Archiv für Oktober, 2009

Wir im 21. Jahrhundert

Posted in Arme Ritter Christi on Oktober 17, 2009 by armeritterschaftaachen

zierde

Ritterliches Handeln im 21. Jahrhundert

Wir haben uns ja – auch auf anderen Internet-Plattformen – mit dem heroischen, vorbildlichen Ritter der Geschichte beschäftigt, Bücher gelesen, Filme und Bilder geschaut, und uns virtuell in die schwere aber glorreiche Zeit der edlen, noblen Ritter und Kreuzzüge zurück versetzt.

Nun leben wir aber im 21. Jahrhundert. Und so schön das Verweilen in der Geschichte und in der Vergangenheit auch ist, die Gegenwart holt uns immer wieder ein. Der Kontrast von (der leider sehr häufig arg verzerrten) Vergangenheit und (der leider sehr häufig arg ZU schön geredeten) Gegenwart könnte nicht größer sein.

Wir Ritter, Brüder und vielleicht auch bald Schwestern vom Orden der Armen Ritterschaft Christi sind natürlich auch von den Geschichten über und von den Rittern des Mittelalters fasziniert gewesen, und sind es heute noch. Wir sind aber auch der Gefahr unterlegen, den Ritter als solches und den Tempelritter im Besonderen zu mystifizieren und den großartigen Romanen bzw. Filmen nur ZU gerne Glauben zu schenken; ist ja auch legitim, solange man sich der Realität nicht verschließt.

Wenn wir schon zum Punkt „Realität“ gekommen sind, dann möchten wir auch den Blick auf unseren Orden der Armen Ritterschaft Christi lenken:

Am vergangenen 13. Oktober 2009, dem Gedenktag der katastrophalen Verleumdung, Verfolgung, Verhaftung und großteils Ermordung der Tempelritter (allen voran der Großmeister Jacques de Molay, anfangs des 14. Jahrhunderts), wurde feierlich – wenn auch sehr still – der Orden der Armen Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem (Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis) als kontemplativer und caritativer Ritterorden gegründet. Den ehrenwerten Mitgliedern wird aus diesem Anlass noch in diesen Tagen die Gründungs-Deklaration, die Regel und die Satzung zugestellt werden.

Das ist aber nicht der Grund unseres Schreibens. Unsere Intention ist es, den Orden auch etwas näher vorzustellen. Den Mitgliedern und Interessenten der verschiedenen Internetplattformen  wird auch von Zeit zu Zeit Information über die Tätigkeiten der Armen Ritterschaft Christi zukommen. Unsere Internet-Präsenz arme-ritterschaft-christi.de steht Euch genauso zur Verfügung wie dieses unser Presseportal armeritterschaft.wordpress.com.

Aber WAS WOLLEN WIR von der Armen Ritterschaft Christi????

NEIN, wir sind kein Verein, der sich darauf spezialisiert, sich gegenseitig neueste Legenden und Mythen auszutauschen.

NEIN, wir sind keine Gruppierung, die sich mit lustigen Ritterspielen die Zeit vertreibt.

Und NEIN, wir sind keine Leute, die aus Profilsucht sich irgendwelche Fantasienamen zulegt.

Wir sind uns der Tatsache vollkommen bewusst, dass wir im 21. Jahrhundert leben.

Wir sind uns vollkommen bewusst, dass wir in unserer Gesellschaft, direkt vor unserer Haustüre, mit sehr ernst zu nehmenden Problemen zu tun haben.

Wir sind uns bewusst, dass das Fehlen von Werten und Idealen dazu führt, dass das Miteinander härter, kälter und rauher geworden ist.

Christliche Werte wie Gottes- und Nächstenliebe werden bewusst aus dem gesellschaftlichen Leben und Denken verdrängt, damit nicht auffällt, dass dem Leben an sich (von der Geburt bis zum hohen Alter) kein besonderer Wert mehr beigemessen wird. Dass die Folge davon ist, dass immer mehr Menschen hungern oder kein Dach mehr über dem Kopf haben, ist nur zu verständlich. Dass Gewalt unseren Alltag bestimmt, fällt schon keinem mehr auf. Dass Altersheime überfüllt sind, während Personal knapp und unterbezahlt ist, bekommen wir kaum gewahr. Dass Bildung, einst der Stolz unseres Volkes der Dichter und Denker, ein Thema geworden ist, bei dem wir vor Scham im Erdboden versinken sollten, bewegt die Gemüter nicht so sehr. Dass Presse, Funk und Fernsehen aus Mangel an interessanten Themen sich lieber darauf beschränkt, unsere Heilige Kirche und den Papst aufs Übelste zu attackieren, kommt nicht von ungefähr …

Wir sind keine Politiker, wollen auch keine politischen Pamphlete verfassen und uns auch nicht politisch organisieren. Wir wollen einfach nur DA SEIN, in Demut, Zurückhaltung … und Liebe. Es liegt nicht in unserem Interesse, jedem, der es hören will oder auch nicht, unter die Nase zu reiben, dass wir wieder jemandem geholfen haben, dass wir wieder eine kleine Spende geleistet haben, dass wir wieder einem Mitmenschen ein Ohr geliehen oder ein gutes Wort gespendet haben. Denn uns steht der Satz vor Augen: „Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.“ (Matth. 6, 3) – man spricht nicht drüber. Rechenschaft haben wir nur EINEM zu geben, und zwar dem, zu dessen Ehre all unser Tun und Handeln mit größter Freude aufgeopfert werden soll.

Konkret Hilfe leisten, konkret das göttliche Gebot der Nächstenliebe in die Tat umsetzen, kann man auch, ohne Ritter zu werden – kann man uns berechtigterweise entgegen halten. Das ist wahr. Doch haben wir uns zusammen gefunden unter dem Ideal der Ritterlichkeit, aus dem unsere Motivation entspringt. Uns liegt es nicht nur daran, mal eben freiwillig alten Leuten im Altenheim zu besuchen, Kinder in Gruppen zu betreuen, sich um Jugendliche, die sich von ihren Eltern vernachlässigt auf der Straße rumtreiben, zu kümmern, oder auch uns in einer der vielen Tafeln der Gemeinden einzubringen, … es ist uns auch ein Bedürfnis, mit dem (virtuellen) Schwert in der Hand, angetan mit der Rüstung (des christlichen Glaubens) und bewaffnet mit dem Mut und der Tapferkeit unserer ritterlichen Vorbilder für christliche Werte und Ideale in unserer kälter werdenden Welt einzustehen.

Wenn wir vom Orden der Armen Ritterschaft Christi uns den weißen Mantel umhängen und damit das undenkbar schwere Kreuz Christi auf uns nehmen, dann werden wir den vielen Fragen der Menschen nicht entziehen können – wir wollen und dürfen es auch nicht. Denn unsere Verantwortung vor Gott für den Menschen, unsere Verantwortung vor dem Menschen für Gott ist groß. Die Herausforderungen der Zeit sind noch größer. Und man zeige mir mal DEN Ritter, der sich einer Herausforderung entzogen hat …

zierde

Vor 1000 Jahren: Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem

Posted in Arme Ritter Christi, Historie, Templerorden on Oktober 14, 2009 by Bruder Sven

(Jerusalem) Kaum jemand erinnert daran, doch in diesen Tagen jährt sich zum 1000. Mal eines der dunkelsten Kapitel im christlich-islamischen Verhältnis: die Zerstörung der Grabeskirche Kaiser Konstantins in Jerusalem durch den Fatimiden-Sultan Al-Hakim. Ein Ereignis das grundlegend das Erscheinungsbild Jerusalems veränderte, wie Giorgio Bernardelli in einem Aufsatz für die Tageszeitung „Avvenire“ schreibt. Die Heilig-Grab-Basilika wurde zwar teilweise wieder aufgebaut, erlangte aber nie mehr ihre einstige Großartigkeit, die das Stadtbild Jerusalems fast 700 Jahre lang geprägt hatte. Vor allem ging durch die Zerstörung eine Stätte für immer verloren: das Martyrium, jene große Kirche, die an die Leiden Jesu erinnerte.

Das genaue Datum der Zerstörung rekonstruierte der Heilig-Land-Archäologe P. Eugenio Alliata in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Terrasanta“. Die zeitgenössischen Chroniken berichten, daß die Zerstörung „am Dienstag, den fünften Tag vor dem Ende des Monats Safar des Jahres 400″ islamischer Zeitrechnung erfolgte. Das Jahr 400 begann, so P. Eugenio, am 25. August 1009. Da es sich um den zweiten Monat des islamischen Mondjahres handelte, sind 54 Tage hinzuzurechnen, um auf den 18. Oktober des Gregorianischen Kalenders zu kommen. Dieses Datum wurde natürlich rückwirkend errechnet, da das Ereignis vor der gregorianischen Kalenderreform stattfand. An jenem 18. Oktober wurde Jerusalem zum Schauplatz einer radikalen Zerstörung. Selbst das Heilige Grab, berichten die Chronisten des 11. Jahrhunderts, wurde „zum größten Teil herausgerissen und zerstört“.

Wie kam es aber vor 1000 Jahren (und vier Jahrhunderte nach der islamischen Eroberung der Stadt) zu einer solchen Schändung?
Das dunkle Kapitel hängt mit Sultan Al-Hakim zusammen, der von 1000 bis 1021 in Kairo regierte. Er vollzog eine radikale Wendung in der Politik der herrschenden Fatimiden-Dynastie. Diese gehörten der ismailitischen Richtung der Schiiten an und hatten sich verhältnismäßig tolerant sowohl gegenüber den Sunniten als auch den nicht-islamischen Religionen gezeigt. Al-Hakim wollte hingegen mit allen Mitteln seinen Glauben aufzwingen. Die Christen und Juden wurden am härtesten von seinem radikalen Islam getroffen. Der Sultan verschärfte das Dhimmi-System bis zur Unerträglichkeit, das im Islam den Status der Nicht-Moslems regelte, die u.a. ein Kopfgeld bezahlen mußten und einer Reihe von Diskriminierungen unterworfen waren.
Die Zerstörung des Heiligen Grabes bildete den Höhepunkt dieser religiösen Intoleranz. Das Ereignis löste solches Entsetzen aus, daß der Nachhall schnell das Abendland erreichte und auch dort eine ungeahnte Welle der Empörung auslöste. Die schwerwiegende Gewalttat wirkte dermaßen nach, daß sie zu einem auslösenden Moment für den Ersten Kreuzzug wurde. Das Jahr 1009 zählt seither zu den dunkelsten Kapiteln im Verhältnis zwischen Islam und Christentum.

Es gab aber auch andere Augenblicke. Die einst so prächtige Grabeskirche, von Kaiser Konstantin im frühen 4. Jahrhundert errichtet, verdankte ihren Fortbestand als Gotteshaus und heilige Stätte der Christenheit einer Geste des Kalifen Omar. Dieser weigerte sich nach der islamischen Eroberung Jerusalems im Jahr 638 die christliche Kirche zu betreten und darin zu beten. Man sagt, aus Respekt gegenüber den Christen. Damit verhinderte er, daß die „Mutter aller Kirchen“ in eine Moschee umgewandelt wurde, wie es hingegen Schicksal zahlreicher Kirchen des Orients war.
Im Jahr 1042 gelang es dem byzantinischen Kaiser Argyropulos mit Al-Hakims Nachfolger Al-Zahim ein Abkommen zu treffen, mit dem der Wiederaufbau des Heiligen Grabes beginnen konnte. Das Abkommen enthielt eine Klausel auf Gegenseitigkeit. Ausdrücklich gewährte der Kaiser im Gegenzug den Bau einer Moschee in Konstantinopel.

Der 1048 abgeschlossene Wiederaufbau konzentrierte sich allerdings in bescheidener Form nur auf den am meisten verehrten Teil der einst ausgedehnten konstantinischen Basilika: den Rundbau, in dessen Zentrum sich das Heilige Grab befand. Die antike, 336 geweihte Basilika besaß jedoch u.a. noch zwei weitere bedeutende Teile. Wer über die Hauptstraße des römischen und byzantinischen Jerusalems in die Stadt gelangte, betrat zunächst das Martyrium, eine mächtige, fünfschiffige Kirche. An derem seitlichen Ende erreichte man einen Garten mit einem dreibögigen Tor. In der Südost-Ecke wurde im Freien der Fels des Kalvarienberges verehrt, auf dem Jesus gekreuzigt worden war. Vom Garten gelangte man schließlich in den Rundbau mit dem Heiligen Grab. Die Gesamtanlage war an der Hauptachse 150 Meter lang. Um sich eine Vorstellung von diesen Ausmaßen machen zu können, sei zum Vergleich erwähnt, daß die heutige Peterskirche in Rom mit 186 Metern nur wenig länger ist.

Als 1099 die Kreuzfahrer das lateinische Königreich von Jerusalem errichteten, entstand sofort die Idee, die Basilika in ihrem ursprünglichen Glanz wiederzuerrichten. Allerdings blieb auch der abendländische Neubau wesentlich kleiner als die konstantinische Basilika. Man beschloß den Rundbau des Heiligen Grabes zu erweitern und bezog den einstigen Garten mit der Kreuzigungsstätte mit ein. Dies erklärt das heutige Erscheinungsbild der 1149 geweihten Kirche, die nach dem Untergang der Kreuzfahrerstaaten keine substantiellen Veränderungen mehr erlebte.
Das Martyrium, das vom 4. bis zum 11. Jhdt. ein zentraler Ort für die Christen Jerusalems war, wurde nicht mehr aufgebaut. Dort versammelten sich die Gläubigen jeden Sonntag zur Eucharistiefeier. Eusebius schildert in seiner Vita des Kaisers Konstantin das Martyrium als prachtvolle Kirche, die vom Kaiser durch „viele wertvolle Geschenke an seinen Gott“ ausgestattet worden war. Im Martyrium richtete die Christenheit den Blick auf die Passion Christi, ehe sie zum nach der Auferstehung leeren Grab eilte.
Im vom islamischen Herrscher zerstörten und nie mehr aufgebauten Martyrium drückt sich symbolhaft aus, was der Christenheit heute vielleicht besonders fehlt, der Blick auf das Leiden Jesu, ohne das es kein leeres Grab und keine Auferstehung gibt.

(Avvenire/Giuseppe Nardi)

Quelle: Katholisches

Titelschutzanzeige

Posted in Arme Ritter Christi, NEWS, Pressemitteilung, Titelschutz on Oktober 13, 2009 by Bruder Sven

Titelschutzanzeige


gemäß Urhebergesetz (UrhG) und Markengesetz (MarkenG),

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nehmen wir, der Orden PCCTSH –  Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem, Titelschutz in Anspruch für:

PCCTSH –

Arme Ritterschaft Christi


in allen Schreibweisen, Schriftarten, Darstellungsformen, Kombinationen, Abkürzungen, Zusätzen, Variationen und/oder Übersetzungen für jedweden Verwendungszweck.

Dies gilt insbesondere auch für Top-Level-Domains, die derzeit und zukünftig registriert werden können. Zudem auch für jegliche durch den Orden PCCTSH – Arme Ritterschaft Christi aktuell geführte Wappen.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte über einen der folgenden Links:

Arme Ritterschaft Christi » www.arme-ritterschaft-christi.de

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Freitag, der 13. Oktober 1307

Posted in Arme Ritter Christi, Templerorden on Oktober 13, 2009 by Bruder Sven

Heute vor 702 Jahren gelang eine der größten Polizeiaktionen der Geschichte.

Im Morgengrauen umstellten französische Soldaten über 1000 im ganzen Land verteilte Komtureien des berühmten Ritterordens der Templer. 546 Templer wurden bei gleichzeitig durchgeführten Razzien verhaftet.
Den offiziellen Angaben nach entkamen der französischen Staatsgewalt nur zwölf Ritter. Darunter Gerhard von Villers, der Präzeptor Frankreichs. Alle anderen Templer, allen voran ihr Ordensmeister Jaques de Molay, wurden abgeführt.

Was in den nächsten jahren folgte, war ein aufgesetztes Schauspiel, dass an bitterer Lächerlichkeit kaum zu überbieten war. Den Templern wurde der Prozess gemacht, Papst Clemens V. musste, dem französischen König Philipp IV. hilflos ausgeliefert, dabei zusehen und sogar Hilfestellung leisten.
In anderen europäischen Ländern begannen die Herrscher die Verfolgung des Ordens erst nachdem der Papst mit der Exkommunikation drohte. Besonders die spanischen Königshäuser, die noch immer gegen die Mauren im eigenen Land kämpfen mussten, hielten sich sehr zurück. Kein Wunder, waren die Templer doch eine starke Macht, die auf der iberischen Halbinsel unnachgiebig gegen die Mauren vorging.
Doch das Schicksal der Templer war bereits entschieden. Der Prozess wurde sinnlos hinausgezögert, aber im Mai 1310 verbrannten die ersten 54 Ritter auf den Scheiterhaufen.

Das Urteil über die vier höchsten Würdenträger des Ordens behielt sich der Papst selbst vor. Doch als er es verkünden wollte erhob sich Jaques de Molay, widerrief alle Geständnisse, die unter der Folter ausgesagt wurden, erklärte den Orden und seine Sache für heilig und empfing gelassen seine Strafe.

Um die Hinrichtung des Meisters der Templer ranken sich bis heute viele Sagen. Angeblich wurde er langsam auf einer kleinen Flamme verbrannt, damit er nicht zu früh erstickte und die Schmerzen gänzlich ertragen musste. Trotzdem soll er diese Strafe ohne Wehklagen hingenommen haben.
Für die meisten Fragen sorgte aber wohl eine Äußerung des Meisters, die er kurz vor seinem Tode gemacht haben soll. Demnach hat Jaques de Molay angeblich die Verfolger des Templerordens verflucht und ihnen verheißen, dass sie noch binnen Jahresfrist vor den Thron des Allmächtigen die Verantwortung für ihr Handeln tragen müssten.
Dieser Fluch, wenn wir ihn so nenen wollen, wäre sicher keiner Erwähnung wert, wenn der Papst nicht einen Monat später an der Ruhr gestorben wäre. Wilhelm von Nogaret, der Verfasser der Anklageschrift, verstarb noch während des Verfahrens, die Hauptdenunziaten, abgewiesene oder ausgewiesene Temelritter, Verräter also, wurden in den folgenden Monaten erhängt, erdolcht oder erdrosselt vorgefunden.
Allein König Philipp hätte es beinahe geschafft, die Verheißung des Meisters der Tempelritter hinfällig zu machen. Doch auch er entkam seiner gerechten Strafe nicht. Am 14. Dezember des gleichen Jahres starb er an den Folgen eines Reitunfalls.

Quelle: rp-online
Bearbeitet: Arme Ritterschaft Christi

PERGAMENTURKUNDE VON CHINON

Posted in Templerorden on Oktober 13, 2009 by Bruder Sven

ABSOLUTION DER HÄUPTER DES TEMPELORDENS DURCH PAPST CLEMENS V.

Chinon, Diözese von Tours, 17.-20. August 1308



Das Original besteht aus einem einzigen Pergamentblatt von großen Ausmaßen (700×580mm) und besaß ursprünglich hängende Siegel der drei apostolischen Legaten, welche die von Clemens V. ernannte apostolische Sonderkommission ad inquirendum bildeten: Bérenger Frédol, Kardinalpriester des Titels der Hl. Nereus und Achilleus und Papstnepot, Étienne de Suisy, Kardinalpriester von Hl. Cyriacus in Thermis, Landolfo Brancacci, Kardinaldiakon von S. Angelo. Ziemlich guter Erhaltungszustand, obwohl aufgrund Bakterienbefalls auffällige violettfarbige Flecken vorhanden sind. Das Original war mit einer einfachen zeitgleichen Kopie ausgestattet und diese wird heute noch im Vatikanischen Geheimarchiv mit der Signatur Archivum Arcis, Armarium D 218 aufbewahrt.
ASV, Archivum Arcis, Arm. D 217
PERGAMENTURKUNDE  VON CHINON

PERGAMENTURKUNDE VON CHINON

Das Dokument enthält die Absolution, die Clemens V. dem letzten Großmeister des Tempels, Bruder Jacques de Molay, und den anderen Häuptern des Ordens erteilte, nachdem jene einen Bußakt vollführt und die Kirche um Vergebung gebeten hatten; nach der formellen Abschwörung, obligatorisch für alle, die häretischer Vergehen auch nur verdächtigt waren, wurden die ranghöchsten Mitglieder des Tempelordens in die katholische Kommunion wiederaufgenommen und zu den Sakramenten wieder zugelassen. Das Dokument stammt aus der ersten Phase des Prozesses gegen die Tempelritter, als Clemens V. noch überzeugt war, das Weiterbestehen des religiös-militärischen Ordens garantieren zu können, und antwortet dem apostolischen Bedürfnis der Aufhebung der Schande der Exkommunikation, welche sich die Krieger-Mönche von alleine aufgeladen hatten, als sie Jesus Christus unter der Tortur des französischen Inquisitors verleugnet hatten. Wie verschiedene zeitgleiche Quellen bestätigen, wies der Papst nach, dass sich unter den Templern in der Tat schwere Formen von Unsitten eingeschlichen hätten, und plante eine Reform des Ordens von Grund auf, um ihn dann in einem einzigen Institut gemeinsam mit dem anderen großen religiös-militärischen Orden der Hospitaliter zu vereinen. Der Akt von Chinon war eine notwendige Voraussetzung für die Reform, blieb aber leeres Wort. Die Reaktion der französischen Monarchie löste einen regelrechten Erpressungsmechanismus aus, woraufhin Clemens V. während des Konzils von Vienne (1312) einen endgültigen Schritt tun musste: da der Papst sich dem Willen Philipps des Schönen, des Königs von Frankreich, der den Tempelorden auflösen wollte, nicht widersetzen konnte, entschied er nach Beratung mit den Konzilvätern, den Orden «con norma irreformabile e perpetua» aufzuheben (Bulle Vox in excelso, 22. März 1312). Clemens V. erklärte allerdings, dass eine solche schmerzvolle Entscheidung nicht eine Verurteilung der Häresie darstelle, zu der man auf Grund der verschiedenen Untersuchungen während der dem Konzil vorhergehenden Jahre nicht hätte kommen können. Zum Erlass eines endgültigen Urteilspruches wäre in der Tat ein regulärer Prozess notwendig gewesen, der auch seitens des Ordens eine Darlegung der Thesen zur Verteidigung vorgesehen hätte. Der Skandal, von infamen Anklagen (Häresie, Idolatrie, Homosexualität und obszöne Handlugen) gegen die Templer ausgelöst, hätte jedoch nach Ansichten des Papstes einen jeden davon abgehalten, das Kleid der Templer anzulegen. Außerdem bedeutete eine Aufschiebung der Entscheidung bezüglich derartiger Angelegenheiten auch eine Vergeudung der ungeheueren Reichtümer,  von Christen jenem Orden dargeboten, dessen Aufgabe es war, dem Heiligen Land zur Bekämpfung der Glaubensfeinde zu Hilfe zu eilen. Die gründliche Erwägung dieser Gefahren zusammen mit dem Druck von französischer Seite überzeugte den Papst davon, den Orden der Tempelritter aufzulösen, genau so wie es in der Vergangenheit und zwar mit weit geringfügiger Begründung einigen religiösen Orden von weit wichtigerer Bedeutung ergangen war.
Quelle: vatican.va

Generalkonvent im Januar 2010

Posted in Arme Ritter Christi, Ordensaktivitäten on Oktober 6, 2009 by armeritterschaftaachen

An alle Mitglieder des Ritterordens der Armen Ritterschaft Christi,
liebe Freunde der Tempelritter,

im Namen und im Auftrag unseres verehrten Bruders Berthold darf ich Euch davon in Kenntnis setzen, dass die Mitglieder noch in diesen Tagen ein Schreiben erhalten werden mit dem Terminvorschlag für den Generalkonvent.

Es handelt sich um das Wochenende 08. bis 10. Januar 2010, und soll, aufgrund der höchst erfreulichen Mitgliederstärke der Komturei Saarland, in Sankt Wendel statt finden.

Soabld der Termin akzeptiert wurde bzw. wenn kein Einspruch dagegen erhoben wird, wird spätestens zum Gedenktag der Verhaftung unseres höchst verehrten Hochmeisters Jacques de Molay, am 13. Oktober, die offizielle Einladung mit der Tagesordnung des Generalkonventes, welches in der feierlichen Investitur der ehrenwerten Ritter gipfeln wird, verschickt werden.

Interessenten sind selbstverständlich aufs Herzlichste eingeladen, mit uns gemeinsam dieses Wochenende in St. Wendel zu verbringen, es versteht sich jedoch, dass der Generalkonvent an sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt finden muss.

Zur feierlichen Heiligen Messe mit der Investitur der ehrenwerten Ritter des Ordens der Armen Ritterschaft Christi, welches (wahrscheinlich) am Sonntag, den 10. Januar 2010 statt finden wird, wird aber an dieser Stelle noch gesondert hingewiesen und eingeladen werden.

Mit herzlichen Grußen,
NNDNN
Euer

Bruder Heinrich
Arme Ritterschaft Christi

Aufnahme

Posted in Arme Ritter Christi on Oktober 6, 2009 by Bruder Sven
Der Orden „Arme Ritterschaft Christi und des Salomonischen Tempels zu Jerusalem“ finanziert sich durch freiwillige Spenden und erhebt eine Gebühr für die Mitgliedschaft und die Kosten für die Einkleidung. Die Jahresgebühr beträgt 50,- Euro.

Wenn Sie mehr über die Arme Ritterschaft Christi und des Salomonischen Tempels zu Jerusalem erfahren möchten, dann würde es uns sehr freuen, wenn Sie über das Kontaktformular mit uns in Kontakt treten würden. Wenn es Ihr Wunsch ist, Mitglied in unseren Orden zu werden, dann können Sie sehr gerne mit einem der in Ihrer Nähe liegenden Komtureien oder ebenfalls über das Kontaktformular um Kontaktaufnahme bitten.

Voraussetzungen für die Aufnahme bei der Armen Ritterschaft Christi sind folgende Punkte:

  • Sie müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben,
  • Christliche Taufe
  • Feste Verwurzelung und Bindung an die Katholische (oder christliche) Kirche
  • Rechts- und Geschäftsfähigkeit
  • Soziale Stellung (sich im privaten und beruflichen Leben bewähren)
  • Wertvorstellungen des Christentums
  • Kenntnisse der Geschichte und Tradition des Ordens
  • Respekt vor der Tradition des Ordens
  • Anerkennung der Statuten und Satzungen des Ordens
  • Verpflichtungen des Vereinslebens und der Ordensaufgaben

Wir werden Ihnen bei Interesse sehr gerne einen Aufnahmeantrag zusenden, den Sie bitte mit bestem Gewissen ausfüllen möchten. Sie werden Verständnis haben, wenn Ihr Aufnahmeantrag einer wohlwollenden Prüfung unterzogen werden wird. Nach Bewilligung treten Sie ins Noviziat ein, das für jedes Ordensmitglied eine willkommene Gelegenheit ist, mitten im Ordensleben mit vielen Rechten und Pflichten, sich selbst zu prüfen. Die Dauer des Noviziates ist nicht fest vorgeschrieben, wird aber selten 12 Monate überschreiten. Es richtet sich aber auch nach der Einschätzung der Ordensoberen und den Bedürfnissen des Anwärters.

Der Anwärter wird im Anschluss an das Noviziat bei einem feierlichen Kapitel, wo er seinen Eid ablegen wird, in den Orden aufgenommen.

Dass Doppel- oder sogar Mehrfachmitgliedschaften in mehreren Tempelritter-Orden nicht möglich sind, versteht sich von selbst. Genau so selbstverständlich soll der Hinweis sein, dass dem Orden der Armen Ritterschaft Christi und des Salomonischen Tempels zu Jerusalem okkultes oder sektiererisches Gedankengut vollkommen fern liegt.

Bitte geben Sie Familienname, Vorname, Anschrift und Telefonnummer an. Ohne diese Daten werden eingehende Anfragen nicht bearbeitet werden können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Zum Download des Mitgliederbogens klicken Sie bitte auf das Templerkreuz: