitte des 13. Jahrhunderts haben sie sich über ganz Europa ausgebreitet. Wenn man so will, erschaffen die Ordensmönche ein gigantisches Netzwerk – finanziell, politisch und religiös.

Eben diese vermeintliche Religiosität wird ihnen zum Verhängnis. Am 13. Oktober 1307 lässt der französische König Philipp IV., genannt der Schöne, alle 1000 Ordensfilialen in seinem Reich durchsuchen. Die Anführer werden verhaftet. Sieben Jahre dauert das Verfahren gegen die Ritter. In der Anklageschrift wird ihnen vorgeworfen, so gut wie alle Untaten begangen zu haben, die den christlichen Gelehrten zufolge Unheil über die Welt bringen sollen: Ketzerei, gnostisch-esoterische Praktiken, Unzucht, Blasphemie.

Im März 1312 löst Papst Clemens V. auf massiven Druck des französischen Königs Philipp den Templerorden offiziell auf, obwohl die Vorwürfe in anderen Ländern nie und nimmer als bewiesen galten. Wie auch immer: In Frankreich wird erst Napoleon I. den Orden wieder zulassen. Heute heißt er „Christlicher Ritterorden vom Tempel zu Jerusalem“.

Stoff für Hollywood-Autoren

König Philipp IV. jedenfalls genießt seinen Triumph. Als die Körper großer Templer-Persönlichkeiten im Jahre 1314 auf dem Scheiterhaufen brennen, sieht er von einem Fenster aus amüsiert zu. Erst als er den Geruch verbrannten Menschenfleisches nicht mehr ertragen kann, soll er sich in seine Gemächer zurückgezogen haben.

Zu den Mythen um die Tempelritter gehört auch die Geschichte, dass Philipp IV. nur wenige Monate nach dem Scheiterhaufen-Schauspiel bei einem Jagdunfall stirbt. Das hätten ihm die Templer vor ihrem Tod noch prophezeit, heißt es.

Das Leben und Sterben der kämpfenden Mönche liefert nicht nur für Hollywood-Autoren abenteuerliche Geschichten. Egal, ob in Südfrankreich oder Schottland, auf Mallorca, in Portugal oder in Berlin-Tempelhof, wo die Templer zu Beginn des 13. Jahrhunderts die Ordenskomtur Tempelhof errichteten. Es ist vor allem die Mystik des Tempelritter-Ordens, die Menschen weltweit fasziniert. Immer wieder machen sich Historiker, Abenteurer oder Verschwörungstheoretiker auf die Suche nach dem Schatz der Templer.

Gefunden hat ihn noch niemand. Aber was heißt das schon?

(SZ vom 17.10.2009/tob)

Tempelritter rehabilitiert: Ordentlicher Orden

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, Pressemitteilung, Templerorden on Januar 19, 2010 by Schattenkrieger

Von Stefan Ulrich

Der Vatikan hat einen Beweis vorgelegt, wonach die Tempelritter doch keine Ketzer waren. Das Kuriose daran: Bereits vor 700 Jahren hatte Papst Clemens V. dem Orden Absolution erteilt.

Erst raubte er ihnen die Ehre, dann rottete er sie aus. Im Jahr 1307 entfesselte Philipp der Schöne eine Schmutzkampagne gegen einen der einflussreichsten Orden der Zeit – die „Arme Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel“, kurz Templerorden genannt.

Der französische König beschuldigte die mönchischen Ritter mit dem roten Kreuz auf dem weißen Mantel, sie seien Ketzer. In einer Blitzaktion ließ er alle Templer in seinem Herrschaftsbereich einkerkern und ihr Vermögen beschlagnahmen. Dann brachte er Papst Clemens V., einen in Avignon residierenden Franzosen, dazu, den Orden aufzulösen. Bald darauf wurde der letzte Großmeister, Jacques de Molay, als Ketzer in Paris verbrannt.

700 Jahre später erhalten die Tempelritter ihre Ehre von berufener Stelle zurück. Das Vatikanische Geheimarchiv wird am 25. Oktober ein Buch vorstellen, das es in sich hat. Das Werk trägt den Titel „Processus contra Templarios“ und wird in 799 Exemplaren verlegt.

Es enthält Reproduktionen der Prozessakten gegen die Tempelritter. Glanzstück aber ist ein brisantes Dokument, das „Pergament von Chinon“. Darin erteilt Papst Clemens V. dem Großmeister und den anderen Würdenträgern der Templer die Absolution. Zugleich erlaubte er ihnen, wieder die Sakramente zu empfangen. „Das ist der Beweis, dass die Templer keine Ketzer waren“, sagte Barbara Frale vom Vatikanischen Geheimarchiv jetzt der Zeitung Giornale. Die Templer wurden folglich zu Unrecht verfolgt und ausgelöscht.

Die 37 Jahre alte Italienerin hat das Dokument bereits vor ein paar Jahren in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo entdeckt. „Ich konnte es selbst nicht glauben, was ich da gefunden habe“, sagte sie. Das Pergament war unter einem späteren Jahrhundert registriert worden und daher verschollen.

Das Kreuz bespuckt

Zusammen mit anderen Schriften, die nun veröffentlicht werden, dokumentiert es, wie Papst Clemens V. unabhängig vom König die Vorwürfe gegen die Templer untersuchte. Dazu ließ er die in der Burg Chinon an der Loire eingekerkerten Ordensoberen befragen. Am Ende akzeptierte er deren Buße und die Versicherung, sie seien keine Ketzer.

Den Dokumenten zufolge praktizierten die Templer seltsame Rituale. Dabei bespuckten sie das Kreuz und verleugneten Christus. Das kam dem König, dem die Macht der Templer suspekt war, gelegen, um seine Vorwürfe zu konstruieren. Die Ritter aber überzeugten den Papst, ihre Riten seien nicht blasphemisch gemeint. Sie sollten nur die Erniedrigungen demonstrieren, denen Templer ausgesetzt wurden, wenn sie von den Sarazenen gefangen wurden.

Der päpstliche Spruch nutzte den Rittern aber nichts. Philipp der Schöne hatte den Papst in der Hand und erzwang die Vernichtung des Ordens. Um die Templer aber sprossen fortan die Legenden wie die Ranken um Dornröschen. So hieß es, sie hätten die jüdische Bundeslade gefunden, den Heiligen Gral besessen und Silber in Gold verwandelt. Romane und Verschwörungstheorien nähren sich bis heute vom Mythos der Templer, etwa Dan Browns „Sakrileg“.

Zudem berufen sich allerlei Gruppen – von christlichen Gemeinschaften bis zu Logen und esoterischen Vereinen – auf den Namen der Templer. Der alte Orden aber ist tot. Nicht Macht und Reichtum, nur die Ehre kann er zurückerlangen.

Doch das wäre Jacques de Molay und seinen Rittern womöglich nicht so wichtig gewesen. Schließlich lautete ihr Motto: „Nicht uns, oh Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre!“

(SZ vom 8. Oktober 2007)

Processus contra Templarios – Die Wahrheit über die Templer

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, Templerorden on Januar 19, 2010 by Schattenkrieger

Kreuz des Templerordens

Das Vatikanische Geheimarchiv hat  gemeinsam mit dem Verlagshaus Scrinium das Werk mit dem Titel “Processus contra Templarios” in Rom vorgestellt. Das Buch kostet 5.900 Euro! Mehr als die Hälfte der 799 Exemplare sind bereits an Bibliotheken, Forschungsinstitute, Sammler, angebliche Nachfolge-Organisationen der Templer und muslimische Scheichs verkauft. Das kostbare in Leder gebundene Opus enthält sämtliche vatikanischen Prozessakten vom Anfang des 14. Jahrhunderts über den sagenumwobenen Templerorden. Unter den beigefügten Dokumenten ist die originalgetreue Reproduktion eines spektakulären Pergaments, welches beweist, dass die Templer keine Ketzer waren.

Bis heute fasziniert der reichste und mächtigste Orden des Mittelalters die Menschen. Wer bei Vorstellung des Werkes eine Sensation, nämlich die öffentliche Entschuldigung von Benedikt XVI. für den Justizmord an den Tempelrittern oder die Wiederzulassung des Ordens erwartete, wurde enttäuscht. “Unser Werk ist kein Scoop (eine exklusive Meldung im Journalismus)”, warnte der Präfekt des Geheimarchivs, Monsignor Sergio Pagano, “es dient vielmehr der Erforschung der Geschichte.”

Die junge Wissenschaftlerin und Mitarbeiterin des Geheimarchivs, Barbara Frale, hat bereits 2001 das sogenannte Pergament von Chinon, das spannendste Dokument der Sammlung gefunden. Es liegt dem Buch in einer Faksimile-Version bei, die dank neuester Techniken besser lesbar ist als das Original. In dem Pergament erteilte Papst Clemens V. im Jahr 1308 den Templern die Absolution, nachdem sich diese für allerlei Missstände in ihrem Orden entschuldigt hatten. Zugleich nahm er sie wieder in die Kirchengemeinschaft auf. Damit stand fest, dass die Templer keine Ketzer waren und der Pontifex den Orden, der ihm allein unterstellt war, reformieren wollte. Der gesundheitlich angeschlagene Clemens V. residierte seinerzeit in Avignon und war dem mächtigen französischen König Philipp dem Schönen ausgeliefert. Philipp der Schöne entfesselte eine Verleumdungskampagne gegen die Templer, er wollte sie vernichten. Zum einen wurden sie zu mächtig und reich zum anderen lehnten sie den Antrag auf Mitgliedschaft von Philipp des Schönen ab.

Abenteuerliche Geständnisse wurden unter der Folter erzwungen, nachdem am 14. September 1307, auf Befehl Philipp des Schönen, alle Templer verhaftet wurden. Am 12. Mai 1310 wurden 54 Templer bei Paris verbrannt, am 18. März 1314 wurde der letzte Großmeister des Templerordens, Jacques de Molay, zusammen mit Geoffroy de Charnay in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt, nachdem man ihn eigentlich zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt hatte.

Der haltlose Ketzervorwurf blieb an den Templern bis heute hängen. Er nährt all die Legenden, die sich um die Männer mit dem roten Kreuz auf dem weißen Mantel bildeten.

Durch die Veröffentlichung des “Processus contra Templarios” möchte das Vatikanische Geheimarchiv eine sachliche Auseinandersetzung mit den Tempelrittern fördern. Zugleich will es das düstere Bild von Clemens V. aufhellen, der oft als willfähriger Handlanger des französischen Königs bei einem der größten Justizverbrechen der Geschichte dargestellt wird. Das Pergament beweise, dass der Papst mit aller Macht versuchte den Orden zu retten. Am Ende unterlag der Pontifex den Erpressungen durch den französischen König, der mit einer Kirchenspaltung drohte.

Das Pergament von Chinon, das die wahre Gesinnung des Papstes offenbart, war sieben Jahrhunderte lang in den Archiven des Vatikans vorhanden und blieb von den Forschern unentdeckt.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Wikipedia