Archiv für Dezember, 2009

Silvester

Posted in Kirchenjahr und Bräuche on Dezember 29, 2009 by lazarusritter

Das Fest für Silvester wird schon seit dem 5. Jahrhundert im ganzen christlichen Europa gefeiert. Die Silvesternacht zum Jahreswechsel ist von einer Fülle des Brauchtums geprägt, Silvesterumzüge waren früher verbreitet.

Wer war aber nun Silvester?

Silvester I. wurde wohl noch vor Beginn der Christenverfolgungen von Kaiser Diokletian im Jahr 284 zum Priester geweiht; er trat sein Amt als römischer Bischof im Jahr 314 an, ein Jahr, nachdem die römischen Kaiser Konstantin der Große und Licinius 313 die christliche Kirche anerkannt und im Edikt von Mailand jedem Bürger des Reiches das Recht auf freie Religionsausübung gewährt hatten. Diese Ereignisse, oft legendär überhöht, begründen Silvesters Bedeutsamkeit, sein eigenes Wirken hat dazu wenig beigetragen.

Die meist im 5. Jahrhundert entstandenen Legenden berichten Silvesters Standhaftigkeit während der noch andauernden Verfolgungen: Er warnte den Statthalter, der ihn zwingen wollte, die von ihm verwahrten Besitztümer von Christen herauszugeben, bis dieser beim Essen an einer Fischgräte erstickte. Er heilte und bekehrte den angeblich aussätzigen Kaiser; die Legende sagt auch, dass er Konstantin getauft habe, was geschichtlich nicht haltbar ist. Diese Legende ging auch in die Konstantinische Schenkung ein, eine gefälschte Urkunde, die zur Legitimation der Besitzansprüche und Herrschaftsrechte des Papsttums diente, derzufolge Konstantin dem Bischof die Stadt Rom und das ganze Abendland zu eigen gab und ihm das Tragen der kaiserlichen Insignien erlaubte.

Die Legenden erzählen von einem Streitgespräch, das Silvester mit zwölf jüdischen Rabbinern geführt habe, weil Helena ihren inzwischen getauften Sohn Konstantin zum Judentum bekehren wollte. Silvester obsiegte im Disput gegen elf der gelehrten Juden; der zwölfte, Zambri, töte einen Stier durch die Nennung des Namens Gottes, den der Stier nicht ertragen konnte, um so die Kraft seines Glaubens zu beweisen. Silvester aber konnte mit Gottes Hilfe sogar den toten Stier zum Leben auferwecken, worauf auch Zambri wie die anderen Rabbiner und Helena sich sofort taufen ließen. Heidnische Priester bekehrte Silvester demnach, indem er einen Drachen bezwang.

Weder bei der epochalen Hinwendung Konstantins zum Christentum noch bei der Bewältigung der kirchenpolitischen und dogmatischen Auseinandersetzungen spielte Silvester eine für seine Zeitgenossen erinnerungswürdige Rolle. Er nahm weder 314 an der Reichssynoden in Arles, wo die Auseinandersetzung mit dem Donatismus begann, noch 325 am 1. Konzil von Nicäa mit den wegweisenden Entscheidungen um die Wesensart Jesu Christi und gegen den bedrohlichen Arianismus teil. Den Synodalen von Arles schreib er, er könne die Apostelgräber in Rom nicht im Stich lassen. Noch im späten 4. Jahrhundert belasteten die Donatisten Silvester selbst wie seine Vorgänger mit dem Vorwurf des vorübergehenden Abfalls vom Glauben während der Verfolgungen unter Kasiser Diokletian. Das Fernbleiben vom Konzil in Nicäa begründete Eusebius von Cäsarea mit Silvesters hohem Alter, aber er hat das Konzil immerhin noch um ein Jahrzehnt überlebt.

Weihnachten

Posted in Kirchenjahr und Bräuche on Dezember 24, 2009 by lazarusritter

Weihnachten erinnert uns an ein Ereignis vor gut 2000 Jahren, an ein Kind, das in einer Krippe geboren wurde und dessen Leben die Welt verändert hat, wenn auch diese Veränderung nicht immer auf den ersten Blick zu sehen ist.  Was da in Bethlehem geschehen ist, will auch unseren Alltag verändern. In Jesus ist Gott Mensch geworden, er überlässt die Welt nicht sich selbst, sondern kommt mitten in sie hinein und verspricht Frieden. Die Weihnachtsbotschaft gilt gerade trotz und wegen der Kriege, der Katastrophen in dieser Welt und auch all dessen, was uns persönlich bedrückt. Allen Menschen gilt die Weihnachtsbotschaft, die die Engel den Hirten verkündet haben: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden!“

Lukas 2,1-20 Jesu Geburt

1 Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2 Und diese Schätzung1 war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. 4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, 5 damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe;2 die war schwanger. 6 Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. 7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. 8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.3 15 Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. 16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17 Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Natus est Rex

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi on Dezember 22, 2009 by armeritterschaftaachen

Mit diesem herrlichen Lied möchten wir allen Lesern, allen Freunden und Wohltätern und allen Mitgliedern des Ordens und des Vereins der Armen Ritterschaft Christi ein zufriedenes, gesegnetes und glückliches Weihnachtsfest wünschen.

Was machen wir, was wollen wir, wozu sind wir da?

Posted in Allgemeines, Arme Ritter Christi, Ordensaktivitäten, Templerorden with tags , , , , , , , on Dezember 20, 2009 by armeritterschaftaachen

Wir haben immer und immer wieder Probleme mit unserem Gästebuch auf unserer Homepage gehabt, mittlerweile haben wir unser drittes Gästebuch hochgeladen, und so nach und nach finden sich Gäste auf unserer Internetpräsenz, die einen Gruß in unserem noch recht jungfräulichen Gästebuch hinterlassen – uns zur großen Freude.

Heute, verehrte Leser, haben wir einen sehr netten Eintrag erhalten, dessen Kernsatz folgendermaßen lautet:

„Habe noch nicht so wirklich verstehen können was genau die Aufgabe dieser Ritterschaft ist.“

Diesem Informationsdefizit kann natürlich abgeholfen werden.

Was ist der Orden der Armen Ritterschaft Christi (und des salomonischen Tempels zu Jerusalem)?

Da müssen wir fast 900 Jahre zurück, als sich – dem Ruf des Papstes zu Rom folgend- etliche Ritter auf den Weg machten, um dafür Sorge zu tragen, dass die heiligen Stätten im Heiligen Land nicht sinn- und kampflos in die Hände der Ungläubigen fallen würden. Zur damaligen Zeit war das Heilige Land Ziel zahlreicher Pilger, deren Sicherheit und Leben durch eben diese Ungläubigen in großer Gefahr war.

Eine kleine Gruppe edler Ritter wurde mit der Aufgabe betraut, für die Sicherheit der Pilger und der heiligen Stätten zu sorgen … Die Geschichte der Tempelritter dürfte hinlänglich bekannt sein, vor allem natürlich auch das (vorläufige) Ende der Geschichte Anfang des 14. Jahrhunderts …

Wir sind aber am Anfang des 21. Jahrhundert, und die Geschichte war dem Tempelritterorden recht hold gesonnen, denn die Verfolgung und Verurteilung der edlen Ritter vor 700 Jahren hat sich als falsch, der ganze Prozess als Justizskandal allergrößten Kalibers herausgestellt. Der Tempelritterorden ist voll und ganz rehabilitiert, auch wenn eine offizielle Stellungnahme des Heiligen Vaters noch aussteht.

Wir Brüder der Armen Ritterschaft Christi sehen uns als Erben und Nachfolger der mutigen, treuen Streiter Jesu Christi von der Zeit der Kreuzzüge; wir haben uns in diesem Bund (fürs Leben) zusammengefunden, um uns intensiv mit den christlichen und ritterlichen Tugenden zu beschäftigen. Wir sind aber auch ein geistlicher (Laien-) Ritterorden, dem die Pflege des Kontemplativen und der Gottesdienste eine Pflicht ist, die wir uns mit Freuden auferlegen, sind wir uns doch dessen bewußt, dass gerade in Europa die Werte und Traditionen des Christlichen sehr im Schwinden begriffen sind. Als Ordensbrüder halten wir das Kreuz in unseren eigenen Reihen hoch, als Ordensritter zeigen wir auch durch das öffentliche Tragen des (roten) Kreuzes auf unserem Umhang, woher wir kommen und wohin wir gehen: nämlich VON Christus ZU Christus. Das Kreuz, Symbol der Erlösung und des Sieges, für jeden sichtbar,

Und gerade diese Motivation lässt uns, als Laien in einem Orden, aus der Heiligen Schrift und der Lehre der Kirche, der wir in unserem Rittereid unsere unverbrüchliche Treue gelobt haben, den notwendigen Schluss ziehen, dass wir unseren Dienst FÜR Christus nur dadurch sinnvoll und effektiv gestalten können, wenn wir hinaus ziehen und uns unserer Mitmenschen annehmen, denen das Schicksal nicht ganz so wohl gesonnen war. So unterstützen wir nicht nur ideell, sondern vor allem auch materiell spezielle Projekte, die wir aowohl auf unserer Homepage als auch in diesem Presseportal vorgestellt haben und weiter vorstellen werden.

Muss man denn unbedingt ein Ritter sein, um seinen Mitmenschen zu helfen?

Auf die Antwort zu dieser Frage kommt man von ganz alleine, wenn man sich die Situation in Europa und vor allem hier in Deutschland betrachtet. Uns Menschen hier in Deutschland geht es prächtig – noch nie ging es unserer Nation so gut wie in diesen letzten Jahren!!! … Eine These, die jeder vernünftige Mensch nicht unterschreiben wird können. Vielleicht waren nur die Jahre, in denen die Pest in diesen Breitengraden wütete, schlimmer als es unsere heutige Situation darstellt. Statistiken belegen fast täglich aufs Neue, dass immer mehr Menschen in unserem Land ärmer, während immer mehr Menschen reicher werden. Der Unterschied zwischen arm und reich wird immer größer, und unzählige Kinder können nicht mehr richtig ernährt werden. Obdachlosenasyle sind überfüllt, genauso sind es die Alten- und Kinderheime. Gerade die letztgenannten Alten und Kinder haben es in unserer ach so blühenden Gesellschaft sehr schwer: Die einen werden abgetrieben, um die anderen kümmert man sich im Alter nicht mehr, weil sie der Gesellschaft nicht mehr von Nutzen sind. … Keine Sorge, verehrter Leser, ich werde die Liste der Missstände in diesem unserem Land nicht fortsetzen, denn SO viel Platz haben wir in diesem Presseportal auch wieder nicht.

Aber auf eines muss uns erlaubt sein, noch hinzuweisen: Wir sind – wir betonen es immer und sehr gerne wieder – in Ritterorden in der Tradition der Tempelritter von vor 900 Jahren. Wir bekennen uns unbedingt zum christlichen Erbe, zur christlichen Grundlage, zum christlichen Prinzip, denn nur dadurch sehen wir uns ermutigt und inspiriert, unserem Schöpfer zu dienen, indem wir dem Nächsten dienen. Denn nur der Dienst am Nächsten lässt SEINEN Ruhm und SEINE Ehre größer werden – vollkommen getreu unseres Mottos „Non nobis Domine“. Wer in unseren Reihen nur des Prestiges wegen beitritt, demjenigen werden wir in brüderlicher Liebe unsere Regel wieder ins Gedächtnis rufen müssen. Denn wir sind nicht Ritter geworden, um Lob und gesellschaftliche Anerkennung zu erhaschen; das widerspräche unserem (christlichen und ritterlichen) Prinzip.

Kontemplativ – Caritativ; für viele hat das eine nichts mit dem anderen zu tun, für uns bedeutet es alles. Denn woher sollen wir sonst die Kraft, den Mut und den Impuls für unseren Einsatz schöpfen, wenn nicht aus dem Urquell der (Nächsten-)Liebe schlechthin: Jesus von Nazareth. Seinen Namen auszusprechen ist uns größte Wonne, Seinen Namen zu verkünden ist uns größte Ehre, Seinen Namen in dieser unserer entchristlichen Gesellschaft mit all den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen ist uns höchste Pflicht – DAFÜR sind wir in einem Ritterorden zusammengekommen. Das Ritterliche, das Kontemplative und das Caritative ergänzenen sich gegenseitig – zumindest für uns.

Aufrecht und unerschütterlich stehen wir vor Gott, unser Leben und unser Sein IHM voll und ganz gewidmet, daraus die Pflicht erkennend, uns für IHN und seine Schöpfung einzuseten im Dienst an unseren Mitmenschen, das alles aber nur erreichend durch unsere Hingabe an Gott.

Wir sind uns dessen bewussst, dass jetzt hier zur Beantwortung der anfangs angeführten Frage viele viele Worte gefolgt sind, die der eine oder andere Leser immer noch nicht erkennen kann, was die Aufgabe der Ritterschaft ist. Vielleicht reichen auch diese wenigen Worte aus:

Wir sind (als Brüder uns Schwestern) füreinander da, wir sind für den Nächsten da, wir sind für Gott da. Die Reihenfolge ist vollkommen beliebig, unser Verantwortungsbewusstsein jedoch allen Dreien gegenüber gleich groß.

Zum 4. Advent die herzlichsten Grüße, zum bevorstehenden Weihnachtsfest die besten Wünsche, zum Neuen Jahr alles erdenklich Gute

von der

Armen Ritterschaft Christi

NNDNN

Generalkonvent im Januar 2010 – ÄNDERUNG

Posted in Arme Ritter Christi, Ordensaktivitäten, Pressemitteilung on Dezember 17, 2009 by armeritterschaftaachen

Liebe Freunde,
Sehr geehrte Dame,
liebe Brüder,

Lange habt Ihr warten müssen, und nun kommt auch noch eine kleine Änderung:

Der Generalkonvent findet vom 08. bis 10. Januar 2010 nicht – wie ursprünglich geplant – in Sankt Wendel statt, sondern am Sitz des Großpriors, in Marsberg.

Noch an diesem Wochenende werde die Einladungen an die Mitglieder unseres Ordens verschickt, und alle anderen sind ganz herzlich ebenfalls zu diesem Wochenende in Marsberg, vor allem natürlich zur feierlichen Messe mit der Investitur, eingeladen.

Ausführlichere Informationen werden hier noch bekanntgegeben werden, aber es können sehr gerne weitere Informationen bei Bruder Berthold, Bruder Hans Georg oder bei mir angefragt werden.

Wir freuen uns sehr, Euch in drei Wochen zu sehen, Euch kennen zu lernen, und mit Euch den brüderlichen, ritterlichen Bund für’s Leben zu beginnen.

NNDNN

Br. Heinrich